| − | '''Taleporia politella''' (''Talaeporia politella'' Ochsenheimer, 1816) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. | + | '''Taleporia politella''' (''Psyche politella'' Ochsenheimer, 1816: 200) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. |
| | + | Die Männchen sind einfarbig mattgolden ohne jede Gitterung auf den Vorderflügeln. Zeichnungslose Exemplare von ''[[Taleporia tubulosa]]'', die gelegentlich gefunden werden, sind dagegen silbergrau (Zeller-Lukashort et al. 1994, Kurz & Embacher 2018). Die Säcke beider Arten können nicht mit Sicherheit voneinander unterschieden werden. |
| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | In der Salzburger Landessammlung am [[Haus der Natur]] befindet sich ein stark beschädigtes, auf Grund der einfarbig goldenen Flügelfarbe aber eindeutig zu ''T. politella'' gehörendes Männchen, das gemäß Etikett von Fritz Mairhuber am 7.4.1970 in der [[Stadt Salzburg]] gefangen worden ist (Zone Ia nach Embacher et al. 2011). Der Fundort liegt vermutlich unter 550 m Höhe ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013), ist jedoch nicht genau bekannt. Da ''T. politella'' in Salzburg vermutlich aber nicht bodenständig ist, handelt es sich dabei entweder um ein verschlepptes Exemplar (wie bei Embacher et al. 2011 angenommen) oder auch um ein fehlerhaft etikettiertes Tier, das südlich der Alpen gefangen worden ist. Leider dürfte die Sachlage nicht mehr zu klären sein, da sonst keine weiteren Informationen zum Fund vorliegen. Eine zweite fragliche Angabe für ''T. politella'' aus dem [[Kleinarltal]] beim [[Jägersee]] (Zeller et al. 1994), die auf einem zeichnungslosen, aber silbergrauen Männchen beruhte, wird heute als abberative ''[[Taleporia tubulosa]]'' angesehen, da eine Nachsuche am Fundort ausschießlich zu ''[[Taleporia tubulosa]]'' gehörende Tiere mit mehr oder weniger deutlicher Zeichnung ergab. ''T. politella'' ist in ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet jedenfalls eine Art trockenwarmer Lebensräume, welche in Salzburg, zumindest heute, fast vollständig fehlen. Wie bei der verwandten ''[[Taleporia tubulosa]]'' entwickelt sich nur eine Generation im Jahr. | + | In der Salzburger Landessammlung am [[Haus der Natur]] befindet sich ein stark beschädigtes, auf Grund der einfarbig goldenen Flügelfarbe aber eindeutig zu ''T. politella'' gehörendes Männchen, das gemäß Etikett von Fritz Mairhuber am 7.4.1970 in der [[Stadt Salzburg]] gefangen worden ist (Zone Ia nach Embacher et al. 2011). Der Fundort liegt vermutlich unter 550 m Höhe ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013), ist jedoch nicht genau bekannt. Da ''T. politella'' in Salzburg aber nicht bodenständig ist, handelt es sich dabei entweder um ein verschlepptes Exemplar (wie bei Embacher et al. 2011 angenommen) oder auch um ein fehlerhaft etikettiertes Tier, das südlich der Alpen gefangen worden ist (Kurz & Embacher 2018). Leider dürfte die Sachlage nicht mehr zu klären sein, da sonst keine weiteren Informationen zum Fund vorliegen. Eine zweite fragliche Angabe für ''T. politella'' aus dem [[Kleinarltal]] beim [[Jägersee]] (Zeller-Lukashort et al. 1994), die auf einem zeichnungslosen, aber silbergrauen Männchen beruhte, wird heute als abberative ''[[Taleporia tubulosa]]'' angesehen, da eine Nachsuche am Fundort ausschießlich zu ''[[Taleporia tubulosa]]'' gehörende Tiere mit mehr oder weniger deutlicher Zeichnung ergab. ''T. politella'' ist in ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet jedenfalls eine Art trockenwarmer Lebensräume, welche in Salzburg, zumindest heute, fast vollständig fehlen. Wie bei der verwandten ''[[Taleporia tubulosa]]'' entwickelt sich nur eine Generation im Jahr. |