| | Bald nach seinem Dienstantritt in Mittersill reichte Dr. Riedler eine Bitte um eine Heiratsbewilligung ein. "Die Notwendigkeit einer eigenen Wirtschaft und Haushaltung in dieser unwirthsamen Gegend, die Unzulänglichkeit hiesiger Dienstleute einer Wirthschaft vorzustehen bestimmen mich eher zu diesem Entschluß".<ref>[[Brief vom 6. August 1804 aus Mittersill]]</ref> Mit seiner Bitte wurde er an die Polizeibehörde seines Wohnortes verwiesen, da er noch keinen eigenen Pensionsanspruch erworben hatte. Im Falle seines Ablebens hätte die Gerichtsgemeinde für den Lebensunterhalt von Gattin und Kindern aufzukommen gehabt, da die Braut Josepha Berhinger eine aus Innsbruck stammende "Stadtpflaster-Meisters-Tochter ohne Vermögen, und ohne Hoffnung ein solches zu erben war".<ref>SLA Gen. Kr. Kom. Mittersill Nr. 13 B 26.</ref> Am [[19. September]] 1814 fand die Hochzeit des 29-jährigen Dr. Riedler mit der 37-jährigen in Mittersill lebenden Josepha statt, die aber bereits sieben Monate später an Wassersucht verstarb.<ref>Mittersill, 1684–1841 Heiraten, 383; Mittersill, 1794–1846 Sterbefälle, 80.</ref> | | Bald nach seinem Dienstantritt in Mittersill reichte Dr. Riedler eine Bitte um eine Heiratsbewilligung ein. "Die Notwendigkeit einer eigenen Wirtschaft und Haushaltung in dieser unwirthsamen Gegend, die Unzulänglichkeit hiesiger Dienstleute einer Wirthschaft vorzustehen bestimmen mich eher zu diesem Entschluß".<ref>[[Brief vom 6. August 1804 aus Mittersill]]</ref> Mit seiner Bitte wurde er an die Polizeibehörde seines Wohnortes verwiesen, da er noch keinen eigenen Pensionsanspruch erworben hatte. Im Falle seines Ablebens hätte die Gerichtsgemeinde für den Lebensunterhalt von Gattin und Kindern aufzukommen gehabt, da die Braut Josepha Berhinger eine aus Innsbruck stammende "Stadtpflaster-Meisters-Tochter ohne Vermögen, und ohne Hoffnung ein solches zu erben war".<ref>SLA Gen. Kr. Kom. Mittersill Nr. 13 B 26.</ref> Am [[19. September]] 1814 fand die Hochzeit des 29-jährigen Dr. Riedler mit der 37-jährigen in Mittersill lebenden Josepha statt, die aber bereits sieben Monate später an Wassersucht verstarb.<ref>Mittersill, 1684–1841 Heiraten, 383; Mittersill, 1794–1846 Sterbefälle, 80.</ref> |
| | [[1816]] kam es zur Abtretung des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts Salzburg]] vom Königreich Bayern an das [[Kaisertum Österreich]] und ab [[1818]] wurde das Sanitätswesen nach österreichischer Form neu organisiert. Dr. Riedler fasste den Plan, im Frühjahr nach [[Wien]] zu reisen und sich dort eventuell nach einer neuen definitiven Anstellung umzusehen. Seinen Wünschen entgegen stand aber die Krankheit des Bezirksarztes Dr. [[Karl Pürstinger|Pürstinger]] in [[Zell am See]]. Dieser war nicht nur außerstande, die Physikats-Geschäfte von Mittersill zu übernehmen, sondern er konnte auch seine eigenen Funktionen nicht mehr wahrnehmen. Deswegen wurden dem Dr. Riedler im Winter 1818 auch noch die Agenden des Erkrankten übertragen. Erst Ende April war es dann so weit, dass Pürstinger erklärte, seinen ihm übertragenen Distriktsphysikats-Geschäften wieder vorstehen zu können. Die Formalien der Übergabe zogen sich wegen der weiten Entfernungen zwischen den verschiedenen Behörden noch hin. "Da aber der Kammerboth nur einmal in der Woche nach [[Pinzgau]] fährt", dauerte es noch bis Ende Mai, bis die Übergabe vollzogen und rückgemeldet war.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 150.</ref> | | [[1816]] kam es zur Abtretung des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts Salzburg]] vom Königreich Bayern an das [[Kaisertum Österreich]] und ab [[1818]] wurde das Sanitätswesen nach österreichischer Form neu organisiert. Dr. Riedler fasste den Plan, im Frühjahr nach [[Wien]] zu reisen und sich dort eventuell nach einer neuen definitiven Anstellung umzusehen. Seinen Wünschen entgegen stand aber die Krankheit des Bezirksarztes Dr. [[Karl Pürstinger|Pürstinger]] in [[Zell am See]]. Dieser war nicht nur außerstande, die Physikats-Geschäfte von Mittersill zu übernehmen, sondern er konnte auch seine eigenen Funktionen nicht mehr wahrnehmen. Deswegen wurden dem Dr. Riedler im Winter 1818 auch noch die Agenden des Erkrankten übertragen. Erst Ende April war es dann so weit, dass Pürstinger erklärte, seinen ihm übertragenen Distriktsphysikats-Geschäften wieder vorstehen zu können. Die Formalien der Übergabe zogen sich wegen der weiten Entfernungen zwischen den verschiedenen Behörden noch hin. "Da aber der Kammerboth nur einmal in der Woche nach [[Pinzgau]] fährt", dauerte es noch bis Ende Mai, bis die Übergabe vollzogen und rückgemeldet war.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 150.</ref> |