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==== Brief vom 1. März 1877 von Richard Franz Schlegel an Fanni Spängler ====
 
==== Brief vom 1. März 1877 von Richard Franz Schlegel an Fanni Spängler ====
 
1877 an Fanni Spängler (* 1848; † 1905; Nr. 19<ref>"Nr. 19" bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>): 1. März 1877, Brief aus Salzburg von Richard Schlegel (* 1811; † 1881, Vater von Fanni [[Richard Franz Schlegel]]):
 
1877 an Fanni Spängler (* 1848; † 1905; Nr. 19<ref>"Nr. 19" bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>): 1. März 1877, Brief aus Salzburg von Richard Schlegel (* 1811; † 1881, Vater von Fanni [[Richard Franz Schlegel]]):
<br />''Liebe Fanny! Ich sende dir hiermit die verlangte Vollmacht, u. Notar Kofler hat mir mitgetheilt, daß das Gericht Leitmeritz ein eigenes Dokument verfaßt habe, wodurch ich als Curator von WiXXenz'' [Vincenz] ''aufgestellt wurde XXX mit dem Akte erledigt habe, wo ich zum Erlage von 4 fl genöthigt wurde, Franz sagte es mir, daß die von dir angeführte Nachtrags Abhandlung nach der Antonia seiner Meinung nach überflüssig sey, weil Antonia todt ist, mithin nichts mehr erben kann. Ich verstehe von dem Ganzen gar nichts, nur kommt es der Louise sonderbar vor, daß eine so XXX Verlassenschafts-Abhandlung so viel Zeit u. Geld kostet. Was die bestehenden Auslagen betrifft, so überlasse ich das ganz deinem Ermessen, u. wenn du einen Vorschuß haben willst, so gib mir die Summe bekannt. Du verlangst von mir zu wissen, was Lorinser über den Fuß Eures kleinen Mastschweines<ref>Franziska (Franzi) Spängler, * 18. Juni 1877 in Wien</ref> zu mir gesagt hat, gewiß nichts Anderes als was er Euch sagt, er äußerte sich dahin, daß der Zustand leicht geheilt werden wird, u. zwar hoffe er ohne alle Operation, u. wenn eine solche zur Beschleunigung der Kur wünschenswerth oder nothwendig seyn sollte, so braucht Ihr keine Furcht zu haben, es ist eine Operation die in einer halben Stunde der Operierte schon vergessen hat. Wir freuen uns, daß wir wissen, daß es Euch Allen gut geht, u. Hegenbarth XXX hat gesehen XXX, daß die Rosa sogar sehr dick sey. Uns geht es auch gut, nur die Marie hat mit ihrer Bleichsucht zu leiden, doch geht es auch besser. Lebt wohl u. bleibt gesund, Alle grüßen Euch herzlich, euer alter Vater Richard.''
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<br />''Liebe Fanny! Ich sende dir hiermit die verlangte Vollmacht, u. Notar Kofler hat mir mitgetheilt, daß das Gericht Leitmeritz ein eigenes Dokument verfaßt habe, wodurch ich als Curator von ViXXenz'' [Vincenz/Vinzenz, Anm.] ''aufgestellt wurde XXX mit dem Akte erledigt habe, wo ich zum Erlage von 4 fl genöthigt wurde, Franz sagte es mir, daß die von dir angeführte Nachtrags Abhandlung nach der Antonia seiner Meinung nach überflüssig sey, weil Antonia todt ist, mithin nichts mehr erben kann. Ich verstehe von dem Ganzen gar nichts, nur kommt es der Louise sonderbar vor, daß eine so XXX Verlassenschafts-Abhandlung so viel Zeit u. Geld kostet. Was die bestehenden Auslagen betrifft, so überlasse ich das ganz deinem Ermessen, u. wenn du einen Vorschuß haben willst, so gib mir die Summe bekannt. Du verlangst von mir zu wissen, was Lorinser über den Fuß Eures kleinen Mastschweines<ref>Franziska (Franzi) Spängler, * 18. Juni 1877 in Wien</ref> zu mir gesagt hat, gewiß nichts Anderes als was er Euch sagt, er äußerte sich dahin, daß der Zustand leicht geheilt werden wird, u. zwar hoffe er ohne alle Operation, u. wenn eine solche zur Beschleunigung der Kur wünschenswerth oder nothwendig seyn sollte, so braucht Ihr keine Furcht zu haben, es ist eine Operation die in einer halben Stunde der Operierte schon vergessen hat. Wir freuen uns, daß wir wissen, daß es Euch Allen gut geht, u. Hegenbarth XXX hat gesehen XXX, daß die Rosa sogar sehr dick sey. Uns geht es auch gut, nur die Marie hat mit ihrer Bleichsucht zu leiden, doch geht es auch besser. Lebt wohl u. bleibt gesund, Alle grüßen Euch herzlich, euer alter Vater Richard.''
 
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