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[[Datei:Parapuzosia seppenradensis-NHM-Wien close-up.jpg|miniatur|Riesenammonit der [[Glossar Biologie#A|Spezies]] ''Parapuzosia seppenradensis'' (Naturhistorisches Museum in Wien), zweitgrößter je in Österreich gefundener Ammonit]]<!--https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Parapuzosia_seppenradensis-NHM-Wien_close-up.jpg-->
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[[Datei:Parapuzosia seppenradensis-NHM-Wien close-up.jpg|miniatur|Riesenammonit der Spezies ''Parapuzosia seppenradensis'' (Naturhistorisches Museum in Wien), zweitgrößter je in Österreich gefundener Ammonit]]<!--https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Parapuzosia_seppenradensis-NHM-Wien_close-up.jpg-->
 
Der '''Riese vom Pass Gschütt''' ist der zweitgrößte in Österreich gefundene [[Versteinerungen|versteinerte]] [[Ammonit]].  
 
Der '''Riese vom Pass Gschütt''' ist der zweitgrößte in Österreich gefundene [[Versteinerungen|versteinerte]] [[Ammonit]].  
    
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Es ist das größte jemals in der Region [[Pass Gschütt]] gefundene [[Fossil]]. Der Ammonit wurde [[1971]] beim Bau einer [[Forststraße]] auf die [[Zwieselalm]] gefunden und zunächst im Original in Wien im Naturhistorischen Museum ausgestellt.  
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Der Ammonit der [[Glossar Biologie#A|Spezies]] ''Parapuzosia seppenradensis'' ist das größte jemals in der Region [[Pass Gschütt]] gefundene [[Fossil]] und der zweitgrößte Ammonit Österreichs. Er hat einen Durchmesser von 95 cm und ein Gewicht von 180 kg.  
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== Ausstellung in Rußbach ==
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Der größte Ammonit stammt vom [[Untersberg]] und ist im [[Haus der Natur]] in der [[Stadt Salzburg]] zu sehen.
Im Gemeindehaus von [[Rußbach am Paß Gschütt]] wurde von [[Tourismusverband Rußbach am Paß Gschütt|Tourismusverbands]]-Obmann Norbert Höll und [[Professor]] Fritz Seewald die Fossilienschau [[Fossilienkabinett Steinreich Rußbach|Steinreich]] eingerichtet. Prof. Seewald hat veranlasst, dass eine Kopie des Fundes gezeigt werden kann. Der Ammonit hat einen Durchmesser von 95 cm und ein Gewicht von 180 kg. Der größte Ammonit war am [[Untersberg]] gefunden worden und ist im [[Haus der Natur]] in der [[Stadt Salzburg]] zu sehen.
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== Auffindung und Bergung ==
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Beim Bau einer [[Forststraße]] auf die [[Zwieselalm]] war bei dem "Finstergrabenwandl" in der Gemeinde [[Gosau]] eine Sandsteinbank gesprengt worden, die das Gosautal von der [[Schattau]] auf der [[Land Salzburg (Bundesland)|Salzburger]] Seite bis über den Gosauschmied hinaus durchquert. Diese Sandsteinbank erwies sich als überaus reich an Fossilien. Experten des Naturhistorischen Museums Wien führten im Jahr [[1971]] eine Grabungskampagne durch. Der Riseammonit wurde in der Wand in einer Höhe von acht Metern entdeckt. Hammer und Meißel richteten im harten Sandstein wenig aus; daher musste die [[Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg |Wildbachverbauung]] mit einem Kompressor und einem Schrämhammer anrücken. Am Seil hängend legten die Forscher von oben her einen etwa fünf Meter tiefen Schacht bis zu dem Fossil. Das größte Einzelstück wog 63 Kilo und wurde auf dem Rücken mit Seilhilfe zuerst hinaufgehievt und dann seitlich heruntergetragen.
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Der Grabungsleiter von einst, der Paläontologe Herbert Summesberger vom Naturhistorischen Museum Wien, war extra nach Rußbach gekommen. Er erinnerte sich, dass der Ammonit in acht Metern Höhe entdeckt wurde. Hammer und Meißel richteten im harten Sandstein wenig aus. Daher musste die [[Wildbachverbauung]] mit einem Kompressor und einem Schrämhammer anrücken.  
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Die insgesamt etwa 500 (!) Einzelteile des Fossils wurden in dreimonatiger Arbeit wieder zusammengesetzt.
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Die Forscher setzten das Fossil aus insgesamt etwa 500 (!) Einzelteilen in dreimonatiger Arbeit wieder zusammen.
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== Ausstellung in Rußbach ==
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Der "Riese" war zunächst im Original in Wien im Naturhistorischen Museum ausgestellt. Im Gemeindehaus von [[Rußbach am Paß Gschütt]] wurde von [[Tourismusverband]]s-Obmann Norbert Höll und [[Professor]] Fritz Seewald die Fossilienschau [[Fossilienkabinett Steinreich Rußbach|Steinreich]] eingerichtet. Prof. Seewald hat veranlasst, dass eine Kopie des Fundes gezeigt werden kann. Herbert Summesberger war extra nach Rußbach gekommen.  
    
== Weitere Funde ==
 
== Weitere Funde ==