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| − | [[Datei:2090001 waidhofen ybbs.jpg|thumb|Schmalspur-Diesellok 2090 001 der [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]], eine Lok mit GEBUS-Antrieb]] | + | [[Bild:Hallein (Gedenktafel Moritz Gelineks am Kornsteinplatz) 21.07.2007.JPG|thumb|Gedenktafel am Geburtshaus von Moriz Gelineks am Kornsteinplatz]] |
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| | Dipl.-Ing. '''Moriz Gelinek''' (* [[30. April]] [[1887]] in [[Hallein]]; † [[24. Jänner]] [[1979]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Eisenbahn-Pionier und Unternehmer. | | Dipl.-Ing. '''Moriz Gelinek''' (* [[30. April]] [[1887]] in [[Hallein]]; † [[24. Jänner]] [[1979]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Eisenbahn-Pionier und Unternehmer. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | [[Bild:Hallein (Gedenktafel Moritz Gelineks am Kornsteinplatz) 21.07.2007.JPG|thumb|Gedenktafel am Geburtshaus von Moriz Gelineks am Kornsteinplatz]] | + | Moriz Gelinek wurde im Gasthof Alte Post in Hallein als Sohn des Moritz Gelinek (* [[1851]]; † [[17. Mai]] [[1928]]), Inspektor der österreichischen Bundesbahnen, und der Katharina, geborene Hayder, geboren.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280518&query=%22Moriz+Gelinek%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 18. Mai 1928, Seite 12</ref> |
| − | Moriz Gelinek wurde im [[Gasthof Alte Post]] in Hallein geboren. Er maturierte [[1906]] in Villach und studierte anschließend in Graz.
| + | Er maturierte [[1906]] in Villach und studierte anschließend in Graz. |
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| | + | Als Diplomingenieur fand er [[1913]] im Außenbüro der Motorenfabrik Langen & Wolff Arbeit. Er wurde ein versierter Techniker und Erfinder. Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] war er mit der Entwicklung von benzin- und dieselelektrischer Kraftübertragung bei Lokomotiven beschäftigt. Nebenbei war er als Fahrlehrer in der ersten Salzburger Fahrschule tätig. [[1920]]/[[1921|21]] baute er seine erste Lokomotive, die im Torfwerk [[Lamprechtshausen]]-[[Bürmoos]] zum Einsatz kam. Es folgten Lokomotiven für Waldbahnen, Kohlengruben und andere Einsatzgebiete. |
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| − | Als Diplomingenieur fand er [[1913]] im Außenbüro der Motorenfabrik ''Langen & Wolff'' Arbeit. Er wurde ein versierter Techniker und Erfinder. Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] war er mit der Entwicklung von benzin- und dieselelektrischer Kraftübertragung bei Lokomotiven beschäftigt. Nebenbei war er als Fahrlehrer in der ersten Salzburger Fahrschule tätig. [[1920]]/[[1921|21]] baute er seine erste Lokomotive, die im Torfwerk [[Lamprechtshausen]]-[[Bürmoos]] zum Einsatz kam. Es folgten Lokomotiven für Waldbahnen, Kohlengruben und andere Einsatzgebiete.
| + | [[1923]] gründete Gelinek die "Ing. Gellinek & Co OHG". Aus den Anfangsbuchstaben der Gesellschafter ''GE''linek, Adolf ''BU''chleitner und Franz Strizek wurde der Name der Lokomotiven abgeleitet: ''[[GEBUS|GeBuS]]''. Sein erstes Patent betraf [[1924]] dieselelektrische Kraftübertragung, mit deren Hilfe der "Fliegende Hamburger" mit einer Geschwindigkeit bis zu 160 km/h gebaut wurde. |
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| − | [[1923]] gründete Gelinek die ''Ing. Gellinek & Co OHG''. Aus den Anfangsbuchstaben der Gesellschafter ''GE''linek, Adolf ''BU''chleitner und Franz Strizek wurde der Name der Lokomotiven abgeleitet: ''GeBuS''. Sein erstes Patent betraf [[1924]] dieselelektrische Kraftübertragung, mit deren Hilfe der "Fliegende Hamburger" mit einer Geschwindigkeit bis zu 160 km/h gebaut wurde. | + | [[Datei:2090001 waidhofen ybbs.jpg|thumb|Schmalspur-Diesellok 2090 001 der [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]], eine Lok mit GEBUS-Antrieb]] |
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| − | Nach Liquidierung seiner Salzburger Firma gründete Gelinek mit Ing. Otto Judtmann in [[Wien]] die Firma ''Ing. Gelinek & Ing. O. Judtmann''. Man verlegte sich auf die Ausgabe von Lizenzen und überließ den Bau von Lokomotiven weitgehend anderen Firmen. Das bekannteste Patent von Gelinek betraf die "GEBUS-Lokomotiven". [[1931]] war sein System bereits in 13 europäischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika durch Patente geschützt. [[1947]] verlegte Gelinek den Firmensitz wieder nach Salzburg und eröffnete eine Werkstätte in der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] 40. Der Standort Wien blieb jedoch bestehen. [[1956]] wurde der Standort in Salzburg geschlossen, [[1961]] ging die Firma in Konkurs und wurde [[1965]] liquidiert. | + | Nach Liquidierung seiner Salzburger Firma gründete Gelinek mit Ing. Otto Judtmann in [[Wien]] die Firma "Ing. Gelinek & Ing. O. Judtmann". Man verlegte sich auf die Ausgabe von Lizenzen und überließ den Bau von Lokomotiven weitgehend anderen Firmen. Das bekannteste Patent von Gelinek betraf die "GEBUS-Lokomotiven". [[1931]] war sein System bereits in 13 europäischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika durch Patente geschützt. [[1947]] verlegte Gelinek den Firmensitz wieder nach Salzburg und eröffnete eine Werkstätte in der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] 40. Der Standort Wien blieb jedoch bestehen. [[1956]] wurde der Standort in Salzburg geschlossen, [[1961]] ging die Firma in Konkurs und wurde [[1965]] liquidiert. |
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| − | Gelinek war seit [[1919]] mit seiner Frau Elsa verheiratet. Der Ehe entsprangen zwei Töchter. <!--Ehefrau Marie, geborene Mühlberger, Postoffizialin, (* [[1893]];† [[3. Oktober]] [[1927]])??--> | + | Gelinek war seit [[1919]] mit seiner Frau Elsa, geborene Dümler, verheiratet. Der Ehe entsprangen zwei Töchter. <!--Ehefrau Marie, geborene Mühlberger, Postoffizialin, (* [[1893]];† [[3. Oktober]] [[1927]])??--> |
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| | == Ehrungen == | | == Ehrungen == |
| − | Zu seinem 90. Geburtstag, im Jahr [[1977]], wurde Gelinek mit dem ''Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich'' ausgezeichnet. | + | Zu seinem 90. Geburtstag, im Jahr [[1977]], wurde Gelinek mit dem "Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" ausgezeichnet. |
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| | Nach seinem Tod wurde an seinem Geburtshaus eine Erinnerungstafel angebracht. | | Nach seinem Tod wurde an seinem Geburtshaus eine Erinnerungstafel angebracht. |
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| | ==Literatur== | | ==Literatur== |
| − | * ''Moriz Gelinek. Leben und Werk.'' Salzburger Portraits - [[Schriftenreihe des Landespressebüros|Schriftenreihe des Salzburger Landespressebüros]]. Salzburg 1996 | + | * "Moriz Gelinek. Leben und Werk." Salzburger Portraits - [[Schriftenreihe des Landespressebüros|Schriftenreihe des Salzburger Landespressebüros]]. Salzburg 1996 |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * [http://www.schmalspur-europa.at/schmalsp_28.htm [[Franz Straka]] und [[Markus Müller]]: ''Moriz Gelinek und das System "GEBUS"'' auf www.schmalspur-europa.at] | + | * [http://www.schmalspur-europa.at/schmalsp_28.htm www.schmalspur-europa.at], Franz Straka und Markus Müller: ''Moriz Gelinek und das System "GEBUS"'' |
| − | * Dr. [[Georg Schwamberger|Schwamberger, Georg]]: '' Halleiner Biographien''. Halleiner Geschichtsblätter 4. Stadtgemeinde Hallein 1985. | + | * Dr. [[Georg Schwamberger|Schwamberger, Georg]]: ''Halleiner Biographien''. Halleiner Geschichtsblätter 4. Stadtgemeinde Hallein 1985. |
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