| − | Schon vorher, [[1888]], hatte sie eine Vereinigung zum Kampf gegen die Sklaverei in Afrika gegründet. Diese wurde [[1894]] zur "Petrus-Claver-Sodalität für die afrikanischen Missionen". Sie eröffnete Druckereien zur Verbreitung religiöser Schriften in Afrika. Da kam ihr die ehemalige Papiermühle in Lengfelden gerade recht, in der sie eine moderne Druckerei einrichtete. Sie erkämpfte sich eine Drucker-Konzession. Die "Buchdrucker-Zeitung" hatte den Protest des Salzburger Abgeordneten Dr. Sylvester gegen die Erlangung der Konzession in vollen Wortlaut abgedruckt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=buz&datum=18981006&seite=1&zoom=33&query=%22Maria%2BTheresia%2BLed%C3%B3chowska%22&ref=anno-search ANNO], "Buchdrucker-Zeitung", Ausgabe vom 6. Oktober 1898</ref> und der Druck der Zeitschrift "Echo aus Afrika" lief an. Bis heute geben ihre Nachfolgerinnen diese Schriften in verschiedenen Sprachen heraus und versenden sie in alle Welt. | + | Schon vorher, [[1888]], hatte sie eine Vereinigung zum Kampf gegen die Sklaverei in Afrika gegründet. Diese wurde [[1894]] zur "Petrus-Claver-Sodalität für die afrikanischen Missionen". Sie eröffnete Druckereien zur Verbreitung religiöser Schriften in Afrika. Da kam ihr die ehemalige Papiermühle in Lengfelden gerade recht, in der sie eine moderne Druckerei einrichtete. Sie erkämpfte sich eine Drucker-Konzession. Die "Buchdrucker-Zeitung" hatte den Protest des Salzburger Abgeordneten Dr. [[Julius Sylvester]] gegen die Erlangung der Konzession in vollen Wortlaut abgedruckt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=buz&datum=18981006&seite=1&zoom=33&query=%22Maria%2BTheresia%2BLed%C3%B3chowska%22&ref=anno-search ANNO], "Buchdrucker-Zeitung", Ausgabe vom 6. Oktober 1898</ref> und der Druck der Zeitschrift "Echo aus Afrika" lief an. Bis heute geben ihre Nachfolgerinnen diese Schriften in verschiedenen Sprachen heraus und versenden sie in alle Welt. |
| | Sie verfasste eine Reihe von Dramen zur Bekämpfung der Sklaverei in Afrika, darunter "Zaida, das Negermädchen - Volksdrama in fünf Aufzügen", erschienen [[1899]]. Mit einer technisch hochmodernen Dia-Schau reiste die Gräfin durch halb Europa. | | Sie verfasste eine Reihe von Dramen zur Bekämpfung der Sklaverei in Afrika, darunter "Zaida, das Negermädchen - Volksdrama in fünf Aufzügen", erschienen [[1899]]. Mit einer technisch hochmodernen Dia-Schau reiste die Gräfin durch halb Europa. |
| | Ihr Einsatz für die Abschaffung der Sklaverei war in einer Welt, die von Männern beherrscht war, nicht immer einfach und es gab Anfeindungen. Ein Beispiel findet sich in einer Ausgabe [[1918]] der "[[Salzburger Wacht]]":<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180705&query=%22Maria+Theresia+Led%c3%b3chowska%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 5. Juli 1918, Seite 4</ref><blockquote>''Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen. | | Ihr Einsatz für die Abschaffung der Sklaverei war in einer Welt, die von Männern beherrscht war, nicht immer einfach und es gab Anfeindungen. Ein Beispiel findet sich in einer Ausgabe [[1918]] der "[[Salzburger Wacht]]":<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180705&query=%22Maria+Theresia+Led%c3%b3chowska%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 5. Juli 1918, Seite 4</ref><blockquote>''Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen. |
| − | ''Wir erhalten folgende Berichtigung: Im Namen und Vertretung der Frau Gräfin Maria Theresia Ledochowska ersuche ich hiemit unter Berufung auf § 19 Preßgesetz um Aufnahme der nachstehenden Berichtigung der in Nr. 140 Ihres Blattes vom 21. Juni I. J.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180621&seite=4&zoom=51 ANNO], hier nachzulesen</ref> unter der Aufschrift: "Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen und dafür Salzburger Familien die Wohnung künden" erschienene Notiz und zwar: Es ist unwahr, daß die Frau Gräfin Ledochowska das [[Borromäum]]sgebäude ([[Dreifaltigkeitsgasse]]) zum Zwecke, die afrikanischen Missionskinder in demselben unterzubringen, gekauft hat; wahr ist vielmehr, daß das Borromäum lediglich nur zur Errichtung einer internationalen Missionszentrale mit Druckerei, Buchhandlung, Museum u. dergl. Missions-Unternehmungen angekauft wurde. Es ist unwahr, daß der Vertreter des Josef Tschurtschenthaler den Beweis zu erbringen suchte, daß die Frau Gräfin nur einen Schaden von jährlich [[Krone|K]] 20.000 erleiden würde; wahr ist vielmehr, daß der genannte Vertreter einen solchen Schaden von jährlich K 80—100.000 behauptet und unter Beweis gestellt hat, den die Frau Gräfin jährlich erleiden würde, wenn sie nicht über das Borromäum verfügen könnte.— Unwahr ist, daß das Institut Tschurtschenthaler kein Oeffentlichkeitsrecht besitzt, wahr ist vielmehr, da0 der genannte Instituts-Inhaber die gewerbliche Befugnis zum Betriebe eines Erziehungsinstitutes besitzt und daß die ganze Angelegenheit überhaupt nur den Institutsinhaber Tschurtschenthaler und nicht die Frau Gräfin Ledochowska angeht.— Für die Aufnahme dieser Zeilen im voraus dankend, zeichne achtungsvoll Robert Huber.</blockquote> | + | ''Wir erhalten folgende Berichtigung: Im Namen und Vertretung der Frau Gräfin Maria Theresia Ledochowska ersuche ich hiemit unter Berufung auf § 19 Preßgesetz um Aufnahme der nachstehenden Berichtigung der in Nr. 140 Ihres Blattes vom 21. Juni I. J.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180621&seite=4&zoom=51 ANNO], hier nachzulesen</ref> unter der Aufschrift: "Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen und dafür Salzburger Familien die Wohnung künden" erschienene Notiz und zwar: Es ist unwahr, daß die Frau Gräfin Ledochowska das [[Borromäum]]sgebäude ([[Dreifaltigkeitsgasse]]) zum Zwecke, die afrikanischen Missionskinder in demselben unterzubringen, gekauft hat; wahr ist vielmehr, daß das Borromäum lediglich nur zur Errichtung einer internationalen Missionszentrale mit Druckerei, Buchhandlung, Museum u. dergl. Missions-Unternehmungen angekauft wurde. Es ist unwahr, daß der Vertreter des Josef Tschurtschenthaler den Beweis zu erbringen suchte, daß die Frau Gräfin nur einen Schaden von jährlich [[Krone|K]] 20.000 erleiden würde; wahr ist vielmehr, daß der genannte Vertreter einen solchen Schaden von jährlich K 80—100.000 behauptet und unter Beweis gestellt hat, den die Frau Gräfin jährlich erleiden würde, wenn sie nicht über das Borromäum verfügen könnte.— Unwahr ist, daß das Institut Tschurtschenthaler kein Oeffentlichkeitsrecht besitzt, wahr ist vielmehr, daß der genannte Instituts-Inhaber die gewerbliche Befugnis zum Betriebe eines Erziehungsinstitutes besitzt und daß die ganze Angelegenheit überhaupt nur den Institutsinhaber Tschurtschenthaler und nicht die Frau Gräfin Ledochowska angeht.— Für die Aufnahme dieser Zeilen im voraus dankend, zeichne achtungsvoll Robert Huber.</blockquote> |
| | Ihr Motto lautete: "Immer heiter, Gott hilft weiter!"<ref name="Swisscath">[https://www.swiss-cath.ch/artikel/immer-heiter-gott-hilft-weiter www.swiss-cath.ch], abgefragt am 24. November 2024</ref> | | Ihr Motto lautete: "Immer heiter, Gott hilft weiter!"<ref name="Swisscath">[https://www.swiss-cath.ch/artikel/immer-heiter-gott-hilft-weiter www.swiss-cath.ch], abgefragt am 24. November 2024</ref> |