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[[Datei:Kienbergwand261004e.jpg|thumb|Eröffnung des Kienbergwand-Tunnels zwischen Scharfling und Unterach im Jahr 2004 (Tunnelwestseite).]]
Der '''Kienbergwand-Tunnel''' ist ein 1,1 Kilometer langer Tunnel am Südostufer des [[Mondsee (See)|Mondsees]].
== Geografie ==
Der Kienbergwand-Tunnel ist ein Straßen- und Fahrradtunnel am Fuß der [[Kienbergwand]] in [[Oberburgau]] im Norden der Gemeinde [[St. Gilgen]]. Er verläuft einige Meter oberhalb des Seeniveaus des Mondsees parallel zu diesem.
Durch ihn verläuft die [[Kienbergwand Landesstraße]], die das Zentrum von St. Gilgen mit [[Unterach am Attersee]] in [[Oberösterreich]] verbindet. Über Unterach verläuft die Verbindung zu Unterburgau, das ebenfalls zur Gemeinde St. Gilgen gehört, sich jedoch am Südwestufer des [[Attersee]]s befindet.
== Geschichte ==
Die ehemalige Kienbergwandstraße verlief durch kurze Tunnel und über eine Halbbrücke entlang der steil abfallenden Kienbergwand.
Nachdem es von der Kienbergwand herab immer wieder Steinschlag gegeben hatte, musste die Kienbergwand Landesstraße 1999 für den Verkehr aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Der Tunnelanschlag für den 1 167 Meter langen Tunnel erfolgte im September [[2003]], nachdem sich die Landesregierungen von [[Salzburger Landesregierung|Salzburg]] und [[Oberösterreich]] im Jahr [[2002]] bei einer gemeinsamen Sitzung darauf verständigten, wie die von Steinschlägen und Felsstürzen stark beschädigte und für den Verkehr gesperrte Kienbergwand Landesstraße wieder befahrbar gemacht werden kann.
Festgelegt wurde eine Variante, bei der der Pkw- und Kleinbus-Verkehr vom Fußgänger-/Radfahrer-Verkehr bei der Tunnelstrecke komplett getrennt wird. Pkw und Kleinbusse sollen künftig im rund 900 Meter langen Tunnel durch den Berg fahren. Der Fußgänger/Radfahrer-Verkehr wird, soweit es möglich ist, in Halbtunnels entlang des Seeufers des Mondsees geführt werden. Die Kosten in Höhe von 21 Millionen Euro trugen zu je 50 Prozent die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg.
Der neue Tunnel wurde dann am [[7. Dezember]] [[2004]] eröffnet.
== Bildergalerie ==
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Datei:Mondsee oberwang 011.jpg|Verlauf des Rad- und Fußweges westlich des [[Kreuzstein]]s.
Datei:Eröffnung Kienbergwandtunnel zwischen St. Gilgen und Unterach am Mondsee LK i236-11B.jpg|Eröffnung des Kienbergwand-Tunnels zwischen Scharfling und Unterach im Jahr 2004.
Datei:Kienbergwand Fußgänger u. Radweg, schattig u. aussichtsreich.jpg|Kienbergwand Landesstraße, Fußgänger und Radweg, schattig und aussichtsreich.
Datei:Tunnelausblick vom Kienbergwandradweg.jpg|Tunnelausblick vom Kienbergwandradweg.
Datei:Es wird abend am kreuzstein.jpg|Ausblick von der Kienbergwand Landesstraße zum Kreuzstein im Mondsee nahe des östlichen Tunnelportals.
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== Weblinks ==
* Lage und Verlauf auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.4222,47.8003/zoom/14.9 AMap], aktualisierter Datenlink 3. Juli 2024
* Lage und Verlauf auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.7982&mlon=13.4144#map=16/47.7982/13.4144 www.openstreetmap.org]
== Quellen ==
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=33243 25. Oktober 2004]
* [https://www.laabmayr.at/fileadmin/pdf/FB1-06-hittenberger_01.pdf www.laabmayr.at], pdf, "Tunnel Kienbergwand. Eine außergewöhnliche Verkehrslösung für Fußgänger, Radfahrer und den Kfz-Verkehr." Details über die Planung und Bauausführung mit zahlreichen Bildern
{{Quelle AMap}}
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[[Kategorie:Tunnel]]