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Nach seiner Wahl zeigte die Wahlkapitulation des [[Domkapitel]]s vom [[25. Februar]] [[1587]] deutlich das Bestreben der [[Domherren]], dass sie ihre Einflussnahme in die wichtigsten Zweige der Verwaltung und auf die Regierung stärken wollten. Zwar unterschrieb Wolf Dietrich dieses Dokument, nahm aber in der Hofratsordnung vom [[17. August]] [[1588]] den Domherren das Recht, im [[Hofrat]] mitzuwirken und anwesend zu sein. Damit legte er den Grundstein zum lebenslang anhaltenden Streit mit dem Domkapitel. Ein weiteres Kapitel im Leben des Fürsterzbischofs war das Zerwürfnis mit dem [[Bischof von Chiemsee]] [[Sebastian Cattaneo]]. Bereits einen Monat nach seiner Wahl zum Fürsterzbischof erließ Wolf Dietrich von Raitenau am [[16. November]] [[1587]] (s)eine [[Getränkesteuer|Umgeld]]ordnung. [[1585]] verkaufte er Salzburger Besitzungen in der [[Steiermark]]. Unter dem späteren Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] kam es dann zu teilweisen Rückkäufen.
 
Nach seiner Wahl zeigte die Wahlkapitulation des [[Domkapitel]]s vom [[25. Februar]] [[1587]] deutlich das Bestreben der [[Domherren]], dass sie ihre Einflussnahme in die wichtigsten Zweige der Verwaltung und auf die Regierung stärken wollten. Zwar unterschrieb Wolf Dietrich dieses Dokument, nahm aber in der Hofratsordnung vom [[17. August]] [[1588]] den Domherren das Recht, im [[Hofrat]] mitzuwirken und anwesend zu sein. Damit legte er den Grundstein zum lebenslang anhaltenden Streit mit dem Domkapitel. Ein weiteres Kapitel im Leben des Fürsterzbischofs war das Zerwürfnis mit dem [[Bischof von Chiemsee]] [[Sebastian Cattaneo]]. Bereits einen Monat nach seiner Wahl zum Fürsterzbischof erließ Wolf Dietrich von Raitenau am [[16. November]] [[1587]] (s)eine [[Getränkesteuer|Umgeld]]ordnung. [[1585]] verkaufte er Salzburger Besitzungen in der [[Steiermark]]. Unter dem späteren Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] kam es dann zu teilweisen Rückkäufen.
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[[1588]] begann er mit der Umgestaltung der [[Residenz]]stadt Salzburg zur [[Barock]]<nowiki>stadt</nowiki>. Wolf Dietrich sah im Umbau des spät[[mittelalter]]lichen Salzburg in eine [[Residenz]]stadt im Sinne der Spät[[renaissance]] als eine seiner zentralen Aufgaben.<ref>Quelle [[Georg Seunig]] im Begleitbuch zur Salzburger Landesausstellung, Seite 196</ref> Nach dem Abbruch von Adels- und Bürgerhäusern im selben Jahr begann er mit dem Bau der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]]. Weitere Neu- und Umbauten, die in den nächsten Jahren folgten betrafen die [[Alte Residenz]], die [[Kapitelhäuser]] [[Dompropstei]], [[Kapitelhaus]], [[Domherrenhaus Firmian-Salm]] und die [[Domdechantei]].
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[[1588]] begann er mit der Umgestaltung der [[Residenz]]stadt Salzburg zur [[Barock]]<nowiki>stadt</nowiki>. Wolf Dietrich sah im Umbau des spät[[mittelalter]]lichen Salzburg in eine [[Residenz]]stadt im Sinne der Spät[[renaissance]] als eine seiner zentralen Aufgaben.<ref>Quelle [[Georg Seunig]] im Begleitbuch zur Salzburger Landesausstellung, Seite 196</ref> Nach dem Abbruch von Adels- und Bürgerhäusern im selben Jahr begann er mit dem Bau der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]]. Weitere Neu- und Umbauten, die in den nächsten Jahren folgten betrafen die [[Alte Residenz]], die [[Kapitelhäuser]] [[Dompropstei]], [[Kapitelhaus in der Salzburger Altstadt|Kapitelhaus]], [[Domherrenhaus Firmian-Salm]] und die [[Domdechantei]].
    
Während seiner Regierungszeit wurde [[1595]] der Umbau der [[Alte Residenz|Residenz]] und [[1606]] der Bau von [[Schloss Altenau]], von seinem Nachfolger in [[Schloss Mirabell]] umbenannt, in Angriff genommen. Das Schloss war der Sommersitz für seine ihn stets begleitende und von der Bevölkerung hoch geschätzte Lebensgefährtin [[Salome Alt]], die ihm 15 Kinder gebar. Salome Alt bezog 1606 Gebäude in der [[Dietrichsruh]], von wo aus sie einen direkten Zugang zu den Fürstenzimmern in der Residenz hatte.  
 
Während seiner Regierungszeit wurde [[1595]] der Umbau der [[Alte Residenz|Residenz]] und [[1606]] der Bau von [[Schloss Altenau]], von seinem Nachfolger in [[Schloss Mirabell]] umbenannt, in Angriff genommen. Das Schloss war der Sommersitz für seine ihn stets begleitende und von der Bevölkerung hoch geschätzte Lebensgefährtin [[Salome Alt]], die ihm 15 Kinder gebar. Salome Alt bezog 1606 Gebäude in der [[Dietrichsruh]], von wo aus sie einen direkten Zugang zu den Fürstenzimmern in der Residenz hatte.