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Ihr Einsatz für die Abschaffung der Sklaverei war in einer Welt, die von Männern beherrscht war, nicht immer einfach und es gab Anfeindungen. Ein Beispiel findet sich in einer Ausgabe [[1918]] der "[[Salzburger Wacht]]":<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180705&query=%22Maria+Theresia+Led%c3%b3chowska%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 5. Juli 1918, Seite 4</ref><blockquote>''Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen.
 
Ihr Einsatz für die Abschaffung der Sklaverei war in einer Welt, die von Männern beherrscht war, nicht immer einfach und es gab Anfeindungen. Ein Beispiel findet sich in einer Ausgabe [[1918]] der "[[Salzburger Wacht]]":<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180705&query=%22Maria+Theresia+Led%c3%b3chowska%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 5. Juli 1918, Seite 4</ref><blockquote>''Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen.
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''Wir erhalten folgende Berichtigung: Im Namen und Vertretung der Frau Gräfin Maria Theresia Ledochowska ersuche ich hiemit unter Berufung auf § 19 Preßgesetz um Aufnahme der nachstehenden Berichtigung der in Nr. 140 Ihres Blattes vom 21. Juni I. J.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180621&seite=4&zoom=51 ANNO], hier nachzulesen</ref> unter der Aufschrift: "Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen und dafür Salzburger Familien die Wohnung künden" er­schienene Notiz und zwar: Es ist unwahr, daß die Frau Gräfin Ledochowska das Borromäusgebäude ([[Dreifaltigkeitsgasse]]) zum Zwecke, die afrikanischen Missionskinder in demselben unterzubringen, gekauft hat; wahr ist vielmehr, daß das Borromäum lediglich nur zur Errichtung einer internationalen Missionszentrale mit Druckerei, Buchhandlung, Museum u. dergl. Missions-Un­ternehmungen angekauft wurde. Es ist unwahr, daß der Vertreter des Josef Tschurtschenthaler den Beweis zu er­bringen suchte, daß die Frau Gräfin nur einen Schaden von jährlich [[Krone|K]] 20.000 erleiden würde; wahr ist vielmehr, daß der genannte Vertreter einen solchen Schaden von jährlich K 80—100.000 behauptet und unter Beweis gestellt hat, den die Frau Gräfin jährlich erleiden würde, wenn sie nicht über das Borromäum verfügen könnte.— Unwahr ist, daß das Institut Tschurtschenthaler kein Oeffentlichkeitsrecht besitzt, wahr ist vielmehr, da0 der genannte Instituts-Inhaber die gewerbliche Befugnis zum Betriebe eines Er­ziehungsinstitutes besitzt und daß die ganze Angelegenheit überhaupt nur den Institutsinhaber Tschurtschenthaler und nicht die Frau Gräfin Ledochowska angeht.— Für die Auf­nahme dieser Zeilen im voraus dankend, zeichne achtungsvoll Robert Huber.</blockquote>
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''Wir erhalten folgende Berichtigung: Im Namen und Vertretung der Frau Gräfin Maria Theresia Ledochowska ersuche ich hiemit unter Berufung auf § 19 Preßgesetz um Aufnahme der nachstehenden Berichtigung der in Nr. 140 Ihres Blattes vom 21. Juni I. J.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19180621&seite=4&zoom=51 ANNO], hier nachzulesen</ref> unter der Aufschrift: "Eine Fromme will Negerkinder nach Salzburg bringen und dafür Salzburger Familien die Wohnung künden" er­schienene Notiz und zwar: Es ist unwahr, daß die Frau Gräfin Ledochowska das [[Borromäum]]sgebäude ([[Dreifaltigkeitsgasse]]) zum Zwecke, die afrikanischen Missionskinder in demselben unterzubringen, gekauft hat; wahr ist vielmehr, daß das Borromäum lediglich nur zur Errichtung einer internationalen Missionszentrale mit Druckerei, Buchhandlung, Museum u. dergl. Missions-Un­ternehmungen angekauft wurde. Es ist unwahr, daß der Vertreter des Josef Tschurtschenthaler den Beweis zu er­bringen suchte, daß die Frau Gräfin nur einen Schaden von jährlich [[Krone|K]] 20.000 erleiden würde; wahr ist vielmehr, daß der genannte Vertreter einen solchen Schaden von jährlich K 80—100.000 behauptet und unter Beweis gestellt hat, den die Frau Gräfin jährlich erleiden würde, wenn sie nicht über das Borromäum verfügen könnte.— Unwahr ist, daß das Institut Tschurtschenthaler kein Oeffentlichkeitsrecht besitzt, wahr ist vielmehr, da0 der genannte Instituts-Inhaber die gewerbliche Befugnis zum Betriebe eines Er­ziehungsinstitutes besitzt und daß die ganze Angelegenheit überhaupt nur den Institutsinhaber Tschurtschenthaler und nicht die Frau Gräfin Ledochowska angeht.— Für die Auf­nahme dieser Zeilen im voraus dankend, zeichne achtungsvoll Robert Huber.</blockquote>
    
[[1975]] wurde Maria Theresia Ledóchowska von Papst Paul VI am Missionssonntag selig gesprochen.
 
[[1975]] wurde Maria Theresia Ledóchowska von Papst Paul VI am Missionssonntag selig gesprochen.