Änderungen

22 Bytes hinzugefügt ,  09:42, 29. Dez. 2024
Zeile 2: Zeile 2:     
==Diagnose==
 
==Diagnose==
Die Imagines sind sehr ähnlich jenen von ''[[Psyche crassiorella]]''. Die Hinterflügel der Männchen von ''P. casta'' sind allerdings in der Farbe gleich den Vorderflügeln, während sie bei ''P. crassiorella'' geringfügig heller sind. Die Säcke sind regelmäßiger gebaut als jene von ''[[Proutia comitella]]'' und weniger robust als jene von ''P. crassiorella''.
+
Die Imagines sind sehr ähnlich jenen von ''[[Psyche crassiorella]]''. Die Hinterflügel der Männchen von ''P. casta'' sind allerdings in der Farbe gleich den Vorderflügeln, während sie bei ''P. crassiorella'' geringfügig heller sind. Die Säcke sind regelmäßiger gebaut als jene von ''[[Anaproutia comitella|Proutia comitella]]'' und weniger robust als jene von ''P. crassiorella''.
    
Volkstümlicher Name: Kleiner Rauch-Sackträger.
 
Volkstümlicher Name: Kleiner Rauch-Sackträger.
 +
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
''P. casta'' ist die vermutlich am weitesten verbreitete und häufigste [[Psychidae]]-Art in Salzburg. Sie ist aus allen Landesteilen bereits nachgewiesen worden ([[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2024), auch wenn die Funde in den Gebirgsregionen Salzburgs eher spärlich sind. Das liegt aber nicht nur an der generell schlechteren Erforschung dieser Landesteile, sondern auch an der relativ geringen Höhenverbreitung von ''P. casta'', die nur von rund 390 bis 1350 m dokumentiert ist ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Bezüglich des Lebensraumes ist die Art nicht sonderlich wählerisch, sofern er nur einigermaßen sonnig ist. Meist ist sie an den Rändern verschiedenster Waldtypen anzutreffen, aber selbst auf Hochmooren, Schlagfluren und Wiesen in Waldnähe kann sie gefunden werden. Mit Brennholz wird sie oft in Siedlungsräume verschleppt und vermag selbst in abwechslungsreichen Gärten und an Mauern zu überleben. Darüber hinaus ist sie häufig auch in Felsbiotopen anzutreffen, besonders auf basischem Grund (Karbonatgestein). ''P. casta'' tritt in Salzburg in nur einer Generation im Jahr auf. Die [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] schlüpfen von Ende Mai bis Anfang Juli. 2 bis 3 Wochen später schlüpfen bereits die kleinen Räupchen aus dem Ei. Sie überwintern klein und sind bis Mai erwachsen. Die Puppenruhe dauert bei den Weibchen nur rund 10 Tage, bei den Männchen bis zu 3 Wochen.
 
''P. casta'' ist die vermutlich am weitesten verbreitete und häufigste [[Psychidae]]-Art in Salzburg. Sie ist aus allen Landesteilen bereits nachgewiesen worden ([[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2024), auch wenn die Funde in den Gebirgsregionen Salzburgs eher spärlich sind. Das liegt aber nicht nur an der generell schlechteren Erforschung dieser Landesteile, sondern auch an der relativ geringen Höhenverbreitung von ''P. casta'', die nur von rund 390 bis 1350 m dokumentiert ist ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Bezüglich des Lebensraumes ist die Art nicht sonderlich wählerisch, sofern er nur einigermaßen sonnig ist. Meist ist sie an den Rändern verschiedenster Waldtypen anzutreffen, aber selbst auf Hochmooren, Schlagfluren und Wiesen in Waldnähe kann sie gefunden werden. Mit Brennholz wird sie oft in Siedlungsräume verschleppt und vermag selbst in abwechslungsreichen Gärten und an Mauern zu überleben. Darüber hinaus ist sie häufig auch in Felsbiotopen anzutreffen, besonders auf basischem Grund (Karbonatgestein). ''P. casta'' tritt in Salzburg in nur einer Generation im Jahr auf. Die [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] schlüpfen von Ende Mai bis Anfang Juli. 2 bis 3 Wochen später schlüpfen bereits die kleinen Räupchen aus dem Ei. Sie überwintern klein und sind bis Mai erwachsen. Die Puppenruhe dauert bei den Weibchen nur rund 10 Tage, bei den Männchen bis zu 3 Wochen.