| | Klotz gilt auch als Begründer der [[Salzburger Hochschulwochen]], einer Sommeruniversität, die auf das Jahr [[1931]] zurückgeht. | | Klotz gilt auch als Begründer der [[Salzburger Hochschulwochen]], einer Sommeruniversität, die auf das Jahr [[1931]] zurückgeht. |
| − | Am [[14. Dezember]] [[1931]] legte Petrus Klotz sein Amt offiziell wegen Schwerhörigkeit nieder, sein Nachfolger wurde [[Jakob Reimer]]. Nach einer Visitation aus Rom sah er sich aufgrund des Schuldenberges von mehreren Millionen [[Schilling]] zu diesem Schritt gezwungen. | + | Am [[14. Dezember]] [[1931]] legte Petrus Klotz sein Amt offiziell wegen Schwerhörigkeit nieder, sein Nachfolger wurde [[Jakob Reimer]]. Nach einer Visitation aus Rom sah er sich aufgrund des Schuldenberges von mehreren Millionen [[Schilling]] zu diesem Schritt gezwungen. Das Kloster musste wertvolle Kunstschätze in alle Welt verkaufen.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=q0uDVDp4KK0MVajT6ioTRpiy1yTO2BZzh2BDn95maLSw%2FR%2BsWaEupPbL2HSsxwTYdou102sUkR16iVkpW3gjXuRuDq8EXmEaYrMS5w5x9%2BSxSOGGBC%2Ffggottqh8sE1U&id1=19820101_20&q=%2522Petrus%2520Klotz%2522#slide20 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 31. Dezember 1981: "St. Peter repräsentierte Reichskultur" von [[Adolf Hahnl]] und "Kunstschätze wanderten in alle Welt" von [[Johannes Neuhardt]]</ref> |
| − | Thomas Hödlmoser meinte, Klotz sei den Ideen der [[NSDAP|Nationalsozialisten]] gegenüber recht offen. So kann man einem Buch aus dem Jahr [[1940]] entnehmen, dass der damals bereits abgesetzte Abt sich unmissverständlich für eine Politik der Kolonisation aussprach. Die Welt, schreibt Klotz, würde einen Verzicht Deutschlands auf Kolonien nicht verstehen. Das Deutsche Reich brauche "Raum", es wolle "siedeln, arbeiten, leben. Es muss wieder an die Front überseeischer Kulturarbeit." Zeitzeugenberichte lassen erkennen, dass Klotz ein "Du-Freund" von [[Adolf Hitler|Hitlers]] Stellvertreter Rudolf Heß gewesen sei. Klotz’ "großdeutsche" Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen. Dieter Kühn schrieb darüber Fanatasie-Monologe.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=MnVwGUq3ELezTWD4kqUwLHg0HKGk2uAxkHjFDlF4kV0UzsqK4J4k0NO2qTYF0bzCk22hrL2EXH3FJQUYleY1s8qIDvjzBgdF0PMIt9foRtJkthoRneFM4mN9dogtByo%2B&id1=lo20100226_09&q=%2522Erzabt%2520Klotz%2522#sn-archiv-33 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 26. Februar 2010, Seite 11: "Erzabt Klotz und die Nazis", ein Beitrag von [[Thomas Hödlmoser]]: "[...] Klotz’ "großdeutsche“ Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen [...]" sowie d Buch von Dieter Kühn "Ich war Hitlers Schutzengel: Fiktionen: Vier Szenarios", 2010, Fischer Verlag GmbH, ISBN-10 3100415159 und ISBN-13 978-3100415158</ref> | + | [[Thomas Hödlmoser]] meinte in seinem Beitrag in den "[[Salzburger Nachrichten]]", Klotz sei den Ideen der [[NSDAP|Nationalsozialisten]] gegenüber recht offen. So kann man einem Buch aus dem Jahr [[1940]] entnehmen, dass der damals bereits abgesetzte Abt sich unmissverständlich für eine Politik der Kolonisation aussprach. Die Welt, schreibt Klotz, würde einen Verzicht Deutschlands auf Kolonien nicht verstehen. Das Deutsche Reich brauche "Raum", es wolle "siedeln, arbeiten, leben. Es muss wieder an die Front überseeischer Kulturarbeit." Zeitzeugenberichte lassen erkennen, dass Klotz ein "Du-Freund" von [[Adolf Hitler|Hitlers]] Stellvertreter Rudolf Heß gewesen sei. Klotz’ "großdeutsche" Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen. Dieter Kühn schrieb darüber Fanatasie-Monologe.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=MnVwGUq3ELezTWD4kqUwLHg0HKGk2uAxkHjFDlF4kV0UzsqK4J4k0NO2qTYF0bzCk22hrL2EXH3FJQUYleY1s8qIDvjzBgdF0PMIt9foRtJkthoRneFM4mN9dogtByo%2B&id1=lo20100226_09&q=%2522Erzabt%2520Klotz%2522#sn-archiv-33 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 26. Februar 2010, Seite 11: "Erzabt Klotz und die Nazis", ein Beitrag von [[Thomas Hödlmoser]]: "[...] Klotz’ "großdeutsche“ Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen [...]" sowie d Buch von Dieter Kühn "Ich war Hitlers Schutzengel: Fiktionen: Vier Szenarios", 2010, Fischer Verlag GmbH, ISBN-10 3100415159 und ISBN-13 978-3100415158</ref> |