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==Vorkommen und Verbreitung==
 
==Vorkommen und Verbreitung==
 
Anfang des [[20. Jahrhundert]]s umfasste das Verbreitungsgebiet des Alpinen Steinschafes noch den gesamten [[Alpenhauptkamm]]. Doch bereits damals versuchte man diese bodenständige Rasse durch Einkreuzung von Böcken anderer Rassen zu verdrängen. Um [[1950]] war das Alpine Steinschaf noch in mehreren Alpenregionen stark präsent. In den 60er-Jahren wurde es vor allem in [[Oberösterreich]] ([[Salzkammergut]]) und im [[Bundesland Salzburg]] systematisch verdrängt, in dem Tiere dieser urtümlichen Rasse gezielt aufgekauft und der Schlachtung zugeführt wurden. Die triebigen Steinschafwidder verbannte man gezielt von den Gemeinschaftsalmen. Erst Ende der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts setzten in [[Bayern]] und in Österreich erste Erhaltungsbemühungen ein. Seit November [[1999]] züchtet man die Rasse Alpines Steinschaf wieder planmäßig.
 
Anfang des [[20. Jahrhundert]]s umfasste das Verbreitungsgebiet des Alpinen Steinschafes noch den gesamten [[Alpenhauptkamm]]. Doch bereits damals versuchte man diese bodenständige Rasse durch Einkreuzung von Böcken anderer Rassen zu verdrängen. Um [[1950]] war das Alpine Steinschaf noch in mehreren Alpenregionen stark präsent. In den 60er-Jahren wurde es vor allem in [[Oberösterreich]] ([[Salzkammergut]]) und im [[Bundesland Salzburg]] systematisch verdrängt, in dem Tiere dieser urtümlichen Rasse gezielt aufgekauft und der Schlachtung zugeführt wurden. Die triebigen Steinschafwidder verbannte man gezielt von den Gemeinschaftsalmen. Erst Ende der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts setzten in [[Bayern]] und in Österreich erste Erhaltungsbemühungen ein. Seit November [[1999]] züchtet man die Rasse Alpines Steinschaf wieder planmäßig.
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==Verwandtschaften und Zuchtgeschichte==.  
 
==Verwandtschaften und Zuchtgeschichte==.  
 
Das Krainer Steinschaf und das Alpine Steinschaf repräsentieren noch den Typus des alten mischwolligen, asaisonalen Steinschafes ohne Bergamaskereinkreuzung. Die Abstammung beider sehr ursprünglichen Hausschafrassen ist sehr alt und geht auf das Zaupelschaf, bzw. das [[Steinzeit|steinzeitliche Torfschaf]] zurück. Es handelt sich beim Alpinen Steinschaf und dem Krainer Steinschaf daher um die ältesten Hausschafrassen des [[Ostalpen]]raumes.
 
Das Krainer Steinschaf und das Alpine Steinschaf repräsentieren noch den Typus des alten mischwolligen, asaisonalen Steinschafes ohne Bergamaskereinkreuzung. Die Abstammung beider sehr ursprünglichen Hausschafrassen ist sehr alt und geht auf das Zaupelschaf, bzw. das [[Steinzeit|steinzeitliche Torfschaf]] zurück. Es handelt sich beim Alpinen Steinschaf und dem Krainer Steinschaf daher um die ältesten Hausschafrassen des [[Ostalpen]]raumes.
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==Eigenschaften==
 
==Eigenschaften==
 
Der Brunstzyklus des alpinen Steinschafes ist asaisonal. Mutterschafe haben meist zwei Lammungen jährlich und diese meist mit Zwillingsgeburten. Tiere dieser Rasse sind frühreif und ihre Erstzulassung erfolgt bereits mit sechs bis sieben Monaten. Die extrem triebigen Steinschafwidder sorgen für kurze Zwischenlammzeiten und hohe Fruchtbarkeit. Das Alpine Steinschaf ist sehr genügsam und Lämmer weisen bei reiner Grundfütterung gute Zuwachsleistungen auf. Die Tagesgewichtszunahmen liegen bei Schlachtlämmern um 200 bis 250 Gramm. Durch die [[Alm|Alpung]] können höhere Zuwachsleistungen erzielt werden.  
 
Der Brunstzyklus des alpinen Steinschafes ist asaisonal. Mutterschafe haben meist zwei Lammungen jährlich und diese meist mit Zwillingsgeburten. Tiere dieser Rasse sind frühreif und ihre Erstzulassung erfolgt bereits mit sechs bis sieben Monaten. Die extrem triebigen Steinschafwidder sorgen für kurze Zwischenlammzeiten und hohe Fruchtbarkeit. Das Alpine Steinschaf ist sehr genügsam und Lämmer weisen bei reiner Grundfütterung gute Zuwachsleistungen auf. Die Tagesgewichtszunahmen liegen bei Schlachtlämmern um 200 bis 250 Gramm. Durch die [[Alm|Alpung]] können höhere Zuwachsleistungen erzielt werden.  
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