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Es vermehrt diese zweifelhafte Schüchternheit und den Mangel an Zutrauen des Volkes die nicht gering erbitterte Stimmung der Chirurgen gegen die Aufstellung des Landgerichtsarztes, wodurch sie ihres primairen Meisteramtes enthoben wurden, indem dadurch ihre Einnahmen geschmälert, und ihr zur Gewinnsucht vortrefflich erworbenes Ansehen zu sinken scheint; Deßwegen verrichten mehrere dieser Männer die durch das Gesetz erheischten Forderungen mit Widerwillen und sehr unvollkommen, und suchen immer der guten Sache, worin doch eigentlich ihr wahrer Vortheil beruht, durch Machinationen zu widerstreben, und den guten Willen der Gemeinden abzuleiten. Weit entfernt die Ausübung ihrer sehr untergeordnet erworbenen Kenntnisse der ordnenden Leitung eines Gerichtsarztes durch Belehrung und Ratherhaltung zu verstärken, und Kunsteifer nur zu verrathen, erklären viele bei privaten Zusammenkünften die gleiche Befugnßs und Verrichtung mit der Ihnen vorgesetzten Medizinal Behörde, und bethören dadurch gleich Fakiren den Glauben des Volkes, daß er nicht wirken könne, ihnen eine vortheilhafter Kundschaft zu entziehen, bis der Moment des Heils vorüber ist, und Gott den kranken Leib nach seinem höhern Gefallen aufgelöst hat."<ref>Staatsarchiv München RA 14996.</ref>   
 
Es vermehrt diese zweifelhafte Schüchternheit und den Mangel an Zutrauen des Volkes die nicht gering erbitterte Stimmung der Chirurgen gegen die Aufstellung des Landgerichtsarztes, wodurch sie ihres primairen Meisteramtes enthoben wurden, indem dadurch ihre Einnahmen geschmälert, und ihr zur Gewinnsucht vortrefflich erworbenes Ansehen zu sinken scheint; Deßwegen verrichten mehrere dieser Männer die durch das Gesetz erheischten Forderungen mit Widerwillen und sehr unvollkommen, und suchen immer der guten Sache, worin doch eigentlich ihr wahrer Vortheil beruht, durch Machinationen zu widerstreben, und den guten Willen der Gemeinden abzuleiten. Weit entfernt die Ausübung ihrer sehr untergeordnet erworbenen Kenntnisse der ordnenden Leitung eines Gerichtsarztes durch Belehrung und Ratherhaltung zu verstärken, und Kunsteifer nur zu verrathen, erklären viele bei privaten Zusammenkünften die gleiche Befugnßs und Verrichtung mit der Ihnen vorgesetzten Medizinal Behörde, und bethören dadurch gleich Fakiren den Glauben des Volkes, daß er nicht wirken könne, ihnen eine vortheilhafter Kundschaft zu entziehen, bis der Moment des Heils vorüber ist, und Gott den kranken Leib nach seinem höhern Gefallen aufgelöst hat."<ref>Staatsarchiv München RA 14996.</ref>   
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Dr. Schröder versuchte die Chirurgen zum Besuch der landärztlichen Schule zu bewegen um aus ihnen Landärzte zu machen, doch keiner fand sich dazu bereit.
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"Doch könnte man für wahr annehmen, daß die Hoffnung einer Einverleibung dieser Provinz mit der österreichischen Monarchie Sie antreibe zu wähnen,
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daß selbst ohne ihre Mitwirkung blos durch diese Landeshoheits-Veränderung ihr voriger oben genannter bürgerlicher Zustand wieder eintretten müsse."
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Es wurde also schon im Oktober 1814 - nachdem im Sommer Tirol wieder österreichisch geworden war - allgemein angenommen, dass zumindest die beiden Parzellen des Hausruckkreises Haag und Grieskirchen wieder an Österreich kommen würden. Die Chirurgen waren nämlich bis 1810 in der Provinz Österreich ob der Enns "bürgerliche Wundärzte" gewesen.
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== Neumarkt ==
 
== Neumarkt ==