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Die Errichtung der Scheitelstrecke von [[Eben im Pongau]] bis Rennweg ([[Kärnten]] kostete 1975 rund 11,8 Milliarden Schilling. Dabei kam ein Autobahnkilometer auf 11,12 Mill. Euro Baukosten. Dazu im Vergleich: 2011 kostete derselbe Autobahnkilometer aufgrund der umfangreichen Umweltmaßnahmen rund 29 Mill. Euro.
 
Die Errichtung der Scheitelstrecke von [[Eben im Pongau]] bis Rennweg ([[Kärnten]] kostete 1975 rund 11,8 Milliarden Schilling. Dabei kam ein Autobahnkilometer auf 11,12 Mill. Euro Baukosten. Dazu im Vergleich: 2011 kostete derselbe Autobahnkilometer aufgrund der umfangreichen Umweltmaßnahmen rund 29 Mill. Euro.
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== Lkw-Verkehr ==
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==== Schutzmaßnahmen ====
Wo auf der Tauernautobahn im [[2023]] die meisten Lkw fuhren. Anzahl Kfz über 3,5 Tonnen im Jahr 2023, in Klammer die Zahlen für das Jahr [[2022]]:
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Bahnbrechende Neuerungen des Salzburger Wissenschafters und Malers [[Prof]]. Dr. [[Sepp Steiner]] im Bereich der Sicherheits-, Ordnungs- und Leitfarben wurden auf der Tauernautobahn als erste Autobahn Europas mit farbpsychologischen Richtlinien für die Erhöhung der Sicherheit ausgestattet, in Tunnels mit farbpsychologischer Gestaltung der Beleuchtung sowie der Innenfarbgebung zur Vermeidung des "Schwarzlocheffekts".
* [[Autoanschlussstelle Urstein-Puch]] 2,031 Millionen (2,099 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Hallein]] 1,937 Millionen (2,022 Millionen)
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Entlang der Tauernautobahn wurden im Laufe der Jahrzehnte verschiedene [[A10-Lärmschutz|Lärmschutzmaßnahmen]] durchgeführt.  
* [[Autoanschlussstelle Golling an der Salzach]] 1,851 Millionen (1,930 Millionen)
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* [[Ofenauer Tunnel]] 1,787 Millionen (1,889 Millionen)
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Nach einem [[Mure]]nabgang im Juni 2012 bei [[Flachau]], der den Verkehr auf der Tauernautobahn für einige Tage lahmlegte, investierte die [[Asfinag]] 2013 auf Höhe des Steinschüttgrabens 1,7 Millionen Euro in zusätzliche Schutzdämme. Über 130&nbsp;000 Kubikmeter Erdmassen wurden dabei bewegt. Das Ende der Arbeiten war für Sommer 2014 geplant<ref>{{Quelle PN|22. August 2013}}</ref>.
* [[Autoanschlussstelle Stegenwald]] [[Tenneck]] 1,750 Millionen (1,836 Millionen)
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* Reitsam 1,748 Millionen (1,815 Millionen)
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==== Tunnelwarte ====
* [[Autoanschlussstelle Werfen]] 1,697 Millionen (1,771 Millionen)
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Die [[Tunnelwarte der Asfinag in St. Michael im Lungau]] ist für die Überwachung der Autobahnabschnitte der [[Westautobahn]] bei [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] bis hin zu Trebesing in [[Kärnten]], einer Gemeinde an der Tauernautobahn (A&nbsp;10) nördlich von Spittal an der Drau, zuständig.
* [[Unzing]] 1,681 Millionen (1,728 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Eben im Pongau]] 1,661 Millionen (1,701 Millionen)
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=== Die Eröffnungsdaten der Baulose ===
* [Reittunnel]] 1,656 Millionen (1,706 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Niedernfritz]] 1,609 Millionen (1,640 Millionen)
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* [[13. September]] [[1941]]: [[Knoten Salzburg]] – ASt Salzburg Süd [[Anif]]-[[Grödig]] (7,542 km)
* [[Autoanschlussstelle Flachau]] 1,391 Millionen (1,422 Millionen)
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* [[15. Juli]] [[1959]]: ASt Salzburg Süd – [[Niederalm]] (1,100 km)
* [[Autoanschlussstelle Zederhaus]] 1,378 Millionen (1,407 Millionen)
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* [[29. Juni]] [[1968]]: ASt [[Hallein]] – HASt [[Kuchl]] (5,854 km)
Quellen <ref>Quelle @verkehrsclub österreich mit ASFINAG-Daten, publiziert in [[InfoMediaWorx]] im [https://www.facebook.com/photo/?fbid=826261969308168&set=a.168626818405023 facebook] am 4. März 2024</ref>
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* [[4. Juni]] [[1970]]: Niederalm – ASt Hallein (6,724 km)
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* [[28. Juli]] [[1972]]: HASt Kuchl – Ast [[Golling]] (5,885 km)
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* [[30. Juni]] [[1973]]: Knoten Spittal/Millstättersee – ASt Spittal/Drau Ost (7,300 km)
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* 30. Juni 1973: Knoten Spittal/Millstättersee – Lendorf (4,185 km)
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* [[10. Oktober]] [[1974]]: ASt Golling – ASt [[Pass Lueg]] (6,141 km, [[Ofenauer Tunnel (Tauernautobahn)|Ofenauer]]-/[[Hiefler Tunnel]])
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* [[21. Dezember]] 1974: ASt [[St. Michael im Lungau]] – ASt Rennweg (8,860 km, [[Katschberg-Tunnel]])
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* [[21. Juni]] [[1975]]: ASt [[Eben im Pongau]] – ASt St. Michael im Lungau (44,071 km, [[Tauern-Tunnel (Tauernautobahn)|Tauern-Tunnel]])
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* [[2. Juli]] [[1976]]: Lieserhofen – Knoten Spittal/Millstättersee (1,940 km)
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* 2. Juli 1976: ASt [[Gmünd]]-Maltatal – Knoten Spittal/Millstättersee (9,638 km)
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* [[25. Oktober]] [[1977]]: ASt Pass Lueg – HASt [[Werfen]] (8,747 km, [[Brentenbergtunnel|Brentenberg]]-, [[Zetzenbergtunnel|Zetzenberg]]- und [[Helbersbergtunnel]])
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* [[8. Juni]] [[1978]]: Villach Ost – Knoten Villach (0,600 km)
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* [[27. Juli]] 1978: ASt Rennweg – Rauchenkatsch (rechte RFB; 4,400 km)
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* [[31. August]] 1978: ASt Rennweg – Rauchenkatsch (linke RFB; 4,400 km)
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* 30. Juni [[1979]]: HASt Werfen – [[Knoten Pongau]] (rechte RFB; 5,000 km)
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* 30. Juni 1979: Knoten Pongau – ASt [[Eben im Pongau]] (12,467 km)
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* 25. Oktober 1979: HASt Werfen – Knoten Pongau (linke RFB; 5,000 km)
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* [[27. Juni]] [[1980]]: Rauchenkatsch – ASt Gmünd – Maltatal (12,534 km)
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* [[1986]]: Knoten Pongau – [[Bischofshofen]] (3,680 km)
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* [[3. Juli]] 1986: ASt Spittal/Drau Ost – ASt Villach West (26,195 km)
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* [[28. Juni]] [[1988]]: ASt Villach West – Knoten Villach (9,864 km)
    
== Verkehrssituation ==
 
== Verkehrssituation ==
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1975, im Jahr der Eröffnung, passierten knapp 649&nbsp;000 Fahrzeuge die Tauernautobahn. 2010 waren es 6,42 Millionen, zehn Mal so viel wie 1975. 1975 waren zwölf Mitarbeiter an der [[Mautstelle St. Michael]] beschäftigt, ein Jahr später schon 21 und 2010 waren es 27 Personen (Stammpersonal). Die Mautstelle ist für eine Kapazität von 2&nbsp;000 bis 2&nbsp;100 Fahrzeuge pro Stunde in Spitzenzeiten ausgelegt.
 
1975, im Jahr der Eröffnung, passierten knapp 649&nbsp;000 Fahrzeuge die Tauernautobahn. 2010 waren es 6,42 Millionen, zehn Mal so viel wie 1975. 1975 waren zwölf Mitarbeiter an der [[Mautstelle St. Michael]] beschäftigt, ein Jahr später schon 21 und 2010 waren es 27 Personen (Stammpersonal). Die Mautstelle ist für eine Kapazität von 2&nbsp;000 bis 2&nbsp;100 Fahrzeuge pro Stunde in Spitzenzeiten ausgelegt.
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Auf der Tauernautobahn zwischen Salzburg und Kärnten wurden [[2018]] bei der Mautstelle St. Michael im Lungau 1,095 Mill. Lkw registriert, das war ein Plus von drei Prozent gegenüber 2017.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/politik/innenpolitik/vereint-gegen-lkw-transit-73918369 25. Juli 2019]</ref>
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Auf der Tauernautobahn zwischen Salzburg und Kärnten wurden [[2018]] bei der Mautstelle St. Michael im Lungau 1,095 Mill. Lkw registriert, das war ein Plus von drei Prozent gegenüber 2017.<ref>"[[Salzburger Nachrichten]]" vom [https://www.sn.at/politik/innenpolitik/vereint-gegen-lkw-transit-73918369 25. Juli 2019]</ref>
    
Die [[Ausfahrtssperren A10|Ausfahrtssperren]] entlang der A 10 waren eine Notmaßnahme, die erstmals am Wochenende [[13. Juli|13.]] bis [[15. Juli]] [[2019]] zur Anwendung kam. Stand 2023 werden diese Ausfahrtsperren immer noch an verkehrsstarken Sommerwochenenden verfügt.
 
Die [[Ausfahrtssperren A10|Ausfahrtssperren]] entlang der A 10 waren eine Notmaßnahme, die erstmals am Wochenende [[13. Juli|13.]] bis [[15. Juli]] [[2019]] zur Anwendung kam. Stand 2023 werden diese Ausfahrtsperren immer noch an verkehrsstarken Sommerwochenenden verfügt.
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==== 2003 erstmals längere Tunnelsanierungen ====
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=== Lkw-Verkehr ===
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Es gibt zwei Lkw-Kontrollstellen im Bereich der Marktgemeinde [[Kuchl]], die modernste [[Kontrollstelle an Tauernautobahn in Kuchl|Kontrollstelle an Tauernautobahn]] ist dort in Fahrtrichtung Süden (Villach) seit [[15. Dezember]] [[2022]] in Betrieb. Wo auf der Tauernautobahn im [[2023]] die meisten Lkw fuhren. Anzahl Kfz über 3,5 Tonnen im Jahr 2023, in Klammer die Zahlen für das Jahr [[2022]]:
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* [[Autoanschlussstelle Urstein-Puch]] 2,031 Millionen (2,099 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Hallein]] 1,937 Millionen (2,022 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Golling an der Salzach]] 1,851 Millionen (1,930 Millionen)
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* [[Ofenauer Tunnel]] 1,787 Millionen (1,889 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Stegenwald]] [[Tenneck]] 1,750 Millionen (1,836 Millionen)
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* Reitsam 1,748 Millionen (1,815 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Werfen]] 1,697 Millionen (1,771 Millionen)
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* [[Unzing]] 1,681 Millionen (1,728 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Eben im Pongau]] 1,661 Millionen (1,701 Millionen)
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* [[Reittunnel]] 1,656 Millionen (1,706 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Niedernfritz]] 1,609 Millionen (1,640 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Flachau]] 1,391 Millionen (1,422 Millionen)
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* [[Autoanschlussstelle Zederhaus]] 1,378 Millionen (1,407 Millionen)
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Quellen <ref>Quelle @verkehrsclub österreich mit ASFINAG-Daten, publiziert in [[InfoMediaWorx]] im [https://www.facebook.com/photo/?fbid=826261969308168&set=a.168626818405023 facebook] am 4. März 2024</ref>
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== Tunnelsanierungen  ==
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=== 2003 erstmals längere Tunnelsanierungen ===
 
Der Ofenauer- und Hieflertunnel waren vom [[15. September]] [[2003]] bis Dezember [[2004]] jeweils nur einspurig befahrbar, da umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden mussten.<ref>{{Quelle SN|23. April 2003, Seite 4}}</ref>
 
Der Ofenauer- und Hieflertunnel waren vom [[15. September]] [[2003]] bis Dezember [[2004]] jeweils nur einspurig befahrbar, da umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden mussten.<ref>{{Quelle SN|23. April 2003, Seite 4}}</ref>
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==== 2023 bis 2025: Umfangreiche Tunnelsanierungen ====
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=== 2023 bis 2025: Umfangreiche Tunnelsanierungen ===
 
[[Datei:Tunnelsanierung A 10 Tauernautobahn 2023.jpg|thumb|Tunnelsanierung A 10 Tauernautobahn 2023.]]
 
[[Datei:Tunnelsanierung A 10 Tauernautobahn 2023.jpg|thumb|Tunnelsanierung A 10 Tauernautobahn 2023.]]
 
Auf dem 14 Kilometer langen Abschnitt zwischen Golling und Werfen müssen fünf Tunnels saniert werden. Während der Zeit der Sanierungen wird jeweils nur eine Tunnelröhre zur Verfügung stehen, der Verkehr in Richtung Süden wird nur einspurig möglich sein. Der Ofenauertunnel (1,4 km lang) und der Hieflertunnel (zwei Kilometer) wurden in den Jahren [[1968]] bis [[1974]] gebaut. Sie erhielten ihre zweiten Röhren dann [[1980]]. Die östlichen, älteren Röhren wurden bereits [[2004]] bis [[2005]] für eine Sanierung gesperrt, jetzt müssen neben dem Ofenauer- und dem [[Hiefler Tunnel]]  auch der [[Brentenbergtunnel|Brentenberg]]-, [[Zetzenbergtunnel|Zetzenberg]]- und [[Helbersbergtunnel]]. Dabei werden neue Fahrbahnbeläge, die Sanierung von Beton-Innenschalten sowie die Fluchtwege mit neuen Türen, LED-Beleuchtung und Notruf-Anlagen ausgerüstet und drei neue Löschwasserbehälter errichtet.  
 
Auf dem 14 Kilometer langen Abschnitt zwischen Golling und Werfen müssen fünf Tunnels saniert werden. Während der Zeit der Sanierungen wird jeweils nur eine Tunnelröhre zur Verfügung stehen, der Verkehr in Richtung Süden wird nur einspurig möglich sein. Der Ofenauertunnel (1,4 km lang) und der Hieflertunnel (zwei Kilometer) wurden in den Jahren [[1968]] bis [[1974]] gebaut. Sie erhielten ihre zweiten Röhren dann [[1980]]. Die östlichen, älteren Röhren wurden bereits [[2004]] bis [[2005]] für eine Sanierung gesperrt, jetzt müssen neben dem Ofenauer- und dem [[Hiefler Tunnel]]  auch der [[Brentenbergtunnel|Brentenberg]]-, [[Zetzenbergtunnel|Zetzenberg]]- und [[Helbersbergtunnel]]. Dabei werden neue Fahrbahnbeläge, die Sanierung von Beton-Innenschalten sowie die Fluchtwege mit neuen Türen, LED-Beleuchtung und Notruf-Anlagen ausgerüstet und drei neue Löschwasserbehälter errichtet.  
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Die Vorbereitungen begannen im September [[2022]]. Im Herbst [[2023]] begann die zweite Bauphase mit der Sperre von fünf Tunnels. Der Verkehr im Ofenauer- und Hieflertunnel wird seit [[12. September]] durch die Röhren jeweils einspurig mit einer 60-km/h-Begrenzung und mit "Section Control" in nördliche Richtung Salzburg geführt. Die Baustelle wird in den beiden Röhren in südliche Richtung Villach sein. In den drei kürzeren Tunnels der Tunnelkette bei und in Werfen ist es umgekehrt. Hier wird der Verkehr in den Röhren Richtung Villach fließen und die Baustelle in den Röhren Richtung Salzburg eingerichtet. Nach der Sommerpause von Juli bis September [[2024]] werden die Sanierungsarbeiten in den fünf Tunnels dann bis Juni [[2025]] in die dritte und letzte Phase gehen.<ref>[[InfoMediaWorx]]-Facebook, 7. August 2023</ref>
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Die Vorbereitungen begannen im September [[2022]]. Im Herbst [[2023]] begann die zweite Bauphase mit der Sperre von fünf Tunnels. Der Verkehr im Ofenauer- und Hieflertunnel wird seit [[12. September]] durch die Röhren jeweils einspurig mit einer 60-km/h-Begrenzung und mit "Section Control" in nördliche Richtung Salzburg geführt. Die Baustelle wird in den beiden Röhren in südliche Richtung Villach sein. In den drei kürzeren Tunnels der Tunnelkette bei und in Werfen ist es umgekehrt. Hier wird der Verkehr in den Röhren Richtung Villach fließen und die Baustelle in den Röhren Richtung Salzburg eingerichtet. Nach der Sommerpause von Juli bis September [[2024]] werden die Sanierungsarbeiten in den fünf Tunnels dann bis Juni [[2025]] in die dritte und letzte Phase gehen.<ref>[[InfoMediaWorx]]-Facebook, 7. August 2023</ref>
    
Rund eineinhalb Stunden brauchte man am Mittwoch, den [[13. September]] 2023, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr auf der Tauernautobahn mit dem Auto von [[Eben im Pongau]] bis [[Golling an der Salzach]]. Ohne Stau fährt man die Strecke in einer knappen halben Stunde. Die Auswirkungen der Sanierung der Tunnelgruppe Werfen, bei der der Verkehr auf 14 Kilometern in beiden Richtungen einspurig geführt wird, waren am zweiten Tag deutlich stärker als am ersten Tag. Eine mögliche Erklärung sei, dass sich noch viel Urlauber-Rückreiseverkehr in den Pendlerverkehr mische, sagt Asfinag-Sprecher Christoph Pollinger.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/baustelle-a10-tunnelkette-werfen-bis-zu-einer-stunde-zeitverlust-an-zweiten-tag-145238413 www.sn.at], 13. September 2023</ref>
 
Rund eineinhalb Stunden brauchte man am Mittwoch, den [[13. September]] 2023, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr auf der Tauernautobahn mit dem Auto von [[Eben im Pongau]] bis [[Golling an der Salzach]]. Ohne Stau fährt man die Strecke in einer knappen halben Stunde. Die Auswirkungen der Sanierung der Tunnelgruppe Werfen, bei der der Verkehr auf 14 Kilometern in beiden Richtungen einspurig geführt wird, waren am zweiten Tag deutlich stärker als am ersten Tag. Eine mögliche Erklärung sei, dass sich noch viel Urlauber-Rückreiseverkehr in den Pendlerverkehr mische, sagt Asfinag-Sprecher Christoph Pollinger.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/baustelle-a10-tunnelkette-werfen-bis-zu-einer-stunde-zeitverlust-an-zweiten-tag-145238413 www.sn.at], 13. September 2023</ref>
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Diese Tunnelsanierungsarbeiten führten dazu, dass Autofahrer für die Wegstrecke auf der Tauernautobahn von Salzburg nach Werfen, rund 43 Kilometer, am Freitagnachmittag (17 Uhr), den [[22. Dezember]] 2023  mit fast dreieinhalb Stunden Fahrzeit rechnen mussten; Maut- und Stauflüchtlinge sorgten darüber hinaus, dass auch die [[Salzachtal Straße]] zwischen Kuchl und Golling genau wie die A 10 auf Online-Verkehrsdiensten dunkelrot markiert war.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/tauernautobahn-staufluechtlinge-verkehr-tennengauer-gemeinden-stillstand-150545758 www.sn.at], 22. Dezember 2023</ref>
 
Diese Tunnelsanierungsarbeiten führten dazu, dass Autofahrer für die Wegstrecke auf der Tauernautobahn von Salzburg nach Werfen, rund 43 Kilometer, am Freitagnachmittag (17 Uhr), den [[22. Dezember]] 2023  mit fast dreieinhalb Stunden Fahrzeit rechnen mussten; Maut- und Stauflüchtlinge sorgten darüber hinaus, dass auch die [[Salzachtal Straße]] zwischen Kuchl und Golling genau wie die A 10 auf Online-Verkehrsdiensten dunkelrot markiert war.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/tauernautobahn-staufluechtlinge-verkehr-tennengauer-gemeinden-stillstand-150545758 www.sn.at], 22. Dezember 2023</ref>
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===== Skurrile Situationen =====
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==== Skurrile Situationen ====
 
Unglaubliche Szenen hätten sich in den Weihnachtsferien 2023 auf dem [[Riedlweg (Hallein)|Riedlweg]] in [[Hallein]] und in [[Adnet]] abgespielt, wie Anrainerin Sigrid Rettenbacher berichtet. Die einspurige Straße, normalerweise benutzt von Anrainern und Landwirten, wurde von Google Maps als Ausweichroute für den Stau angezeigt. Von Abkürzung könne keine Rede sein, denn schnell ging auch dort nichts mehr. "Teilweise brauchte man für einen Kilometer eine halbe Stunde", sagt Rettenbacher. Ein Bild zeigt einen Autofahrer, der einfach über ein Feld mit seinem Pkw fuhr, um dem Stau auf dem Riedlweg zu entkommen.
 
Unglaubliche Szenen hätten sich in den Weihnachtsferien 2023 auf dem [[Riedlweg (Hallein)|Riedlweg]] in [[Hallein]] und in [[Adnet]] abgespielt, wie Anrainerin Sigrid Rettenbacher berichtet. Die einspurige Straße, normalerweise benutzt von Anrainern und Landwirten, wurde von Google Maps als Ausweichroute für den Stau angezeigt. Von Abkürzung könne keine Rede sein, denn schnell ging auch dort nichts mehr. "Teilweise brauchte man für einen Kilometer eine halbe Stunde", sagt Rettenbacher. Ein Bild zeigt einen Autofahrer, der einfach über ein Feld mit seinem Pkw fuhr, um dem Stau auf dem Riedlweg zu entkommen.
    
Selbiges spielte sich in Hallein am [[23. Dezember]] am [[Sonnenscheinweg (Hallein)|Sonnenscheinweg]] ab: Die einspurige Straße ist Teil des [[Tauernradweg]]es. Die Stauflüchtlinge würden teils die kleinsten Ausweichrouten nutzen, heißt es aus dem Büro des Halleiner Bürgermeisters [[Alexander Stangassinger]] ([[SPÖ]]). So würden einige über den [[Ahauserweg (Hallein)|Ahauserweg]] beim Interspar fahren: Dort geht es einspurig durch eine Siedlung mit Einfamilienhäusern. Damit könne man nur einige 100 Meter abkürzen - und verstopfe den Anrainerinnen und Anrainern die Ausfahrt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/kuriose-ausweichrouten-wenn-abkuerzung-151131442  www.sn.at], 4. Jänner 2024: Querfeldein im Tennengau - wie Autofahrer dem Stau auf der A10 entkommen wollen </ref>
 
Selbiges spielte sich in Hallein am [[23. Dezember]] am [[Sonnenscheinweg (Hallein)|Sonnenscheinweg]] ab: Die einspurige Straße ist Teil des [[Tauernradweg]]es. Die Stauflüchtlinge würden teils die kleinsten Ausweichrouten nutzen, heißt es aus dem Büro des Halleiner Bürgermeisters [[Alexander Stangassinger]] ([[SPÖ]]). So würden einige über den [[Ahauserweg (Hallein)|Ahauserweg]] beim Interspar fahren: Dort geht es einspurig durch eine Siedlung mit Einfamilienhäusern. Damit könne man nur einige 100 Meter abkürzen - und verstopfe den Anrainerinnen und Anrainern die Ausfahrt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/kuriose-ausweichrouten-wenn-abkuerzung-151131442  www.sn.at], 4. Jänner 2024: Querfeldein im Tennengau - wie Autofahrer dem Stau auf der A10 entkommen wollen </ref>
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===== Pfingsten 2024: Staus bereits ab Freitag =====
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==== Pfingsten 2024: Staus bereits ab Freitag ====
 
[[Datei:Googlemaps_Tauernautobahn_Verkehr_Pfingstsamstag_09_23_Uhr.jpg|thumb|Am Pfingstsamstag, 18. Mai 2024, reichte der Stau bereits um 09 Uhr vom [[Grenzübergang Walserberg]] bis [[Golling an der Salzach]], rund 26 Kilometer, die Wartezeit betrug vier Stunden. Dunkelrote Strichen bedeuten Verkehrsstillstand - Stau.]]
 
[[Datei:Googlemaps_Tauernautobahn_Verkehr_Pfingstsamstag_09_23_Uhr.jpg|thumb|Am Pfingstsamstag, 18. Mai 2024, reichte der Stau bereits um 09 Uhr vom [[Grenzübergang Walserberg]] bis [[Golling an der Salzach]], rund 26 Kilometer, die Wartezeit betrug vier Stunden. Dunkelrote Strichen bedeuten Verkehrsstillstand - Stau.]]
 
Am [[5. Jänner]] [[2024]] blockierte die Bevölkerung der Marktgemeinde [[Golling an der Salzach]] die Durchfahrt durch den Markt aus Protest der unhaltbaren Situation der Stauflüchtlinge. Am [[17. Mai]] 2024, Freitag vor [[Pfingsten]], gab es 20 Kilometer Stau und drei Stunden Zeitverlust auf der Tauernautobahn von Norden kommend.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pfingstreiseverkehr-sorgt-fuer-20-kilometer-stau-auf-salzburger-a10-158539558 17. Mai 2024]</ref> Am Pfingstsamstag reichte der Stau bereits um 09 Uhr vom [[Grenzübergang Walserberg]] bis [[Golling an der Salzach]], rund 26 Kilometer. Die Asfinag gab die aktuellen Reisezeiten für die A 10 mit Plus 80 Minuten zwischen Salzburg und Hallein und mit weiteren Plus 70 Minuten zwischen Hallein und Golling an, derzeit also rund zweieinhalb Stunden Zeitverlust.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/tauernautobahn-pfingstreisewelle-staus-158506843 www.sn.at], 18. Mai 2024, abgefragt um 09:20 Uhr.</ref> Zusätzlich zum ohnehin schon kilometerlangen Stau im Pfingstreiseverkehr kamen am Samstag noch 13 Klimaaktivisten, die den Verkehr bei Hallein von 10 bis 12 Uhr zum Erliegen gebracht haben. . Die Polizei löste die unangemeldete Demonstration auf. Der Stau in Richtung Süden betrug um 13 Uhr rund 20 Kilometer, der Zeitverlust über drei Stunden. <ref>SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/klima-kleber-blockieren-a10-pfingstreiseverkehr-sorgt-fuer-mega-stau-in-salzburg-158539558 18. Mai 2024]</ref>
 
Am [[5. Jänner]] [[2024]] blockierte die Bevölkerung der Marktgemeinde [[Golling an der Salzach]] die Durchfahrt durch den Markt aus Protest der unhaltbaren Situation der Stauflüchtlinge. Am [[17. Mai]] 2024, Freitag vor [[Pfingsten]], gab es 20 Kilometer Stau und drei Stunden Zeitverlust auf der Tauernautobahn von Norden kommend.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pfingstreiseverkehr-sorgt-fuer-20-kilometer-stau-auf-salzburger-a10-158539558 17. Mai 2024]</ref> Am Pfingstsamstag reichte der Stau bereits um 09 Uhr vom [[Grenzübergang Walserberg]] bis [[Golling an der Salzach]], rund 26 Kilometer. Die Asfinag gab die aktuellen Reisezeiten für die A 10 mit Plus 80 Minuten zwischen Salzburg und Hallein und mit weiteren Plus 70 Minuten zwischen Hallein und Golling an, derzeit also rund zweieinhalb Stunden Zeitverlust.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/tauernautobahn-pfingstreisewelle-staus-158506843 www.sn.at], 18. Mai 2024, abgefragt um 09:20 Uhr.</ref> Zusätzlich zum ohnehin schon kilometerlangen Stau im Pfingstreiseverkehr kamen am Samstag noch 13 Klimaaktivisten, die den Verkehr bei Hallein von 10 bis 12 Uhr zum Erliegen gebracht haben. . Die Polizei löste die unangemeldete Demonstration auf. Der Stau in Richtung Süden betrug um 13 Uhr rund 20 Kilometer, der Zeitverlust über drei Stunden. <ref>SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/klima-kleber-blockieren-a10-pfingstreiseverkehr-sorgt-fuer-mega-stau-in-salzburg-158539558 18. Mai 2024]</ref>
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== Chronologie der Eröffnungen ==
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=== Die Eröffnungsdaten der Baulose ===
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* [[13. September]] [[1941]]: [[Knoten Salzburg]] – ASt Salzburg Süd [[Anif]]-[[Grödig]] (7,542 km)
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* [[15. Juli]] [[1959]]: ASt Salzburg Süd – [[Niederalm]] (1,100 km)
  −
* [[29. Juni]] [[1968]]: ASt [[Hallein]] – HASt [[Kuchl]] (5,854 km)
  −
* [[4. Juni]] [[1970]]: Niederalm – ASt Hallein (6,724 km)
  −
* [[28. Juli]] [[1972]]: HASt Kuchl – Ast [[Golling]] (5,885 km)
  −
* [[30. Juni]] [[1973]]: Knoten Spittal/Millstättersee – ASt Spittal/Drau Ost (7,300 km)
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* 30. Juni 1973: Knoten Spittal/Millstättersee – Lendorf (4,185 km)
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* [[10. Oktober]] [[1974]]: ASt Golling – ASt [[Pass Lueg]] (6,141 km, [[Ofenauer Tunnel (Tauernautobahn)|Ofenauer]]-/[[Hiefler Tunnel]])
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* [[21. Dezember]] 1974: ASt [[St. Michael im Lungau]] – ASt Rennweg (8,860 km, [[Katschberg-Tunnel]])
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* [[21. Juni]] [[1975]]: ASt [[Eben im Pongau]] – ASt St. Michael im Lungau (44,071 km, [[Tauern-Tunnel (Tauernautobahn)|Tauern-Tunnel]])
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* [[2. Juli]] [[1976]]: Lieserhofen – Knoten Spittal/Millstättersee (1,940 km)
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* 2. Juli 1976: ASt [[Gmünd]]-Maltatal – Knoten Spittal/Millstättersee (9,638 km)
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* [[25. Oktober]] [[1977]]: ASt Pass Lueg – HASt [[Werfen]] (8,747 km, [[Brentenbergtunnel|Brentenberg]]-, [[Zetzenbergtunnel|Zetzenberg]]- und [[Helbersbergtunnel]])
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* [[8. Juni]] [[1978]]: Villach Ost – Knoten Villach (0,600 km)
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* [[27. Juli]] 1978: ASt Rennweg – Rauchenkatsch (rechte RFB; 4,400 km)
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* [[31. August]] 1978: ASt Rennweg – Rauchenkatsch (linke RFB; 4,400 km)
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* 30. Juni [[1979]]: HASt Werfen – [[Knoten Pongau]] (rechte RFB; 5,000 km)
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* 30. Juni 1979: Knoten Pongau – ASt [[Eben im Pongau]] (12,467 km)
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* 25. Oktober 1979: HASt Werfen – Knoten Pongau (linke RFB; 5,000 km)
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* [[27. Juni]] [[1980]]: Rauchenkatsch – ASt Gmünd – Maltatal (12,534 km)
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* [[1986]]: Knoten Pongau – [[Bischofshofen]] (3,680 km)
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* [[3. Juli]] 1986: ASt Spittal/Drau Ost – ASt Villach West (26,195 km)
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* [[28. Juni]] [[1988]]: ASt Villach West – Knoten Villach (9,864 km)
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== Schutzmaßnahmen ==
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Bahnbrechende Neuerungen des Salzburger Wissenschafters und Malers [[Prof]]. Dr. [[Sepp Steiner]] im Bereich der Sicherheits-, Ordnungs- und Leitfarben wurden auf der Tauernautobahn als erste Autobahn Europas mit farbpsychologischen Richtlinien für die Erhöhung der Sicherheit ausgestattet, in Tunnels mit farbpsychologischer Gestaltung der Beleuchtung sowie der Innenfarbgebung zur Vermeidung des "Schwarzlocheffekts".
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Entlang der Tauernautobahn wurden im Laufe der Jahrzehnte verschiedene [[A10-Lärmschutz|Lärmschutzmaßnahmen]] durchgeführt.
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Nach einem [[Mure]]nabgang im Juni 2012 bei [[Flachau]], der den Verkehr auf der Tauernautobahn für einige Tage lahmlegte, investierte die [[Asfinag]] 2013 auf Höhe des Steinschüttgrabens 1,7 Millionen Euro in zusätzliche Schutzdämme. Über 130&nbsp;000 Kubikmeter Erdmassen wurden dabei bewegt. Das Ende der Arbeiten war für Sommer 2014 geplant<ref>{{Quelle PN|22. August 2013}}</ref>.
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== Kontrollstellen ==
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Es gibt zwei Kontrollstellen im Bereich der Marktgemeinde [[Kuchl]], die modernste [[Kontrollstelle an Tauernautobahn in Kuchl|Kontrollstelle an Tauernautobahn]] ist dort in Fahrtrichtung Süden (Villach) seit [[15. Dezember]] [[2022]] in Betrieb.
      
== Bilder ==
 
== Bilder ==

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