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[[Datei:Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg (Hofatelier Kosel).jpg|thumb|Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg, etwa 1914.]]
 
[[Datei:Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg (Hofatelier Kosel).jpg|thumb|Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg, etwa 1914.]]
Erzherzog '''{{PAGENAME}}''' (* [[18. Dezember]] [[1863]] in Graz; † [[28. Juni]] [[1914]] in Sarajevo, [[Serbien]]) war der österreichische Thronfolger, dessen Ermordung den [[Ersten Weltkrieg]] auslöste.
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Erzherzog '''Franz Ferdinand von Österreich-Este'' (* [[18. Dezember]] [[1863]] in Graz; † [[28. Juni]] [[1914]] in Sarajevo, [[Serbien]]) war der österreichische Thronfolger, dessen Ermordung den [[Ersten Weltkrieg]] auslöste.
    
==Leben==
 
==Leben==
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==Salzburg-Bezug==
 
==Salzburg-Bezug==
Der Thronfolger fuhr am [[14. Juli]] [[1899]] und am [[19. August]] [[1912]] mit der [[Gaisbergbahn]]. Am 19. August 1912 kam es dabei zu einem peinlichen Vorfall: Durch Nichtbeachten eines telefonischen Auftrags näherte sich zwischen den Stationen [[Judenbergalm|Judenbergalpe]] und [[Zistel|Zistelalpe]] ein talwärts fahrender Zug dem Hofzug, in dem sich der Thronfolger befand. Beide Züge mussten in Sichtweite anhalten und warten, bis die Lokomotive des zuvor talwärts fahrenden Zuges genügend Dampf hatte, um bis zur Ausweiche Zistelalpe zurückfahren zu können.
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Der Thronfolger fuhr am [[14. Juli]] [[1899]] und am [[19. August]] [[1912]] mit der [[Gaisbergbahn]]. Am 19. August 1912 kam es dabei zu einem peinlichen Vorfall: Durch Nichtbeachten eines telefonischen Auftrags näherte sich zwischen den Stationen [[Judenberg|Judenbergalpe]] und [[Zistel|Zistelalpe]] ein talwärts fahrender Zug dem Hofzug, in dem sich der Thronfolger befand. Beide Züge mussten in Sichtweite anhalten und warten, bis die Lokomotive des zuvor talwärts fahrenden Zuges genügend Dampf hatte, um bis zur Ausweiche Zistelalpe zurückfahren zu können.
    
Als sich Anfang des [[20. Jahrhundert]]s der Straßenverkehr in Salzburg durch die aufkommende Motorisierung steigerte, wurden zur Verbreiterung der Stadteinfahrt zahlreiche Stadttore, wie [[1894]] das [[Inneres Ostertor|Innere Ostertor]], abgerissen. Straßentunnels wie durch den [[Mönchsberg|Mönchs-]] und [[Kapuzinerberg]] wurden geplant. Man wollte beispielsweise vom [[Krauthügel]] zum [[Kapitelplatz]] einen Tunnel graben. Dafür hätte ein Teil des [[Friedhof von St. Peter|Friedhofs von St. Peter]] zerstört werden müssen. Diese Aktion konnte jedoch durch Intervention von Erzherzog Franz Ferdinand verhindert werden.
 
Als sich Anfang des [[20. Jahrhundert]]s der Straßenverkehr in Salzburg durch die aufkommende Motorisierung steigerte, wurden zur Verbreiterung der Stadteinfahrt zahlreiche Stadttore, wie [[1894]] das [[Inneres Ostertor|Innere Ostertor]], abgerissen. Straßentunnels wie durch den [[Mönchsberg|Mönchs-]] und [[Kapuzinerberg]] wurden geplant. Man wollte beispielsweise vom [[Krauthügel]] zum [[Kapitelplatz]] einen Tunnel graben. Dafür hätte ein Teil des [[Friedhof von St. Peter|Friedhofs von St. Peter]] zerstört werden müssen. Diese Aktion konnte jedoch durch Intervention von Erzherzog Franz Ferdinand verhindert werden.
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== Jagd ==
 
== Jagd ==
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Von [[1908]] bis [[1914]] war das [[Blühnbachtal]] in [[Werfen]] Jagdgebiet des Thronfolgers Franz Ferdinand. Er ließ das [[Schloss Blühnbach]] mehrfach umbauen. [[1909]] erwarb er das 14 000 Hektar große Jagdgebiet, das neben dem Blühnbachtal auch das angrenzende [[Bluntautal]] umfasste. Es seien einzelne Treibjagden überliefert, bei denen er 80 bis 100 Tiere abgeschossen habe. Die Schusslisten des Habsburgers sind angeblich vollständig erhalten. Diese Schusslisten ergeben, dass {{PAGENAME}} im Laufe seines Lebens 277 769 Stück Wild erlegt hatte (sowohl auf dem Boden der Monarchie als auch während seiner [Welt]Reisen).  
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Von [[1908]] bis [[1914]] war das [[Blühnbachtal]] in [[Werfen]] Jagdgebiet des Thronfolgers Franz Ferdinand. Er ließ das [[Schloss Blühnbach]] mehrfach umbauen. [[1909]] erwarb er das 14 000 Hektar große Jagdgebiet, das neben dem Blühnbachtal auch das angrenzende [[Bluntautal]] umfasste. Es seien einzelne Treibjagden überliefert, bei denen er 80 bis 100 Tiere abgeschossen habe. Die Schusslisten des Habsburgers sind angeblich vollständig erhalten. Diese Schusslisten ergeben, dass Franz Ferdinand im Laufe seines Lebens 277 769 Stück Wild erlegt hatte (sowohl auf dem Boden der Monarchie als auch während seiner [Welt]Reisen).  
    
=== Aberglaube ===
 
=== Aberglaube ===
Der Abschuss einer weißen Gams kündet Unglück an. Trotz eindringlicher Warnungen seiner Jäger erlegte {{PAGENAME}} am [[27. August]] [[1913]] in Begleitung seiner Frau von seinem Jagdstand aus in der Kammerjagd im Alpwinkel im Bluntaltal eine weiße Gams sowie 23 Gämsen. Im Jahr darauf wurde er Opfer des Attentats von Sarajevo und der Erste Weltkrieg brach aus.  
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Der Abschuss einer weißen Gams kündet Unglück an. Trotz eindringlicher Warnungen seiner Jäger erlegte Franz Ferdinand am [[27. August]] [[1913]] in Begleitung seiner Frau von seinem Jagdstand aus in der Kammerjagd im Alpwinkel im Bluntaltal eine weiße Gams sowie 23 Gämsen. Im Jahr darauf wurde er Opfer des Attentats von Sarajevo und der Erste Weltkrieg brach aus.  
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Der leidenschaftliche Jäger ließ 1907 vom Militär eine Straße vom [[Bluntautal]] in [[Golling]] auf die Jochalmen (unterhalb [[Torrener Joch]]) bauen, um besser in sein Jagdgebiet und zur Jagdhütte zu kommen. Der Einsatz des Militärs wurde mit ''strategischer Wichtigkeit'' argumentiert und hatte ob der nicht haltbaren Begründung politische Nachwirkungen. Vom "''Stoanernen Bankerl''" aus schoss Erzherzog Franz Ferdinand an einem Tag oft um die 100 Stück Wild.
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Der leidenschaftliche Jäger ließ 1907 vom Militär eine Straße vom [[Bluntautal]] in [[Golling]] auf die Jochalmen (unterhalb [[Torrener Joch]]) bauen, um besser in sein Jagdgebiet und zur Jagdhütte zu kommen. Der Einsatz des Militärs wurde mit "strategischer Wichtigkeit" argumentiert und hatte ob der nicht haltbaren Begründung politische Nachwirkungen. Vom "Stoanernen Bankerl" aus schoss Erzherzog Franz Ferdinand an einem Tag oft um die 100 Stück Wild.
    
=== Sage ===
 
=== Sage ===
Er wusste um die Sage vom Zlatorog, der weißen Gams mit dem goldenen Gehörn. Für Jäger war der Abschuss eines weißen Tieres ein Sakrileg. Wer das Geschöpf aus einer Laune heraus erlegt, stirbt selbst innerhalb eines Jahres eines unnatürlichen Todes, heißt es. Das hielt ihn nicht davon ab, das Tier – das im Übrigen im Salzburger [[Haus der Natur]] ausgestellt ist – zu schießen. Auf die Frage seiner Frau, warum er denn die weiße Gams geschossen habe, obwohl er doch wissen müsse, dass er damit seinen baldigen Tod heraufbeschworen habe, soll er gemäß den Aufzeichnungen in den Familienarchiven geantwortet haben: "''Na, wenn man sterben muss, stirbt man sowieso!''" Am 28. Juni 1914 waren Franz Ferdinand und seine Frau Sophie dem Attentat in Sarajevo zum Opfer gefallen. Anita Hohenberg (* 18. August 1958 auf Schloss Berg, [[Oberbayern]]) Urenkelin von Franz Ferdinand, hat sich mit Igor Friedrich Petkovic, [[Georg Winding]] vom Haus der Natur und anderen Autoren im Buch "Das Franz Ferdinand Prinzip. Warum der Erste Weltkrieg wirklich begann" auf Spurensuche begeben.
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Er wusste um die Sage vom Zlatorog, der weißen Gams mit dem goldenen Gehörn. Für Jäger war der Abschuss eines weißen Tieres ein Sakrileg. Wer das Geschöpf aus einer Laune heraus erlegt, stirbt selbst innerhalb eines Jahres eines unnatürlichen Todes, heißt es. Das hielt ihn nicht davon ab, das Tier – das im Übrigen im Salzburger [[Haus der Natur]] ausgestellt ist – zu schießen. Auf die Frage seiner Frau, warum er denn die weiße Gams geschossen habe, obwohl er doch wissen müsse, dass er damit seinen baldigen Tod heraufbeschworen habe, soll er gemäß den Aufzeichnungen in den Familienarchiven geantwortet haben: "Na, wenn man sterben muss, stirbt man sowieso!" Am 28. Juni 1914 waren Franz Ferdinand und seine Frau Sophie dem Attentat in Sarajevo zum Opfer gefallen. Anita Hohenberg (* 18. August 1958 auf Schloss Berg, [[Oberbayern]]) Urenkelin von Franz Ferdinand, hat sich mit Igor Friedrich Petkovic, [[Georg Winding]] vom Haus der Natur und anderen Autoren im Buch "Das Franz Ferdinand Prinzip. Warum der [[Erste Weltkrieg]] wirklich begann" auf Spurensuche begeben.
    
==Literatur==
 
==Literatur==
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== Weblink ==
 
== Weblink ==
* ''Die Bluttat von Sarajevo, ein Gedenkblatt'' in: (Neuigkeits) Welt Blatt am [[2. Juli]] [[1914]] von Seite 9 bis 15, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19140702&seite=9&zoom=33&query=%22bluehnbach%2Bkapelle%22~20&ref=anno-search ANNO]
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* "Die Bluttat von Sarajevo, ein Gedenkblatt" in: "(Neuigkeits) Welt Blatt" am [[2. Juli]] [[1914]] von Seite 9 bis 15, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19140702&seite=9&zoom=33&query=%22bluehnbach%2Bkapelle%22~20&ref=anno-search ANNO]
    
==Quellen==
 
==Quellen==
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[[Kategorie:Staatsperson]]
 
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[[Kategorie:Gestorben 1914]]