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==== Brief vom 30., 31. August und 1. September 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel ====
 
==== Brief vom 30., 31. August und 1. September 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]] mit Umschlag, aufgedruckte Marke 5 kr.; Umschlagklappe mit undeutlichem Prägedruck, kleines rotes Lacksiegel "IF." [?]<ref>Der Vater, gestorben 1852, ist "Franz Ignatius Xaver" Spängler bzw. bei der Taufe "Franziskus Xav. Gregor Maria", wird aber "Franz Xaver" genannt.</ref> "Sp."; Poststempel "Mödling 1/9", rückseitig "Wien 1/9…" und "Bergen 2/9"; [unterstrichen:] "Fräulein Fanny Schlegel // im [unterstrichen:] Bade Adelholzen // in Baiern // Station Bergen". Drei Bögen, nummeriert; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich:<br />
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Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]] mit Umschlag, aufgedruckte Marke 5 kr.; Umschlagklappe mit undeutlichem Prägedruck, kleines rotes Lacksiegel "F. Sp."; Poststempel "Mödling 1/9", rückseitig "Wien 1/9…" und "Bergen 2/9"; [unterstrichen:] "Fräulein Fanny Schlegel // im [unterstrichen:] Bade Adelholzen // in Baiern // Station Bergen". Drei Bögen, nummeriert; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich:<br />
 
''Meine liebe, liebe Fanny! // Zuerst muß ich Ihnen berichten, dß meine Erwartung, schon diesmal nach Wien verse[t]zt zu werden, sich nicht realisi[e]rte, doch sind wieder 2 gefährliche Concurrenten hinein verse[t]zt worden, u es dürfte daher ein nächstes Mal leichter gehen. Doch wird das voraussichtlich wieder einige Monate dauern, bis neuerdings einige Stellen zur Bese[t]zung kommen. Es heißt also sich gedulden; doch ist zu den schon früher einmal auseinandergesagten Gründen'' [klein darüber:] ''warum ich nach Wien strebe noch der gekommen, daß ich fürchte, dß das wirklich freundschaftl u. collegiale Verhältniß, welches zwischen uns, – den Bezirks-Richter eingerechnet – hier herrschte, durch den neuen Collegen einige Störungen erleiden dürfte.'' Er entschuldigt sich, sie mit solchen Mitteilungen zu langweilen. / Ausflüge mit seinem Frend Dr. Kaserer, abends in Neustift. / Er berichtet von seiner Lektüre ([Berthold] Auerbach). / Er erwartet ihren Brief. // ''31. August Abends. Leider erhielt ich gestern nicht den gehofften Brief, sondern erst heute'' […]. Es tut ihm leid, dass sie auf einen Brief warten musste, er hat ihn ''Son[n]tag Mittags in Wien am Graben zur Post gegeben'' […]. Er freut sich über ''Ihre mich so ganz befriedigenden Anschauungen über das Verhältnis der Gatten zum Streben u. zur Thätigkeit des Mannes im öffentlichen Leben.''
 
''Meine liebe, liebe Fanny! // Zuerst muß ich Ihnen berichten, dß meine Erwartung, schon diesmal nach Wien verse[t]zt zu werden, sich nicht realisi[e]rte, doch sind wieder 2 gefährliche Concurrenten hinein verse[t]zt worden, u es dürfte daher ein nächstes Mal leichter gehen. Doch wird das voraussichtlich wieder einige Monate dauern, bis neuerdings einige Stellen zur Bese[t]zung kommen. Es heißt also sich gedulden; doch ist zu den schon früher einmal auseinandergesagten Gründen'' [klein darüber:] ''warum ich nach Wien strebe noch der gekommen, daß ich fürchte, dß das wirklich freundschaftl u. collegiale Verhältniß, welches zwischen uns, – den Bezirks-Richter eingerechnet – hier herrschte, durch den neuen Collegen einige Störungen erleiden dürfte.'' Er entschuldigt sich, sie mit solchen Mitteilungen zu langweilen. / Ausflüge mit seinem Frend Dr. Kaserer, abends in Neustift. / Er berichtet von seiner Lektüre ([Berthold] Auerbach). / Er erwartet ihren Brief. // ''31. August Abends. Leider erhielt ich gestern nicht den gehofften Brief, sondern erst heute'' […]. Es tut ihm leid, dass sie auf einen Brief warten musste, er hat ihn ''Son[n]tag Mittags in Wien am Graben zur Post gegeben'' […]. Er freut sich über ''Ihre mich so ganz befriedigenden Anschauungen über das Verhältnis der Gatten zum Streben u. zur Thätigkeit des Mannes im öffentlichen Leben.''