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[[Datei:Tizian 041.jpg|mini|Mariä Himmelfahrt, Ölgemälde von Tizian, um 1518]]
 
[[Datei:Tizian 041.jpg|mini|Mariä Himmelfahrt, Ölgemälde von Tizian, um 1518]]
 
[[Datei:Madonnenbild von der Wallfahrtskirche am Dürrnberg.jpg|mini|Madonna mit Kind, [[Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt|Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Dürrnberg]]]]
 
[[Datei:Madonnenbild von der Wallfahrtskirche am Dürrnberg.jpg|mini|Madonna mit Kind, [[Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt|Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Dürrnberg]]]]
'''Mariä Aufnahme in den Himmel''', volkstümlich "Maria Himmelfahrt", ist ein hohes Fest der [[Katholische Kirche|Katholischen Kirche]], das alljährlich am [[15. August]] gefeiert wird sowie ein [[Lostag]].
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'''Mariä Aufnahme in den Himmel''', volkstümlich "Maria Himmelfahrt", ist ein hohes Fest der [[Katholische Kirche|katholischen Kirche]], das alljährlich am [[15. August]] gefeiert wird sowie ein [[Lostag]].
    
== Benennungen==
 
== Benennungen==
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== Religiöse Bedeutung==
 
== Religiöse Bedeutung==
Das Fest, kirchenoffiziell "Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel", ist eines der ältesten christlichen Hochfeste und eines der religiösen Hauptfeste des Jahres; es ist schon für das Jahr [[582]] bezeugt, auch die [[Synode von Salzburg-Freising]] ([[799]]) erwähnt dieses Fest.
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Das Fest, kirchenoffiziell "Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel", ist eines der ältesten christlichen Hochfeste und eines der religiösen Hauptfeste des Jahres; es ist schon für das Jahr [[582]] bezeugt, auch die [[Synode von Salzburg-Freising]] ([[799]] oder [[800]]) erwähnt dieses Fest.
    
Den Kern des Festes bildet die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel. Der Überlieferung nach wurde Maria nach ihrem Tod mit ihrem ganzen Leib in den Himmel zu Gott geholt. Dieser Glaube ist bereits im [[5. Jahrhundert]] bezeugt und wurde im Jahr [[1950]] von Papst Pius XII. als Dogma, also als verpflichtender katholischer Glaubensinhalt, verkündet.
 
Den Kern des Festes bildet die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel. Der Überlieferung nach wurde Maria nach ihrem Tod mit ihrem ganzen Leib in den Himmel zu Gott geholt. Dieser Glaube ist bereits im [[5. Jahrhundert]] bezeugt und wurde im Jahr [[1950]] von Papst Pius XII. als Dogma, also als verpflichtender katholischer Glaubensinhalt, verkündet.
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MMag. [[Michael Neureiter (Politiker)|Michael Neureiter]] schreibt in seinem Facebook:<ref>[https://www.facebook.com/photo/?fbid=3833346850220315&set=a.2046099662278385 www.facebook.com], 14. August 2024</ref> Die Aufnahme Mariens ist im Neuen Testament nicht enthalten, sie hat allerdings eine lange Überlieferung: So gibt es schon aus der Zeit um 400 nach Christus Schriften zum "Transitus Mariae", zum Hinübergang Mariens, auch lateinisch als als "Dormitio Mariae" und griechisch als "Koimesis" ("Entschlafung") bezeichnet. In der byzantinischen Kunst wird die "Entschlafung Mariä" besonders hervorgehoben – Maria auf dem Sterbebett, von den Aposteln umgeben. Im [[19. Jahrhundert]] forderten 195 (der ca. 700) Konzilsväter des I. Vatikanischen Konzils (1870/71), die Aufnahme Mariens solle ein Glaubenssatz werden. [[1950]] wurde – nach einer Umfrage Papst Pius XII. bei allen Bischöfen und deren fast einstimmiger Zustimmung – das Dogma definiert: "Die unbefleckte, immerwährend jungfräuliche Gottesmuter Maria ist, nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden."
 
MMag. [[Michael Neureiter (Politiker)|Michael Neureiter]] schreibt in seinem Facebook:<ref>[https://www.facebook.com/photo/?fbid=3833346850220315&set=a.2046099662278385 www.facebook.com], 14. August 2024</ref> Die Aufnahme Mariens ist im Neuen Testament nicht enthalten, sie hat allerdings eine lange Überlieferung: So gibt es schon aus der Zeit um 400 nach Christus Schriften zum "Transitus Mariae", zum Hinübergang Mariens, auch lateinisch als als "Dormitio Mariae" und griechisch als "Koimesis" ("Entschlafung") bezeichnet. In der byzantinischen Kunst wird die "Entschlafung Mariä" besonders hervorgehoben – Maria auf dem Sterbebett, von den Aposteln umgeben. Im [[19. Jahrhundert]] forderten 195 (der ca. 700) Konzilsväter des I. Vatikanischen Konzils (1870/71), die Aufnahme Mariens solle ein Glaubenssatz werden. [[1950]] wurde – nach einer Umfrage Papst Pius XII. bei allen Bischöfen und deren fast einstimmiger Zustimmung – das Dogma definiert: "Die unbefleckte, immerwährend jungfräuliche Gottesmuter Maria ist, nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden."
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== Bedeutung in Liturgie, Brauchtum und Kunst==
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== Bedeutung in Liturgie, Brauch und Kunst==
 
=== Darstellung ===
 
=== Darstellung ===
 
In Liturgie und [[Volksfrömmigkeit]] wird Maria am 15. August einerseits als "Mutter" dargestellt – Mutter Jesu und Mutter der Menschen –, andererseits ebenso als "Urbild des Glaubens" und "Vorbild der Kirche".
 
In Liturgie und [[Volksfrömmigkeit]] wird Maria am 15. August einerseits als "Mutter" dargestellt – Mutter Jesu und Mutter der Menschen –, andererseits ebenso als "Urbild des Glaubens" und "Vorbild der Kirche".
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Zur Kräutersegnung werden Sträuße gebracht, die – nach Regionen unterschiedlich – aus sieben, neun – so die [[Pinzgau]]er [[Kräuter- oder Fraubuschen]] –, zwölf, 24 oder noch mehr verschiedenen Kräutern gebunden sind. Typische Kräuter sind dabei [[Johanniskraut]], Wermut, Beifuß, [[Schafgarbe]], Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian und Eisenkraut.  
 
Zur Kräutersegnung werden Sträuße gebracht, die – nach Regionen unterschiedlich – aus sieben, neun – so die [[Pinzgau]]er [[Kräuter- oder Fraubuschen]] –, zwölf, 24 oder noch mehr verschiedenen Kräutern gebunden sind. Typische Kräuter sind dabei [[Johanniskraut]], Wermut, Beifuß, [[Schafgarbe]], Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian und Eisenkraut.  
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Die gesegneten Sträuße werden auf dem Dachboden oder im sogenannten Herrgottswinkel aufgehängt, wo sie gegen Krankheiten, Gewitter, Blitzschlag und anderes Unheil wirken sollen. Auch werden zerriebene Blätter kranken Tieren ins Futter gemischt.  
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Die gesegneten Sträuße werden auf dem Dachboden oder im sogenannten Herrgottswinkel aufgehängt, wo sie gegen Krankheiten, [[Gewitter]], [[Blitz]]schlag und anderes Unheil wirken sollen. Auch werden zerriebene Blätter kranken Tieren ins Futter gemischt.  
    
=== Prangstangen ===
 
=== Prangstangen ===
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== Staatlicher Feiertag ==
 
== Staatlicher Feiertag ==
In Anerkennung der religiösen Bedeutung des kirchlichen Festes ist der 15. August in Österreich (und anderen stark katholisch geprägten Ländern wie z.B. mehreren [[Deutschland#Bundesländer mit Salzburgbezug|deutschen Bundesländern]]) ein gesetzlicher Feiertag.
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In Anerkennung der religiösen Bedeutung des kirchlichen Festes ist der 15. August in [[Österreich]] (und anderen stark katholisch geprägten Ländern wie z.B. mehreren [[Deutschland#Bundesländer mit Salzburgbezug|deutschen Bundesländern]]) ein gesetzlicher Feiertag.
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== Bauernregeln ==
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* Um Mariä Himmelfahrt das wisse, fallen die ersten Nüsse.<ref>[https://www.biogartenhaimburger.at/weitere-infos/besondere-tage-alte-bauernregeln-und-volksweisheiten/#8 www.biogartenhaimburger.at], Volksweisheiten</ref>
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* Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.<ref>[https://www.gutekueche.at/forum/bauernregel-am-15-august-492229 www.gutekueche.at], Bauernregel</ref>
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* Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.<ref>[https://bauernregeln.kleiner-kalender.de/bauernregeln-08-15.html bauernregeln.kleiner-kalender.de]</ref>
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==

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