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[[File:Phyllonorycter froelichiella-Salzburg, Stadt Salzburg, Salzachseen-E-MK-21241a.jpg|thumb|Männchen: Salzburg, [[Stadt Salzburg]], Salzachseen, 1972.04.15]]
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[[File:Phyllonorycter froelichiella-Salzburg, Stadt Salzburg, Salzachseen-E-MK-21241a.jpg|thumb|Männchen: Salzburg, [[Stadt Salzburg]], [[Salzachseen]], 1972.04.15]]
'''Phyllonorycter froelichiella''' (''Lithocolletis froelichiella'' Zeller, 1839: 218) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
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'''Phyllonorycter froelichiella''' (''Lithocolletis froelichiella'' Zeller, 1839: 218) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
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Von ''P. froelichiella'' sind aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] Nachweise aus den Zonen Ia ([[Stadt Salzburg]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024) und II ([[Nördliche Kalkalpen]]) bekannt. Insgesamt gibt es aber nur sehr wenige Funde aus dem Land und die dokumentierte Höhenverbreitung ist mit rund 400 bis 560 [[m ü. A.]] sehr gering. Die wenigen Angaben zum Lebensraum stammen von [[Wald (Ökosystem)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern und Gehölzstreifen an Bächen. Die Art tritt in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] in zwei Generationen pro Jahr auf. Dabei fliegen die Falter im April, Mai und im Juli, Raupenfunde datieren aus dem September ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025).
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Von ''P. froelichiella'' sind aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] Nachweise aus den Zonen Ia ([[Stadt Salzburg]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024) und II ([[Nördliche Kalkalpen]]) bekannt. Insgesamt gibt es aber nur sehr wenige Funde aus dem Land und die dokumentierte Höhenverbreitung ist mit rund 400 bis 560 [[m ü. A.]] sehr gering. Die wenigen Angaben zum Lebensraum stammen von [[Wald (Ökosystem)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern und Gehölzstreifen an Bächen. Die Art tritt in Salzburg in zwei Generationen pro Jahr auf. Dabei fliegen die Falter im April, Mai und im Juli, Raupenfunde datieren aus dem September (Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Kurz&nbsp;2025).
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
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Bei Huemer (2013) wird ''P. froelichiella'' aus Salzburg noch als fraglich angegeben, sonst aber aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme des Burgenlandes gemeldet. In Oberösterreich ist die Art aus dem Mühlviertel und dem Alpenvorland bekannt (Klimesch 1990). Im Alpengebiet fehlt sie. In Bayern dagegen sind rezente Funde aus allen vier Naturräumen nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2016).
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Bei Huemer (2013) wird ''P. froelichiella'' aus Salzburg noch als fraglich angegeben, sonst aber aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme des Burgenlandes gemeldet. In Oberösterreich ist die Art aus dem Mühlviertel und dem [[Alpenvorland]] bekannt (Klimesch 1990). Im [[Alpen]]gebiet fehlt sie. In [[Bayern]] dagegen sind rezente Funde aus allen vier Naturräumen nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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Die Raupen leben in Minen auf der Blattunterseite von Erlen-Arten, wobei aus Salzburg die Schwarzerle (''[[Alnus glutinosa]]'') und die Grauerle (''[[Alnus incana]]'') belegt sind. Hier treten die Tiere in Konkurrenz durch Ressourcennutzung, neben den Raupen der eigenen Art, zu ''[[Phyllonorycter strigulatella]]'' oder ''[[Bucculatrix cidarella]]'', aber auch zu ''[[Stigmella glutinosae]]'' ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Über die Biologie der [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines ist aus dem Land nichts bekannt. Ebenso kann zur Zeit keine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung in Salzburg erfolgen, da hierfür keine ausreichenden Daten zu Lebensraum und Biologie der Art vorliegen (Einstufung DD nach Embacher et al. 2024).
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Die Raupen leben in Minen auf der Blattunterseite von Erlen-Arten, wobei aus Salzburg die Schwarzerle (''[[Alnus glutinosa]]'') und die Grauerle (''[[Alnus incana]]'') belegt sind. Hier treten die Tiere in Konkurrenz durch Ressourcennutzung, neben den Raupen der eigenen Art, zu ''[[Phyllonorycter strigulatella]]'' oder ''[[Bucculatrix cidarella]]'', aber auch zu ''[[Stigmella glutinosae]]'' (Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Kurz&nbsp;2025). Über die Biologie der [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines ist aus dem Land nichts bekannt. Ebenso kann zur Zeit keine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung in Salzburg erfolgen, da hierfür keine ausreichenden Daten zu Lebensraum und Biologie der Art vorliegen (Einstufung DD nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.08.04].
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*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.08.04].
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== Einzelnachweis ==
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<references />
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]