| − | Trotz der Seltenheit der Tiere ist die Biologie vergleichsweise bereits recht gut untersucht. Die Raupen leben an Baumstämmen in Bodennähe, wo sie die an der Rinde wachsenden Algen und Flechten abweiden. Zur Verpuppung spinnen sie ihren Sack dann an den Baumstämmen (besonders jenen von Tannen, Kiefern und Fichten, selten auch von Buchen) in einer Höhe zwischen rund 10 cm und 1,3 m an. Die Weibchen schlüpfen am frühen Morgen (zwischen 5 und 7 Uhr MEZ) und beginnen sofort danach mit dem Anlocken der Männchen. Diese fliegen niedrig über dem Boden, gegen den Wind an, wobei sie den Duftstoffen des Weibchens folgen. Der Anflug der Männchen wurde um 6:40 Uhr bzw. 7:10 Uhr MEZ beobachtet, unmittelbar darauf erfolgt die Kopula. Anschließend beginnt das Weibchen sofort mit der Eibablage, die wie bei allen Psychiden in den eigenen Sack erfolgt und sich über den ganzen Tag erstrecken kann. Männchen und Weibchen sterben kurz darauf, unbefruchtete Weibchen können aber 4-7 Tage überleben. Rund einen Monat nach der Ablage der Eier schlüpfen die kleinen Räupchen und bauen ihren ersten Sack, womit der Kreislauf von neuem beginnt. Der Parasitierungsgrad der Raupen ist nicht sehr hoch. Bisher konnten nur zwei Weibchen einer ''Diadegma''-Art (Familie Ichneumonidae, Schlupfwespen) erhalten werden, wobei diese Schlupfwespen vermutlich nicht nur spezifisch an ''S. talagovensis'' parasitieren, sondern auch andere kleine Sackträger befallen. | + | Trotz der Seltenheit der Tiere ist die Biologie vergleichsweise bereits recht gut untersucht. Die Raupen leben an Baumstämmen in Bodennähe, wo sie die an der Rinde wachsenden Algen und Flechten abweiden. Zur Verpuppung spinnen sie ihren Sack dann an den Baumstämmen (besonders jenen von Tannen, Kiefern und Fichten, selten auch von Buchen) in einer Höhe zwischen rund 10 cm und 1,3 m an. Die Weibchen schlüpfen am frühen Morgen (zwischen 5 und 7 Uhr MEZ) und beginnen sofort danach mit dem Anlocken der Männchen. Diese fliegen niedrig über dem Boden, gegen den Wind an, wobei sie den Duftstoffen des Weibchens folgen. Der Anflug der Männchen wurde um 6:40 Uhr bzw. 7:10 Uhr MEZ beobachtet, unmittelbar darauf erfolgt die Kopula. Anschließend beginnt das Weibchen sofort mit der Eibablage, die wie bei allen Psychiden in den eigenen Sack erfolgt und sich über den ganzen Tag erstrecken kann. Männchen und Weibchen sterben kurz darauf, unbefruchtete Weibchen können aber 4-7 Tage überleben. Rund einen Monat nach der Ablage der Eier schlüpfen die kleinen Räupchen und bauen ihren ersten Sack, womit der Kreislauf von neuem beginnt. Der Parasitierungsgrad der Raupen ist nicht sehr hoch. Bisher konnten nur zwei Weibchen einer ''Diadegma''-Art (Familie Ichneumonidae, Schlupfwespen) erhalten werden, wobei diese Schlupfwespen vermutlich nicht nur spezifisch an ''D. talagovensis'' parasitieren, sondern auch andere kleine Sackträger befallen. |
| − | ''S. talagovensis'' gehört zu den seltensten Schmetterlingen im Land Salzburg und ist an allen bekannten Standorten vom Aussterben bedroht (Einstufung CR nach Embacher et al. 2024). | + | ''D. talagovensis'' gehört zu den seltensten Schmetterlingen im Land Salzburg und ist an allen bekannten Standorten vom Aussterben bedroht (Einstufung CR nach Embacher et al. 2024). |