Änderungen

Keine Änderung der Größe ,  19:27, 1. Dez. 2011
K
Zeile 10: Zeile 10:  
==Heilkräftige Pflanzenteile==
 
==Heilkräftige Pflanzenteile==
 
Die Heilwirkung von Beeren (Fructus Myrtilli) und Blättern (Folia Myrtilli) ist offizinell ("amtlich" bestätigt). Für die Anwendung in der Volksmedizin werden selten auch die Wurzeln ausgegraben. Die Blätter müssen unbedingt vor der Fruchtreife (der Beeren) gesammelt werden, da der Heilstoff Myrtillin zum Zeitpunkt der Beerenreife in den Blättern nicht mehr vorhanden ist. Werden Blätter und reife Beeren „in einem“ gesammelt, was der Einfachheit halber häufig vorkommt, ist der Blätter-Teekur der Misserfolg gewiss. Heidelbeerblätter-Tee wird in der Volksmedizin bei Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) angewandt, ist aber wegen der Wirkungslosigkeit durch obiges Verhalten in Misskredit gekommen, was darauf verweist, wie entscheidend der Sammelzeitpunkt sein kann.  
 
Die Heilwirkung von Beeren (Fructus Myrtilli) und Blättern (Folia Myrtilli) ist offizinell ("amtlich" bestätigt). Für die Anwendung in der Volksmedizin werden selten auch die Wurzeln ausgegraben. Die Blätter müssen unbedingt vor der Fruchtreife (der Beeren) gesammelt werden, da der Heilstoff Myrtillin zum Zeitpunkt der Beerenreife in den Blättern nicht mehr vorhanden ist. Werden Blätter und reife Beeren „in einem“ gesammelt, was der Einfachheit halber häufig vorkommt, ist der Blätter-Teekur der Misserfolg gewiss. Heidelbeerblätter-Tee wird in der Volksmedizin bei Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) angewandt, ist aber wegen der Wirkungslosigkeit durch obiges Verhalten in Misskredit gekommen, was darauf verweist, wie entscheidend der Sammelzeitpunkt sein kann.  
Die Beeren sind beinahe ohne Geruch, bzw. duften leicht herb, Frisch schmecken sie säuerlich-süß, getrocknet eher herb.  
+
Die Beeren sind beinahe ohne Geruch, bzw. duften leicht herb, frisch schmecken sie säuerlich-süß, getrocknet eher herb.  
 
=====Heilwirkung der Beeren=====
 
=====Heilwirkung der Beeren=====
 
Getrocknete und leicht aufgekochte Beeren sind ein bewährtes Mittel bei Diarrhöen, Hämorrhoidalblutungen und Harnsteine. Beeren- Absude in konzentrierter Form sind das beste Mittel  der Volksmedizin bei Bauchtyphus (Typhus abdominalis), nach der Lehre von Kneipp wirkt der Teeaufguss von Blättern und Beeren gegen Durchfall. Heidelbeerwein wird bei Colitis (Chronische Dickdarmentzündung) empfohlen und wirkt auch bei allen akuten oder chronischen Magen- und Darmerkrankungen, Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit. Auch daraus entstehende Schwächezustände werden positiv beeinflusst. Heidelbeerwein wirkt durch das Ansaugen und Ableiten von Zersetzungsprodukten und Giftstoffen des Darminhaltes, wobei der Alkoholgehalt darüber hinaus die Weiterentwicklung der krankheitserregenden Bakterien und Keime hemmt, ohne die lebensnotwendige Darmflora negativ zu verändern. Heidelbeerwein wirkt auch zusammenziehend und bewirkt daher – in kleinen Mengen regelmäßig eingenommen – ohne schädliche Nebenwirkungen eine erhöhte Widerstandskraft gegen diverse Magen- und Darmverstimmungen. Der frische oder durch Sterilisation konservierte Saft der Heidelbeeren ist wohlschmeckend mit frisch-herbem Aroma und ist gleichzeitig ein vielseitiges Heilmittel.  
 
Getrocknete und leicht aufgekochte Beeren sind ein bewährtes Mittel bei Diarrhöen, Hämorrhoidalblutungen und Harnsteine. Beeren- Absude in konzentrierter Form sind das beste Mittel  der Volksmedizin bei Bauchtyphus (Typhus abdominalis), nach der Lehre von Kneipp wirkt der Teeaufguss von Blättern und Beeren gegen Durchfall. Heidelbeerwein wird bei Colitis (Chronische Dickdarmentzündung) empfohlen und wirkt auch bei allen akuten oder chronischen Magen- und Darmerkrankungen, Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit. Auch daraus entstehende Schwächezustände werden positiv beeinflusst. Heidelbeerwein wirkt durch das Ansaugen und Ableiten von Zersetzungsprodukten und Giftstoffen des Darminhaltes, wobei der Alkoholgehalt darüber hinaus die Weiterentwicklung der krankheitserregenden Bakterien und Keime hemmt, ohne die lebensnotwendige Darmflora negativ zu verändern. Heidelbeerwein wirkt auch zusammenziehend und bewirkt daher – in kleinen Mengen regelmäßig eingenommen – ohne schädliche Nebenwirkungen eine erhöhte Widerstandskraft gegen diverse Magen- und Darmverstimmungen. Der frische oder durch Sterilisation konservierte Saft der Heidelbeeren ist wohlschmeckend mit frisch-herbem Aroma und ist gleichzeitig ein vielseitiges Heilmittel.  
28.595

Bearbeitungen