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[[Datei:Pfarrkirche Hallwang 066.jpg|mini|Die Pfarrkirche zum hl. Martin.]]
 
[[Datei:Pfarrkirche Hallwang 066.jpg|mini|Die Pfarrkirche zum hl. Martin.]]
[[Datei:Pfarrkirche Hallwang, Innenansicht 064.jpg|thumb|Innenansicht]]
   
Die '''Pfarrkirche zum hl. Martin''' ist die [[Pfarre Hallwang|Pfarrkirche]] der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Hallwang]]. Die Kirche steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallwang|Denkmalschutz]].
 
Die '''Pfarrkirche zum hl. Martin''' ist die [[Pfarre Hallwang|Pfarrkirche]] der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Hallwang]]. Die Kirche steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallwang|Denkmalschutz]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Erstmals wird eine Kirche [[1430]] genannt. Der [[Gotik|gotische]] Kirchenbau wurde von [[1687]] bis [[1694]] dreischiffig erweitert, 1787 aber wieder auf ein Schiff zurückgebaut. Der gotische und in seinem Kern romanische Turm erhielt [[1763]] einen Helm nach einem Entwurf von [[Wolfgang Hagenauer]]. [[1858]] wurde die Kirche Pfarrkirche. [[1971]] wurde die Kirche außen und [[1974]] innen restauriert.
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Nach der "Hallwanger Chronik" des Pfarrvikars [[Josef Dürlinger]] soll am [[20. Juli]] [[1197]] die Kirchenweihe des dritten Kirchenbaus erfolgt sein. Dessen Langhaus entsprach schon jener der heutigen Kirche.
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Erstmals wird eine Kirche [[1430]] genannt. Der [[Gotik|gotische]] Kirchenbau wurde von [[1687]] bis [[1694]] dreischiffig erweitert. Planung und Leitung der Arbeiten erfolgten durch den Salzburger [[Hofbaumeister]] [[Giovanni Gaspare Zuccalli]]. Am [[20. Juli]] 1694 erfolgte die feierliche Einweihung. Das ist der Tag der heiligen Margareta von Antiochien, an dem die Kirche ihr [[Patrozinium]]. Die Statue der hl. Margareta befindet sich im rückwärtigen Kirchenschiff auf der sogenannten Männerseite.
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Doch schon 1787 wieder wieder auf ein Schiff zurückgebaut. Der [[Gotik|gotische]] und in seinem Kern romanische Turm erhielt [[1763]] einen Helm nach einem Entwurf von [[Wolfgang Hagenauer]]. [[1858]] wurde die Kirche Pfarrkirche. [[1971]] wurde die Kirche außen und [[1974]] innen restauriert.
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[[Datei:2025_10_18_Hallwang_Pfarrkirche_im_abendlichen_Herbstlicht.jpg|thumb|Die Pfarrkirche im herbstlichen Abendlicht, 2025.]]
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[[1858]] wurde die Kirche, bis dahin eine Filiale der [[Pfarre Bergheim]], zur selbständigen Pfarrkirche erhoben.
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Das heutige Geläute, bestehend aus drei Glocken, wurde von der Firma [[Glockengießerei Oberascher|Oberascher]] in Salzburg gegossen und am [[13. März]] [[1949]] eingeweiht.
    
Bei Grabungen [[1974]] wurde ein Bad eines [[Römischer Gutshof|römischen Gutshofes]] aus dem ersten und zweiten Jahrhundert gefunden, darüber Reste der ersten Kirche aus dem [[9. Jahrhundert|9.]] und [[10. Jahrhundert]]. Danach erfolgte ein Neubau der [[Romanik]], der heutige Chor und der Turm sind im Kern erhalten.
 
Bei Grabungen [[1974]] wurde ein Bad eines [[Römischer Gutshof|römischen Gutshofes]] aus dem ersten und zweiten Jahrhundert gefunden, darüber Reste der ersten Kirche aus dem [[9. Jahrhundert|9.]] und [[10. Jahrhundert]]. Danach erfolgte ein Neubau der [[Romanik]], der heutige Chor und der Turm sind im Kern erhalten.
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<blockquote>''Die helle, einfache Kirche zu Ehren des heiligen Martin mit drei hölzernen Altären stand urkundlich schon [[1481]]. Am Chor trifft man auf die Jahreszahl [[1675]], am Tabernakel auf die Spuren der Gewalttätigkeit der Neufranken im Jahre 1800</blockquote>
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So schrieb Benedikt Pillwein in seiner 1844 erschienenen Beschreibung des Herzogtums Salzburg.<ref>[https://www.pfarre-hallwang.at/weitere-info-s/unsere-pfarrkirche/ pfarre-hallwang.at], den Originaleintrag bei Pillwein aber nicht gefunden.</ref>
    
== Ausstattung ==
 
== Ausstattung ==
Der Hochaltar hat einen [[barock]]en Aufbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurde der Altar verändert. Das Hochaltarblatt hl. Martin wurde 1849 von [[Johann Endfelder]]. Die Orgel baute [[Ludwig Mooser]] [[1842]]. Im Inneren ist eine römische Grabplatte für Quintus Sabinius Euprepes und Sabinia Tertulla aus dem ersten Jahrhundert zu sehen.  
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Der Hochaltar hat einen [[barock]]en Aufbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurde der Altar verändert. Das Hochaltarblatt hl. Martin wurde [[1849]] von Johann Endfelder in [[Schwaz]]. Es wurde erst bei der Renovierung des Innenraums 1849 angebracht.  Zuvor befand sich am Hochaltar ein Reiterstandbild des heiligen Martin des [[Barock]]bildhauers [[Meinrad Guggenbichler]]. Es ist bis heute verschollen, wahrscheinlich wurde es 1849 zerstört.
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[[Datei:Innenansicht der Pfarrkirche Hallwang 2020.jpg|thumb|Innenansicht]]
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Das Aufsatzbild zeigt eine Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit von [[Sebastian Stief]]. Die beiden seitlichen Figuren zeigen den hl. [[Rupert von Worms|Rupert]] (links) und den hl. Ulrich (rechts).
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Der linke Seitenaltar zeigt eine Madonna mit Kind, die ebenfalls von Sebastian Stief um [[1858]] entstand.
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Die Orgel baute [[Ludwig Mooser]] [[1842]].  
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Im Inneren ist eine römische Grabplatte für Quintus Sabinius Euprepes und Sabinia Tertulla aus dem ersten Jahrhundert zu sehen.  
    
== Bilder ==
 
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* {{Commonscat|Pfarrkirche St. Martin (Hallwang)}}
 
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== Quelle ==
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== Quellen ==
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* [https://www.pfarre-hallwang.at/weitere-info-s/unsere-pfarrkirche/ www.pfarre-hallwang.at]
 
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
    
{{SORTIERUNG: Martin Hallwang, Pfarrkirche zum hl.}}
 
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[[Kategorie:Flachgau]]
 
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[[Kategorie:Hallwang|Pfarrkirche]]
 
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
 
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