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==Diagnose==
 
==Diagnose==
''P. ulmifoliella'' gehört zu den ''Phyllonorycter''-Arten mit basalem weißen Längsstrich und daran anschließend einer vollständigen Querbinde. Ihr am ähnlichsten ist ''[[Phyllonorycter anderidae]]'', die ebenfalls an Birken miniert und anhand der Minen nicht sicher unterscheidbar ist. Die Raupen von ''P. ulmifoliella'' weisen einen typischen, orangefarbenen Fleck auf dem 6. Abdominalsegment auf, der den Raupen von ''P. anderidae'' fehlt. Der Thorax ist bei den Imagines von ''P. ulmifoliella'' einheitlich hellbraun, besitzt bei ''P. anderidae'' hingegen an den Seiten und in der Mitte eine weiße Längslinie.
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''P. ulmifoliella'' gehört zu den ''Phyllonorycter''-Arten mit basalem weißen Längsstrich und daran anschließend einer vollständigen Querbinde. Ihr am ähnlichsten ist ''[[Phyllonorycter anderidae]]'', die ebenfalls an Birken miniert und anhand der Minen nicht sicher unterscheidbar ist. Die Raupen von ''P. ulmifoliella'' weisen einen typischen, orangefarbenen Fleck auf dem 6. Abdominalsegment auf, der den Raupen von ''P. anderidae'' fehlt. Der Thorax ist bei den Imagines von ''P. ulmifoliella'' einheitlich hellbraun, besitzt bei ''P. anderidae'' hingegen an den Seiten und in der Mitte eine weiße Längslinie (Lepiforum 2025).
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''P. ulmifoliella'' ist im Land Salzburg weit verbreitet und aus allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Lungau]] bereits angegeben worden. Die Nachweise für die Zone IV (Zentralalpen) müssen allerdings überprüft werden und jene aus der [[Stadt Salzburg]] stammen erst aus dem Herbst 2011 und sind daher bei Embacher et al. (2011) noch nicht berücksichtigt. Die Höhenverbreitung ist bisher von 420 - 800 m Höhe dokumentiert ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2012). Die Art bewohnt Waldränder und Lichtungen, aber auch anthropogene Lebensräume (Gärten und Parks). ''P. ulmifoliella'' tritt in Salzburg höchstwahrscheinlich in zwei Generationen im Jahr auf. Nachweise von [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] datieren aus dem Juni, jene von Raupen vom Juli und Oktober ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2012).
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''P. ulmifoliella'' ist im Land Salzburg weit verbreitet und aus allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Lungau]] bereits angegeben worden (Embacher et al. 2024). Die Höhenverbreitung ist bisher von 420 bis 800 m Höhe dokumentiert ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Die Art bewohnt Waldränder und Lichtungen, aber auch anthropogene Lebensräume (Gärten und Parks). ''P. ulmifoliella'' tritt in Salzburg höchstwahrscheinlich in zwei Generationen im Jahr auf. Nachweise von [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] datieren aus dem März (aus der Zucht) und von Mai bis August, jene von Raupen vom Juli und Oktober ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025).
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==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
 
Über die Lebensweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg bisher nichts bekannt. Die Raupen leben in Faltenminen auf der Blattunterseite von Birken-Arten (in Salzburg an der Hängebirke, ''[[Betula pendula]]'', festgestellt). Sie fressen hier lebenslang und verpuppen sich auch in der Mine. Überwinterungsstadium ist die Puppe. Wegen der weiten Verbreitung der Art im Land, sowie wegen der geringen Bindung an einen bestimmten Lebensraumtyp ist die Art in Salzburg ungefährdet.
 
Über die Lebensweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg bisher nichts bekannt. Die Raupen leben in Faltenminen auf der Blattunterseite von Birken-Arten (in Salzburg an der Hängebirke, ''[[Betula pendula]]'', festgestellt). Sie fressen hier lebenslang und verpuppen sich auch in der Mine. Überwinterungsstadium ist die Puppe. Wegen der weiten Verbreitung der Art im Land, sowie wegen der geringen Bindung an einen bestimmten Lebensraumtyp ist die Art in Salzburg ungefährdet.