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Seit dem [[14. Jahrhundert]] sind Judenverfolgungen in Salzburg nachweisbar. [[1349]] beschuldigte der Pöbel die Juden, durch Vergiftung der Brunnen den »schwarzen Tod«, die [[Pest]], hervorgerufen zu haben. Es kam zu einer grausamen Judenverfolgung, wobei allein auf Salzburger Gebiet mehr als 1200 Juden jeglichen Alters und Geschlechts ums Leben kamen. Selbst zwei Interventionen von Papst Clemens VI. vermochten es nicht, dem Wüten der fanatisierten Menge Einhalt zu gebieten. Doch bald danach entstanden neue Gemeinden. Während die Juden nördlich der Alpen verfolgt wurden, blieben die Juden in Friesach und Pettau von der Verfolgung verschont.
 
Seit dem [[14. Jahrhundert]] sind Judenverfolgungen in Salzburg nachweisbar. [[1349]] beschuldigte der Pöbel die Juden, durch Vergiftung der Brunnen den »schwarzen Tod«, die [[Pest]], hervorgerufen zu haben. Es kam zu einer grausamen Judenverfolgung, wobei allein auf Salzburger Gebiet mehr als 1200 Juden jeglichen Alters und Geschlechts ums Leben kamen. Selbst zwei Interventionen von Papst Clemens VI. vermochten es nicht, dem Wüten der fanatisierten Menge Einhalt zu gebieten. Doch bald danach entstanden neue Gemeinden. Während die Juden nördlich der Alpen verfolgt wurden, blieben die Juden in Friesach und Pettau von der Verfolgung verschont.
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[[1370]] bestand urkundlich die erste [[Synagoge]] in Salzburg. [[1404]] wurde ein Großteil der jüdischen Bewohner verbrannt, wegen einer angeblichen Hostienschändung in der Pfarrkirche [[Mülln]], (unter Erzbischof [[ Eberhard III. von Neuhaus]]). Die Judengemeinde in [[Hallein]] wurde ebenfalls derselben Delikte angeklagt und erlitten dasselbe Schicksal. Ebenso wurden die Juden aus den Städten [[Friesach]] und [[Pettau]] vertrieben. Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus|Eberhard III.]] zog den Besitz der Juden ein, was die Finanznot milderte und ein Mitgrund für die Pogrome gewesen sein dürfte.
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[[1370]] bestand urkundlich die erste [[Synagoge]] in Salzburg. [[1404]] wurde ein Großteil der jüdischen Bewohner verbrannt, wegen einer angeblichen Hostienschändung in der Pfarrkirche [[Mülln]], (unter Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus]]). Die Judengemeinde in [[Hallein]] wurde ebenfalls derselben Delikte angeklagt und erlitten dasselbe Schicksal. Ebenso wurden die Juden aus den Städten [[Friesach]] und [[Pettau]] vertrieben. Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus|Eberhard III.]] zog den Besitz der Juden ein, was die Finanznot milderte und ein Mitgrund für die Pogrome gewesen sein dürfte.
    
[[1439]] entstand in der Stadt eine neue Synagoge. Es ist dies das Haus am heutigen [[Kranzlmarkt]] 2, Ecke [[Sigmund-Haffner-Gasse]]. Da die Juden abermals beschuldigt wurden, diesmal aus dem [[Benediktinenstift Nonnberg]] eine goldene Monstranz gestohlen zu haben, verfügte Erzbischof [[Leonhard von Keutschach]] [[1498]] die Landesverweisung für alle Juden, die sich fortan in Salzburg nicht mehr niederlassen durften.
 
[[1439]] entstand in der Stadt eine neue Synagoge. Es ist dies das Haus am heutigen [[Kranzlmarkt]] 2, Ecke [[Sigmund-Haffner-Gasse]]. Da die Juden abermals beschuldigt wurden, diesmal aus dem [[Benediktinenstift Nonnberg]] eine goldene Monstranz gestohlen zu haben, verfügte Erzbischof [[Leonhard von Keutschach]] [[1498]] die Landesverweisung für alle Juden, die sich fortan in Salzburg nicht mehr niederlassen durften.