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| | Engelbert Kolland wurde am 22. September 1827 in der Pfarrkirche von [[Zell am Ziller]] auf den Namen Michael getauft. Er war das fünfte von sechs Kindern der lutherischen Inklinanten Cajetan Kolland (* 1781; † [[5. Juli]] [[1872]] in Rachau, [[Steiermark]]) und seiner Frau Maria, geborene Sporer. Nach einer bewegten Kindheit, in der seine Eltern [[1837]] aus Glaubensgründen - sie waren Inklinanten, die ihre [[Protestanten|protestantische]] Überzeugung verbargen - in die [[Steiermark]] nach Ramsach übersiedelten, konnte Michael Kolland mit Unterstützung von [[Erzbischof]] [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Knabenseminar]] in der [[Stadt Salzburg]] besuchen. | | Engelbert Kolland wurde am 22. September 1827 in der Pfarrkirche von [[Zell am Ziller]] auf den Namen Michael getauft. Er war das fünfte von sechs Kindern der lutherischen Inklinanten Cajetan Kolland (* 1781; † [[5. Juli]] [[1872]] in Rachau, [[Steiermark]]) und seiner Frau Maria, geborene Sporer. Nach einer bewegten Kindheit, in der seine Eltern [[1837]] aus Glaubensgründen - sie waren Inklinanten, die ihre [[Protestanten|protestantische]] Überzeugung verbargen - in die [[Steiermark]] nach Ramsach übersiedelten, konnte Michael Kolland mit Unterstützung von [[Erzbischof]] [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Knabenseminar]] in der [[Stadt Salzburg]] besuchen. |
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| − | Nach seiner Matura trat er [[1847]] in das Salzburger [[Franziskanerkloster]] ein und erhielt den Ordensnamen Engelbert. Am [[22. November]] [[1850]] legte er das Ordensgelübde ab und wurde am [[13. Juli]] [[1851]] durch Fürstbischof [[Johann Nepomuk von Tschiderer|Johann Nepomuk von Tschiderer zu Gleifheim]] im Dom von [[Trentino|rient]] zum Priester geweiht. Nach philosophischen und theologischen Studien in Schwaz, Bozen, Hall in Tirol und Kaltern studierte Engelbert Kolland einige Jahre in Bozen und lernte dort neben Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch vor allem auch Arabisch. So wurde er [[1855]] als Missionar in den Orient entsandt und kam am [[17. April]] in Jerusalem an. Dort war er in der Grabeskirche tätig, bevor er am [[8. September]] 1855 als Seelsorger ins Franziskanerkloster nach Damaskus versetzt wurde. | + | Nach seiner Matura trat er [[1847]] in das Salzburger [[Franziskanerkloster]] ein und erhielt den Ordensnamen Engelbert. Am [[22. November]] [[1850]] legte er das Ordensgelübde ab und wurde am [[13. Juli]] [[1851]] durch Fürstbischof [[Johann Nepomuk von Tschiderer|Johann Nepomuk von Tschiderer zu Gleifheim]] im Dom von [[Trentino|rient]] zum Priester geweiht. Nach philosophischen und theologischen Studien in [[Schwaz]], Bozen, Hall in Tirol und Kaltern studierte Engelbert Kolland einige Jahre in Bozen und lernte dort neben Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch vor allem auch Arabisch. So wurde er [[1855]] als Missionar in den Orient entsandt und kam am [[17. April]] in Jerusalem an. Dort war er in der Grabeskirche tätig, bevor er am [[8. September]] 1855 als Seelsorger ins Franziskanerkloster nach Damaskus versetzt wurde. |
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| | [[1860]] kam es dort im Zuge des libanesischen Bürgerkrieges zu Massakern von Drusen an der christlichen Minderheit. In der Nacht vom [[9. Juli|9.]] zum 10. Juli wurde er gemeinsam mit sieben Mitbrüdern und drei maronitischen Laien ermordet. Seine Peiniger hackten ihm einen Arm ab, als er sich weigerte, seinen Glauben zu leugnen. Bei wiederholter Frage und gleicher Antwort verfuhren sie genauso mit dem zweiten Arm. Kolland bekannte sich immer noch zum Christentum, woraufhin sie ihn köpften. Seine Leiche wurde über Tage hinweg liegen gelassen. Eine christliche Bestattung blieb ihm versagt; der Leichnam wurde schlussendlich in eine Zisterne geworfen. | | [[1860]] kam es dort im Zuge des libanesischen Bürgerkrieges zu Massakern von Drusen an der christlichen Minderheit. In der Nacht vom [[9. Juli|9.]] zum 10. Juli wurde er gemeinsam mit sieben Mitbrüdern und drei maronitischen Laien ermordet. Seine Peiniger hackten ihm einen Arm ab, als er sich weigerte, seinen Glauben zu leugnen. Bei wiederholter Frage und gleicher Antwort verfuhren sie genauso mit dem zweiten Arm. Kolland bekannte sich immer noch zum Christentum, woraufhin sie ihn köpften. Seine Leiche wurde über Tage hinweg liegen gelassen. Eine christliche Bestattung blieb ihm versagt; der Leichnam wurde schlussendlich in eine Zisterne geworfen. |
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