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| | == Eltern == | | == Eltern == |
| | Eduard Warwitz wurde einen Tag nach seiner Geburt in der [[Pfarrkirche Ebenau]] getauft.<ref>Taufbuch [der Pfarre Ebenau] Band IV 1882–1915, p. 22, URL: [https://data.matricula- | | Eduard Warwitz wurde einen Tag nach seiner Geburt in der [[Pfarrkirche Ebenau]] getauft.<ref>Taufbuch [der Pfarre Ebenau] Band IV 1882–1915, p. 22, URL: [https://data.matricula- |
| − | online.eu/de/oesterreich/salzburg/ebenau/TFBIV/?pg=24 data.matricula- | + | online.eu/de/oesterreich/salzburg/ebenau/TFBIV/?pg=24 data.matricula-online.eu]</ref>. Seine Eltern Eduard senior und Anna, geborene Huber, stammten beide aus dem [[Bezirk Braunau am Inn|Bezirk Braunau]] in [[Oberösterreich]]. Sie betrieben seit Ende des [[19. Jahrhundert]]s ein Wirtshaus in Ebenau, den Hammerwirt bzw. Karnerwirt. Darüber hinaus war sein Vater als Bauunternehmer in der Region tätig, der wiederholt Schotterlieferungen für den Bau von Landesstraßen im [[Flachgau]] lieferte. [[1894]] erwarben die Eltern Schottergründe in der [[Gemeinde Gnigl]]. Die verkauften sie aber bald darauf an die [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Die Familie besaß auch eine [[Quellen im Land Salzburg|Quelle]] auf dem [[Heuberg (Stadt Salzburg)|Heuberg]], die ebenfalls in den Besitz der Stadtgemeinde überging. [[1906]] verkauften Eduard senior und Anna Warwitz das Gasthaus und die dazu gehörige Landwirtschaft in Ebenau und übersiedelten nach Salzburg. |
| − | online.eu]</ref>. Seine Eltern Eduard senior und Anna, geborene Huber, stammten beide aus dem [[Bezirk Braunau am Inn|Bezirk Braunau]] in [[Oberösterreich]]. Sie betrieben seit Ende des [[19. Jahrhundert]]s ein Wirtshaus in Ebenau, den Hammerwirt bzw. Karnerwirt. Darüber hinaus war sein Vater als Bauunternehmer in der Region tätig, der wiederholt Schotterlieferungen für den Bau von Landesstraßen im [[Flachgau]] lieferte. [[1894]] erwarben die Eltern Schottergründe in der [[Gemeinde Gnigl]]. Die verkauften sie aber bald darauf an die [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Die Familie besaß auch eine [[Quellen im Land Salzburg|Quelle]] auf dem [[Heuberg (Stadt Salzburg)|Heuberg]], die ebenfalls in den Besitz der Stadtgemeinde überging. [[1906]] verkauften Eduard senior und Anna Warwitz das Gasthaus und die dazu gehörige Landwirtschaft in Ebenau und übersiedelten nach Salzburg. | |
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| | == Warwitz als Industrieller == | | == Warwitz als Industrieller == |
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| | Geschäftsführer und Fabriksdirektor Rudolf Hans Titz im Alter von 44 Jahren gestorben, der seit [[1924]] für die Firma Warwitz tätig und entscheidend für den geschäftlichen Erfolg | | Geschäftsführer und Fabriksdirektor Rudolf Hans Titz im Alter von 44 Jahren gestorben, der seit [[1924]] für die Firma Warwitz tätig und entscheidend für den geschäftlichen Erfolg |
| | verantwortlich war. Am [[21. März]] [[1933]] meldeten die Salzburger Zeitungen schließlich den Konkurs der Firma "Holz- und Ziegelindustrie-Werke Eduard Warwitz". Zum Masseverwalter wurde der Salzburger Rechtsanwalt Dr. [[Robert Lippert]] bestellt, der auch die öffentliche Versteigerung etlicher Mobilien, darunter ein Personenauto der Marke "Praga-Alfa", am [[2. November]] desselben Jahres leitete. Im September [[1934]] folgte die Löschung der Firma aus dem Handelsregister. An der auf 500.000,- Schilling geschätzten Immobilie selbst schien zunächst niemand interessiert zu sein. Eine Versteigerung, die auf Betreiben des Masseverwalters für den [[2. April]] [[1936]] anberaumt worden war, wurde mangels Bietern nicht durchgeführ. Im Sommer 1936 war auf dem Firmengelände eine Kunstdüngerfabrik eingemietet, gegen die die Anrainer wegen der Geruchsbelästigung protestierten. Das Wohnhaus der Familie Warwitz mit Postadresse [[Schillinghofstraße]], kaufte im Frühjahr [[1937]] der Gnigler Baustoffhändler Karl Hannak. | | verantwortlich war. Am [[21. März]] [[1933]] meldeten die Salzburger Zeitungen schließlich den Konkurs der Firma "Holz- und Ziegelindustrie-Werke Eduard Warwitz". Zum Masseverwalter wurde der Salzburger Rechtsanwalt Dr. [[Robert Lippert]] bestellt, der auch die öffentliche Versteigerung etlicher Mobilien, darunter ein Personenauto der Marke "Praga-Alfa", am [[2. November]] desselben Jahres leitete. Im September [[1934]] folgte die Löschung der Firma aus dem Handelsregister. An der auf 500.000,- Schilling geschätzten Immobilie selbst schien zunächst niemand interessiert zu sein. Eine Versteigerung, die auf Betreiben des Masseverwalters für den [[2. April]] [[1936]] anberaumt worden war, wurde mangels Bietern nicht durchgeführ. Im Sommer 1936 war auf dem Firmengelände eine Kunstdüngerfabrik eingemietet, gegen die die Anrainer wegen der Geruchsbelästigung protestierten. Das Wohnhaus der Familie Warwitz mit Postadresse [[Schillinghofstraße]], kaufte im Frühjahr [[1937]] der Gnigler Baustoffhändler Karl Hannak. |
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| | + | == Privatleben == |
| | + | Im Mai 1920 gaben Eduard Warwitz und die aus Bozen in Südtirol stammende Anna Ebner ihre Verlobung bekannt. Die Hochzeit fand am [[18. Oktober]] 1920 in Bozen statt. Aus der Ehe gingen drei Söhne und |
| | + | eine Tochter hervor (Eduard, Walter, Helmut und Tochter Anya). Kurz vor der Hochzeit, am [[11. September]] 1920, suchte Eduard Warwitz um das Heimatrecht der Gemeinde Gnigl an, das ihm mit Beschluss vom [[15. September]] verliehen wurde und im Zuge der Eingemeindung 1935 auf die Stadt Salzburg überging. |
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| | + | Am [[28. August]] [[1919]] war seine Mutter verstorben, am [[31. Mai]] [[1924]] starb sein Vater. Und nur wenige Monate später erlag der Bruder Matthias, der in der Firma von Eduard Warwitz tätig war und sich im Kaiserschützenbund engagiert hatte, an den Folgen eines Motorradunfalls. |
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| | + | Über die politische Einstellung und das Verhalten von Eduard Warwitz in der [[NS-Zeit]] sind keine Informationen vorhanden. Auch eine NSDAP-Mitgliedskarte ist nicht erhalten, jedoch bestätigten sowohl er als auch seine Frau Anna nach [[1945]] selbst ihre Parteimitgliedschaft. |
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| | + | Über sein weiteres berufliches Leben ist nichts bekannt. Eduard Warwitz erwarb gemeinsam mit seiner Frau Anna im April [[1954]] eine Wohnung im Haus [[Stelzhamerstraße]] 4/I33. Er starb am 9. September 1973 in der Stadt Salzburg, seine Frau Anna am [[24. Oktober]] [[1993]]. |
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| | == Quelle == | | == Quelle == |
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| | == Einzelnachweis == | | == Einzelnachweis == |
| | <references/> | | <references/> |
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| | + | {{SORTIERUNG: Warwitz, Eduard}} |
| | + | [[Kategorie:Person]] |
| | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| | + | [[Kategorie:Wirtschaftstreibender]] |
| | + | [[Kategorie:Unternehmer]] |
| | + | [[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]] |
| | + | [[Kategorie:Industrieller]] |
| | + | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] |
| | + | [[Kategorie:Flachgau]] |
| | + | [[Kategorie:Ebenau]] |
| | + | [[Kategorie:Gnigl]] |
| | + | [[Kategorie:Geboren 1885]] |
| | + | [[Kategorie:Gestorben 1973]] |