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| | *Fläche von 840 qkm | | *Fläche von 840 qkm |
| | *Einwohner: 101.926 Einwohner | | *Einwohner: 101.926 Einwohner |
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| | + | ==Begrenzung== |
| | + | Das Berchtesgadener Land umfasst das Gebiet der Berchtesgadener Alpen zwischne der [[Saalach]] im Westen und der Salzburg im Osten, dem [[Steinernes Meer|Steinernen Meer]] im Süden und de,m [[Untersberg]] im Osten. Südlich liegt der Nationalpark Berchtesgaden mit Zentrum [[Königssee]] unter dem 2.713 m hohen Watzmann. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Aufzeichnungen der Augustiner ist zu entnehmen, dass sie im [[11. Jahrhundert]] mit Rodungsarbeiten im Gebiet begannen. Die Stiftskirche von [[Berchtesgaden]] wurde [[1122]] geweiht. | | Aufzeichnungen der Augustiner ist zu entnehmen, dass sie im [[11. Jahrhundert]] mit Rodungsarbeiten im Gebiet begannen. Die Stiftskirche von [[Berchtesgaden]] wurde [[1122]] geweiht. |
| − | Bis ins Jahr [[12. Jahrhundert]] läßt sich auch die Geschichte rund ums Salz im Berchtesgadener Land zurück verfolgen. Damals wurden unterhalb des Götschenkopfes bei Markt Schellenberg erste Salzvorkommnisse entdeckt. Dort ist auch um [[1220]] die erste Saline zur Weiterverarbeitung entstanden, die bis [[1805]] betrieben wurde. Im Markt Berchtesgaden ist im Jahre [[1517]] mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollen mit dem [[Salzbergwerk Berchtesgaden|Salzabbau]] begonnen worden. Die hier erzeugte Sole wurde erst zur Saline nach Schellenberg, ab [[1555]] in die neu errichtete Saline Frauenreuth in Berchtesgaden (Gelände des heutigen Bahnhofes) geleitet. | + | |
| | + | Bis ins Jahr [[12. Jahrhundert]] lässt sich auch die Geschichte rund ums Salz im Berchtesgadener Land zurück verfolgen. Damals wurden unterhalb des Götschenkopfes bei Markt Schellenberg erste Salzvorkommnisse entdeckt. Dort ist auch um [[1220]] die erste Saline zur Weiterverarbeitung entstanden, die bis [[1805]] betrieben wurde. Im Markt Berchtesgaden ist im Jahre [[1517]] mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollen mit dem [[Salzbergwerk Berchtesgaden|Salzabbau]] begonnen worden. Die hier erzeugte Sole wurde erst zur Saline nach Schellenberg, ab [[1555]] in die neu errichtete Saline Frauenreuth in Berchtesgaden (Gelände des heutigen Bahnhofes) geleitet. |
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| | Die reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung brachten Reichtum und Wohlstand und die Ernennung von Berchtesgaden zur Fürstprobstei. Salz war es auch, dass mehrmals zu Kriegen mit [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] führte (u. a. zur Entmachtung von [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. Berchtesgaden stand von [[1393]] bis [[1404]] unter der Verwaltung von Salzburg. Erst mit der allgemeinen Säkularisation im Jahre [[1803]] wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden. [[1810]] kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Erst waren es Künstler, dann Alpinisten, bis schließlich der allgemeine Tourismus einsetzte, der auch heute noch dominiert. | | Die reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung brachten Reichtum und Wohlstand und die Ernennung von Berchtesgaden zur Fürstprobstei. Salz war es auch, dass mehrmals zu Kriegen mit [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] führte (u. a. zur Entmachtung von [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. Berchtesgaden stand von [[1393]] bis [[1404]] unter der Verwaltung von Salzburg. Erst mit der allgemeinen Säkularisation im Jahre [[1803]] wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden. [[1810]] kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Erst waren es Künstler, dann Alpinisten, bis schließlich der allgemeine Tourismus einsetzte, der auch heute noch dominiert. |
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| | Kugelmühlen stellten aus den Steinen der Berge des Untersbergmassivs allerlei her: so wurden natürlich die vom Wasser rund geschliffenen Kugeln als Munition für Geschütze verwendet, aber auch als Ballast für Schiffe auf den Weltmeeren fanden die Kugeln Verwendung. Oder für Kinder stellte man Murmeln her. | | Kugelmühlen stellten aus den Steinen der Berge des Untersbergmassivs allerlei her: so wurden natürlich die vom Wasser rund geschliffenen Kugeln als Munition für Geschütze verwendet, aber auch als Ballast für Schiffe auf den Weltmeeren fanden die Kugeln Verwendung. Oder für Kinder stellte man Murmeln her. |
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| − | Auf Bayerischer Seite wurden sie zum Beispiel in der Almbachklamm unterhalb der [[Wallfahrtskirche Maria Gern]] erzeugt, auf Österreichischer Seite z. B. in [[Fürstenbrunn]] - [[Glanegg]]. Über 100 Kugelmühlen soll es um [[1850]] noch im Raum Berchtesgaden gegeben haben. Betrieben wurden sie von Bergbauern, die während der Sommermonate für ihren Hof etwas Geld dazuverdienten wollten. | + | Auf Bayerischer Seite wurden sie zum Beispiel in der [[Almbachklamm]] unterhalb der [[Wallfahrtskirche Maria Gern]] erzeugt, auf österreichischer Seite z. B. in [[Fürstenbrunn]] - [[Glanegg]]. Über 100 Kugelmühlen soll es um [[1850]] noch im Raum Berchtesgaden gegeben haben. Betrieben wurden sie von Bergbauern, die während der Sommermonate für ihren Hof etwas Geld dazuverdienten wollten. |
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| | ==Sehenswürdigkeiten und Besichtigungsmöglichkeiten== | | ==Sehenswürdigkeiten und Besichtigungsmöglichkeiten== |
| − | * [[Königsee]] | + | * [[Königssee]] |
| | ** [[Sankt Bartholomä]] | | ** [[Sankt Bartholomä]] |
| | * [[Berchtesgaden]] | | * [[Berchtesgaden]] |
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| | * [[Thumsee]] bei [[Bad Reichenhall]] | | * [[Thumsee]] bei [[Bad Reichenhall]] |
| | * [[Kloster Höglwörth]], das zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehörte | | * [[Kloster Höglwörth]], das zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehörte |
| − | * Gletscherschliff bei Weißbach an der [[Deutsche Alpenstraße|Alpenstraße]] | + | * Gletscherschliff bei Weißbach an der [[Deutsche Alpenstraße|Deutschen Alpenstraße]] |
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| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |