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[[File:Aerial image of the Salem Abbey (view from the southwest).jpg|thumb|Gesamtanlage der Zisterzienserabtei Salem.]]
[[Datei:Hl._Rupert_am_Chorgestühl Salem.jpg|thumb|Relief von [[Rupert von Worms]] im Chorgestühl in der Klosterkirche von Salem.]]
Die '''Reichsabtei Salem''' in der heutigen Gemeinde Salem im Linzgau in Baden-[[Württemberg]] in [[Deutschland]] war ein Kloster des Zisterzienserordens und eine der wohlhabendsten und bedeutendsten reichsunmittelbaren Abteien des Bodenseeraums.
== Über das Zisterzienserkloster Salem ==
Das Zisterzienserkloster Salem (ursprünglicher Name Salmansweiler) liegt nördlich des Bodensees. Es wurde [[1134]] von Guntram von Adelsreute gestiftet. König Konrad III. stellte es als Reichsabtei 1142 unter königlichen Schutz. [[1143]] wurde in [[Raitenhaslach]] in [[Bayern]] ein Tochterkloster gegründet. Von [[1253]] bis [[1528]] war Salem an der [[Reichenhaller Saline]] beteiligt und betrieb dort das Sieden "Holzapfel". Papst Urban VI. verlieh Salem [[1384]] besondere Privilegien.
Im Zuge der [[Säkularisation]] wurde die Abtei [[1803]] aufgehoben und fiel an die Markgrafen von Baden. Heute ist der größte Teil im Besitz des Landes Baden-Württemberg.
== Salem und Salzburg ==
Der Salzburger [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg|Eberhard II.]] beteiligte 1201 das Kloster Salem am [[Salzbergwerk Dürrnberg|Salzbergwerk]] im [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]]. Die Zisterzienser waren führend in der Bergbautechnik (z.B. Sinkwerkverfahren: Auslaugen des Gesteins untertage) und brachten so einen Innovationsschub von großer Tragweite nach [[Hallein]]. Außerdem führten sie größere Siedepfannen ein. Dies trug dazu bei, dass Hallein zur führenden Saline im süddeutschen Raum aufsteigen konnte. Salem betrieb die Pfanne [[Oberhofgasse (Hallein)|Oberhof]] zusammen mit dem [[Domkapitel]] bis zum Verkauf an den Fürsterzbischof [[1530]].
In der ehemaligen Klosterkirche Salem finden sich noch Spuren der Verbindung mit Salzburg. Im Chorgestühl ist der heilige [[Rupert von Worms|Rupert]] dargestellt. Das so genannte "Stiftermonument" aus den [[1770er]] Jahren ist den Persönlichkeiten gewidmet, die Salems Klostergeschichte besonders prägten. Dazu zählt auch der Salzburger Erzbischof Eberhard II., der schriftlich auf einer Tafel erwähnt wird. Papst Urban VI., ein Förderer des Klosters, ist als Statue dargestellt und weist den Betachter auf die Tafel hin. Zu seinen Füßen steht eine [[Halleiner Kufe]]. Davor ist das Wappen von Erzbischof Eberhard II. angebracht.
== Bilder ==
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Zisterzienserkloster_Salem_Kloster_Klosterkirche.jpg|Ein Klostertrakt und die Klosterkirche.
Stiftermonument Kirche_Salem.jpg|Das sogenannte "Stiftermonument" in der Klosterkirche erinnert an den Salzburger [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg|Eberhard II.]].
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== Quellen ==
* E-Mail von Andreas Hirsch am 31. Mai 2023 an Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] mit den Quellen
: [[Johannes Lang]]: "Geschichte von Bad Reichenhall", 2009
* [[Landesausstellung Salz]], 7. [[Salzburger Landesausstellung]] 1994, Katalog [[Salz (Begleitbuch der Landessausstellung 1994)]]
* [[Keltenmuseum Hallein]] (Hg): "Salzhochburg Hallein", 2016
{{SORTIERUNG: Salem, Zisterzienserkloster}}
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