Änderungen

119 Bytes hinzugefügt ,  14:30, 26. Mär. 2012
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 8: Zeile 8:  
| Politischer Bezirk: || [[Pongau|St. Johann/Pg.]] (<tt>JO</tt>)
 
| Politischer Bezirk: || [[Pongau|St. Johann/Pg.]] (<tt>JO</tt>)
 
|- bgcolor="#ffffff"
 
|- bgcolor="#ffffff"
| Fläche: || 56.84 km²
+
| Fläche: || 56,84 km²
 
|- bgcolor="#ffffff"
 
|- bgcolor="#ffffff"
 
| Geografische Koordinaten: ||  47°19'44" N <br /> 13°09'13" O
 
| Geografische Koordinaten: ||  47°19'44" N <br /> 13°09'13" O
Zeile 71: Zeile 71:  
{{googlemapsort|5621+Sankt+Veit+im+Pongau+Markt+12}}
 
{{googlemapsort|5621+Sankt+Veit+im+Pongau+Markt+12}}
 
[[Bild:KircheSanktVeit1.jpg|thumb|Pfarrkirche und Marktplatz in St. Veit im Pongau]]
 
[[Bild:KircheSanktVeit1.jpg|thumb|Pfarrkirche und Marktplatz in St. Veit im Pongau]]
'''St. Veit im Pongau''' ist eine Marktgemeinde [[Kurort|Luftkurort]] im [[Pongau]].
+
'''Sankt Veit im Pongau''' ist eine Marktgemeinde und [[Kurort|Luftkurort]] im [[Pongau]].
    
== Geografie ==
 
== Geografie ==
Zeile 96: Zeile 96:  
Bereits in der frühen [[Bronzezeit]] bestand eine Siedlung am Klinglberg wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der [[Salzach]] bis in die Nähe von [[Salzburg]] transportiert hat.
 
Bereits in der frühen [[Bronzezeit]] bestand eine Siedlung am Klinglberg wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der [[Salzach]] bis in die Nähe von [[Salzburg]] transportiert hat.
   −
In der jüngeren [[Eisenzeit]], zirka 450 bis 15 v. Chr. war St. Veit von den [[Kelten]] besiedelt. Zwischen [[800]] und [[1100]] entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] Gebhard aus dem Jahre [[1074]]  wurde der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen [[Pongau]]es und wurde [[1244]] an das [[Salzburger Domkapitel]] übertragen. Seit [[1807]] ist St. Veit wieder eine selbständige Pfarre.
+
In der jüngeren [[Eisenzeit]], zirka 450 bis 15 v. Chr. war Sankt Veit im Pongau von den [[Kelten]] besiedelt. Zwischen [[800]] und [[1100]] entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Gebhard]] aus dem Jahre [[1074]]  wurde der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. Sankt Veit im Pongau war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen [[Pongau]]es und wurde [[1244]] an das [[Salzburger Domkapitel]] übertragen. Seit [[1807]] ist Sankt Veit im Pongau wieder eine selbständige Pfarre.
    
Im [[Mittelalter|Spätmittelalter]] wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. [[1284]] erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde [[1425]] schriftlich festgelegt.
 
Im [[Mittelalter|Spätmittelalter]] wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. [[1284]] erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde [[1425]] schriftlich festgelegt.
   −
Der Pongau war das Zentrum der [[Protestantismus|Protestanten]] in Salzburg. Im Jahre [[1731]] mußten 3100 evangelische Christen das Gebiet [[Goldegg]] und St. Veit verlassen. Beim Marktbrand [[1863]] wurde der Großteil des Ortes ein Raub der Flammen.  
+
Der Pongau war das Zentrum der [[Protestantismus|Protestanten]] in Salzburg. Im Jahre [[1731]] mussten 3&nbsp;100 evangelische Christen das Gebiet [[Goldegg]] und Sankt Veit im Pongau verlassen. Beim Marktbrand [[1863]] wurde der Großteil des Ortes ein Raub der Flammen.  
   −
Am [[21. Februar]] [[1989]] wurde St. Veit zum ersten "Heilklimatischen Kurort" des Landes Salzburg ernannt.
+
Am [[21. Februar]] [[1989]] wurde Sankt Veit im Pongau zum ersten "Heilklimatischen Kurort" des Landes Salzburg ernannt.
 
<noinclude>
 
<noinclude>
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
=== Theater ===
 
=== Theater ===
 
====Theatergruppe St. Veit====
 
====Theatergruppe St. Veit====
Bei der Verleihung des [[Ferdinand-Eberherr-Preis]]es 2009, einem Theaterpreis der [[Salzburger Nachrichten]], errang die Theatergruppe St. Veit den dritten Platz für für eine freie Bearbeitung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Daniela Gnoycke.
+
Bei der Verleihung des [[Ferdinand-Eberherr-Preis]]es 2009, einem Theaterpreis der [[Salzburger Nachrichten]], errang die Theatergruppe Sankt Veit im Pongau den dritten Platz für für eine freie Bearbeitung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Daniela Gnoycke.
    
=== Museen ===
 
=== Museen ===
 
====Seelackenmuseum====
 
====Seelackenmuseum====
 
:''Hauptartikel: [[Seelackenmuseum]]''
 
:''Hauptartikel: [[Seelackenmuseum]]''
Das Seelackenmuseum befindet sich im Kurpark der Gemeinde St. Veit im Pongau und besteht derzeit aus dem Wallnerbauernhaus, der Seelackenmühle und dem Unterrainberg-Troadkasten.
+
Das Seelackenmuseum befindet sich im Kurpark der Gemeinde Sankt Veit im Pongau und besteht derzeit aus dem Wallnerbauernhaus, der Seelackenmühle und dem Unterrainberg-Troadkasten.
 
=== Musik ===
 
=== Musik ===
 
*Trachtenmusikkapelle
 
*Trachtenmusikkapelle
Zeile 119: Zeile 119:  
====Klosteranlage "Maria im Paradies"====
 
====Klosteranlage "Maria im Paradies"====
 
: ''Hauptartikel: [[Maria im Paradies]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Maria im Paradies]]''
"Maria im Paradies" ist ein Kloster der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau.
+
"Maria im Paradies" ist ein Kloster der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in Sankt Veit im Pongau.
 +
 
 
====Pfarrkirche====
 
====Pfarrkirche====
 
Die erste Kirche wurde im [[Romanik|romanischen]] Stil in den Jahren zwischen [[850]] und [[950]] gebaut. Sie fiel dem großen Marktbrand im Jahre [[1334]] zum Opfer und wurde anschließend wieder neu errichtet. Die Kirche erhielt einen 42 Meter hohen Turm. In den folgenden Jahren wurden Vergrößerungen und Umbauten vorgenommen. Anstatt der ehemaligen einschiffigen Kirche entstand um [[1400]] eine vierschiffige, [[Gotik|gotische]] Basilika die dem hl. Vitus geweiht wurde. Der achteckige Taufstein stammt aus der Zeit um [[1500]] und ist aus rotem Marmor gefertigt. Sehenswert in der Kirche ist die ehemalige "alte Sakristei" sowie die aus dem [[14. Jahrhundert|14.]] und [[17. Jahrhundert]] stammenden Fresken.
 
Die erste Kirche wurde im [[Romanik|romanischen]] Stil in den Jahren zwischen [[850]] und [[950]] gebaut. Sie fiel dem großen Marktbrand im Jahre [[1334]] zum Opfer und wurde anschließend wieder neu errichtet. Die Kirche erhielt einen 42 Meter hohen Turm. In den folgenden Jahren wurden Vergrößerungen und Umbauten vorgenommen. Anstatt der ehemaligen einschiffigen Kirche entstand um [[1400]] eine vierschiffige, [[Gotik|gotische]] Basilika die dem hl. Vitus geweiht wurde. Der achteckige Taufstein stammt aus der Zeit um [[1500]] und ist aus rotem Marmor gefertigt. Sehenswert in der Kirche ist die ehemalige "alte Sakristei" sowie die aus dem [[14. Jahrhundert|14.]] und [[17. Jahrhundert]] stammenden Fresken.
Zeile 126: Zeile 127:  
====Schaubergwerk Sunnpau====
 
====Schaubergwerk Sunnpau====
 
: ''Hauptartikel: [[Schaubergwerk Sunnpau]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Schaubergwerk Sunnpau]]''
Grabungen [[1985]] bis [[1989]] haben am Klinglberg bei St. Veit eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1.850 v. Chr. nachgewiesen. Im [[Bergbau]]betrieb, der um [[1800]] aufgelassen wurde, fand man das Grab eines 1.100 bis 1.000 v. Chr. im Berg bestatteten Mannes mit Skelettteilen und Grabbeigaben. Dieses Grab wurde im Berg wieder nachgebaut, die Originalfundstücke sind im Seelackenmuseum zu sehen. Auch zwei graphitierte Schmelztiegel aus der "Großen Halle" (der oberste Teil im Bergwerk) sind dort ausgestellt.
+
Grabungen [[1985]] bis [[1989]] haben am Klinglberg bei Sankt Veit im Pongau eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1.850 v. Chr. nachgewiesen. Im [[Bergbau]]betrieb, der um [[1800]] aufgelassen wurde, fand man das Grab eines 1&nbsp;100 bis 1&nbsp;000 v. Chr. im Berg bestatteten Mannes mit Skelettteilen und Grabbeigaben. Dieses Grab wurde im Berg wieder nachgebaut, die Originalfundstücke sind im Seelackenmuseum zu sehen. Auch zwei graphitierte Schmelztiegel aus der "Großen Halle" (der oberste Teil im Bergwerk) sind dort ausgestellt.
    
====Naturschutzgebiet „Paarseen-Schuhflicker-Heukareck“====
 
====Naturschutzgebiet „Paarseen-Schuhflicker-Heukareck“====
Zeile 164: Zeile 165:  
<!--== Sonstiges ==-->
 
<!--== Sonstiges ==-->
 
==Quellen==
 
==Quellen==
*Homepage der Gemeinde St. Veit im Pongau
+
*Homepage der Gemeinde Sankt Veit im Pongau
 
*Salzburger Nachrichten
 
*Salzburger Nachrichten
 
*Statistik Austria
 
*Statistik Austria
Zeile 178: Zeile 179:     
[[Kategorie:Pongau]]
 
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Sankt Veit im Pongau]]
+
[[Kategorie:Sankt Veit im Pongau|!]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Ort]]
 
[[Kategorie:Ort]]