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==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] sind meist am Morgen und gegen Abend aktiv (dokumentierte Flugaktivität zwischen und 6 und 7 Uhr MEZ, sowie zwischen 19 und 23 Uhr MEZ nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). Die Raupen fressen in charakteristischen Platzminen in den Blättern von Rosskastanie (''[[Aesculus hippocastanum]]''), wobei oft zahlreiche Minen im gleichen Blatt vorkommen können. Auch wenn die Art nach wie vor oft in Massen auftritt und dabei zweifellos die Rosskastanien empfindlich schädigt, haben sich die Befürchtungen hinsichtlich eines weiträumigen Absterbens der Kastanienbäume nicht bewahrheitet. Aus Salzburg fehlen zwar bisher entsprechende Daten, doch kennt man mittlerweile mehrere Fressfeinde der Raupen (Grabenweger et al. 2005), wie Kohlmeise (''[[Parus major]]''), Blaumeise (''[[Parus caeruleus]]''), Sumpf[[meise]] (''[[Parus palustris]]'') oder die südliche Eichenschrecke (''[[Meconema meridionale]]''). Letztere ist ebenfalls ein Neozoon und erst seit etwas mehr als 20 Jahren in Salzburg heimisch. Außerdem wurden bereits mehr als 15 verschiedene Parasiten aus den Gruppen der Erzwespen und Schlupfwespen gefunden (Baur 2005), die ebenfalls auf natürliche Weise mithelfen, den Bestand der Kastanienminiermotte zu regulieren. Als Nahrungskonkurrent zu den Raupen tritt auch in Salzburg ein parasitischer [[Pilz]] an den Blättern auf, der braune Blattflecken verursacht (''[[Guignardia aesculi]]''). Dabei kann das Absterben des Blattgewebes durch den Pilz auch zu einer empfindlichen Schädigung der Raupen führen. Der Bestand von ''Cameraria ohridella'' ist in Salzburg aber trotzdem ungefährdet.
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Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] sind meist am Morgen und gegen Abend aktiv (dokumentierte Flugaktivität zwischen und 6 und 7 Uhr MEZ, sowie zwischen 19 und 23 Uhr MEZ nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025, dazwischen Einzelfunde auch tagsüber). Die Raupen fressen in Salzburg in charakteristischen Platzminen in den Blättern von Rosskastanie (''[[Aesculus hippocastanum]]''), wobei oft zahlreiche Minen im gleichen Blatt vorkommen können. Auch wenn die Art nach wie vor oft in Massen auftritt und dabei zweifellos die Rosskastanien empfindlich schädigt, haben sich die Befürchtungen hinsichtlich eines weiträumigen Absterbens der Kastanienbäume nicht bewahrheitet. Aus Salzburg fehlen zwar bisher entsprechende Daten, doch kennt man mittlerweile mehrere Fressfeinde der Raupen (Grabenweger et al. 2005), wie Kohlmeise (''[[Parus major]]''), Blaumeise (''[[Parus caeruleus]]''), Sumpf[[meise]] (''[[Parus palustris]]'') oder die südliche Eichenschrecke (''[[Meconema meridionale]]''). Letztere ist ebenfalls ein Neozoon und erst seit etwas mehr als 25 Jahren in Salzburg heimisch. Außerdem wurden bereits mehr als 15 verschiedene Parasiten aus den Gruppen der Erzwespen und Schlupfwespen gefunden (Baur 2005), die ebenfalls auf natürliche Weise mithelfen, den Bestand der Kastanienminiermotte zu regulieren. Als Nahrungskonkurrent zu den Raupen tritt auch in Salzburg ein parasitischer [[Pilz]] an den Blättern auf, der braune Blattflecken verursacht (''[[Guignardia aesculi]]''). Dabei kann das Absterben des Blattgewebes durch den Pilz auch zu einer empfindlichen Schädigung der Raupen führen. Der Bestand von ''Cameraria ohridella'' ist in Salzburg aber trotzdem ungefährdet (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
    
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