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Jetzt wäre es natürlich interessant zu erfahren, ob Florey mit St. Leonhard oder Dopsch/Spatzenegger mit Schellenberg recht haben und ob es bei der Überstellung von oder nach passierte. Wurden Gefangene durch die Propstei Berchtesgaden in den Pinzgau geführt oder war es eine Route durch das Salzachtal? Über eine Klärung mit Quellenangabe freut sich Pete (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 20:45, 3. Okt. 2021 (CET))
 
Jetzt wäre es natürlich interessant zu erfahren, ob Florey mit St. Leonhard oder Dopsch/Spatzenegger mit Schellenberg recht haben und ob es bei der Überstellung von oder nach passierte. Wurden Gefangene durch die Propstei Berchtesgaden in den Pinzgau geführt oder war es eine Route durch das Salzachtal? Über eine Klärung mit Quellenangabe freut sich Pete (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 20:45, 3. Okt. 2021 (CET))
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:Für die sehr genaue Recherche bedanke ich mich. Nur so kann Salzburgwiki wachsen. Meine Hochachtung für diese Exaktheit.  Aus meiner Sicht besteht an der Expertise von Univ. Prof. Dopsch aber hier kein Zweifel. Gerhard Florey war dagegen - mir persönlich bestens bekannter und sehr geschätzter - Pfarrer (der meine Eltern getraut und mich getauft hat) und nicht wirklich Historiker. Natürlich ging der Weg für die Gefangenen über das befreundete Berchtesgaden und den Hirschbichl nach Weißbach bei Lofer und weiter in den Oberpinzgau (Mittersill). Die einstige Hauptstraße ist bis heute im Nationalpark als "Fahrstraße mit Fahrverbot" gut erhalten. Natürlich war Eustachius Heiterwang zuvor '''nach''' Salzburg überstellt worden. Das ist ja logisch. (Auf "österreichischen" Befehl ist hier aber nicht gut gewählt. Damals waren die Tiroler Habsburger mit Ferdinand I. ja recht eigenständig. "Revoltierende Bauern" ist ebenso nicht gut gewählt, wenige Bauernburschen verursachen sicher keine "Revolution". Als Originalquelle ist die Internetseite nicht wirklich hieb- und stichfest.) Übrigens am Rande: Damals hieß St. Leonhard (das bis 1803 zur Fürstprobstei Berchtesgaden und erst ab 1816 zum Land Oberösterreich-Salzburg und dabei bald zu Grödig gehörte) noch "Grafengaden". Die blitzschnelle Befreiung hinter dem Rücken der Bewacher am Wegesrand vor einem Gasthaus fand damit sicher nicht mehr auf salzburgischem Boden statt. Welches Wirtshaus damals genau wo stand, lässt sich aber sicher nicht mehr klären.   --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 21:56, 3. Okt. 2021 (CET)
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:Für die sehr genaue Recherche bedanke ich mich. Nur so kann Salzburgwiki wachsen. Meine Hochachtung für diese Exaktheit.  Aus meiner Sicht besteht an der Expertise von Univ. Prof. Dopsch aber hier kein Zweifel. Gerhard Florey war dagegen - mir persönlich bestens bekannter und sehr geschätzter - Pfarrer (der meine Eltern getraut und mich getauft hat) und nicht wirklich Historiker. Natürlich ging der Weg für die Gefangenen über das befreundete Berchtesgaden und den Hirschbichl nach Weißbach bei Lofer und weiter in den Oberpinzgau (Mittersill). Die einstige Hauptstraße ist bis heute im Nationalpark als "Fahrstraße mit Fahrverbot" gut erhalten. Natürlich war Eustachius Heiterwang zuvor '''nach''' Salzburg überstellt worden. Das ist ja logisch. (Auf "österreichischen" Befehl ist hier aber nicht gut gewählt. Damals waren die Tiroler Habsburger mit Ferdinand I. ja recht eigenständig. "Revoltierende Bauern" ist ebenso nicht gut gewählt, wenige Bauernburschen verursachen sicher keine "Revolution". Als Originalquelle ist die Internetseite nicht wirklich hieb- und stichfest.) Übrigens am Rande: Damals hieß St. Leonhard (das bis 1803 zur Fürstprobstei Berchtesgaden und erst ab 1816 zum Land Oberösterreich-Salzburg und dabei bald zu Grödig gehörte) noch "Grafengaden". Die blitzschnelle Befreiung hinter dem Rücken der Bewacher am Wegesrand vor einem Gasthaus fand damit sicher nicht mehr auf salzburgischem Boden statt. Welches Wirtshaus damals genau wo stand, lässt sich aber sicher nicht mehr klären. Danke insgesamt für die bemerkenswerten Diskzussionsbeiträge. Überlegenswert ist es durchaus, einen der Originalzitate von Dopsch zu den Bauernaufständen als Einzelüberschrift zu verwenden. --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 21:56, 3. Okt. 2021 (CET)
    
== Überschrift  ==
 
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Dopsch unterteilt in der '''Geschichte Salzburgs (Bd. II/1)''' richtigerweise weiters auf S. 58, die Ereignisse des Knappen- und Bauernaufstands in die Ereignisse 1525 und in jene des Jahres 1526. ("Deshalb sollte gerade Salzburg das einzige Land im römisch-deutschen -Reich sein, wo man nach dem Ende (sic!) des großen "Bauernkrieges" 1525 im folgenden Jahr nochmals (sic!) zu den Waffen griff"). Dieser Besonderheit Salzburgs sollte m. E. eben auch wieder im Salzburg Wiki Rechnung getragen werden. Auch auf S. 63 lautet eine Zwischenüberschrift im Text von Dopsch "Michael Gaismair und der 'Pinzgauer Bauernkrieg' 1526, denn "Auch die Großgewerken aus Gastein und Rauris standen dem neuerlichen Krieg ablehnend gegenüber" .   
 
Dopsch unterteilt in der '''Geschichte Salzburgs (Bd. II/1)''' richtigerweise weiters auf S. 58, die Ereignisse des Knappen- und Bauernaufstands in die Ereignisse 1525 und in jene des Jahres 1526. ("Deshalb sollte gerade Salzburg das einzige Land im römisch-deutschen -Reich sein, wo man nach dem Ende (sic!) des großen "Bauernkrieges" 1525 im folgenden Jahr nochmals (sic!) zu den Waffen griff"). Dieser Besonderheit Salzburgs sollte m. E. eben auch wieder im Salzburg Wiki Rechnung getragen werden. Auch auf S. 63 lautet eine Zwischenüberschrift im Text von Dopsch "Michael Gaismair und der 'Pinzgauer Bauernkrieg' 1526, denn "Auch die Großgewerken aus Gastein und Rauris standen dem neuerlichen Krieg ablehnend gegenüber" .   
 
In der "Kleinen Geschichte Salzburgs (2014)", S. 118 wiederum spricht Dopsch von "einem neuerlichen (sic!) Aufstand Ende März 1526 im Pinzgau..., der bald auch den Pongau erfasste".  --[[Benutzer:WOMO|WOMO]] ([[Benutzer Diskussion:WOMO|Diskussion]])
 
In der "Kleinen Geschichte Salzburgs (2014)", S. 118 wiederum spricht Dopsch von "einem neuerlichen (sic!) Aufstand Ende März 1526 im Pinzgau..., der bald auch den Pongau erfasste".  --[[Benutzer:WOMO|WOMO]] ([[Benutzer Diskussion:WOMO|Diskussion]])
:Nix für Ungut. Danke für den Diskussionsbeitrag. Es wird insgesamt von keiner Seite ernsthaft bestritten, dass der Beitrag in der Überschrift "Die Salzburger Bauernaufstände" (dasw sit besser als "die Salzbuger Bauernkriege") schlüssig und sinnvoll ist. Auch seitens des weithin anerkannten Prof. Dopsch scheint in Überschriften nie deziziert ein "Knappen und Bauernaufstand" auf, das hat offensichtlich gute Gründe. Dass Bergleute von diesen Aufständen teilweise mit erfasst waren, bleibt unbestritten. Der Vorwurf, dass Dopsch in seinen Begriffen "schwanken" würde, ist fachlich nicht gerechtfertigt, vielmehr kann Dopsch sehr gezielt auf die jeweilige Gegebenheit genau eingehen. Auch geht es in der Wissenschaft nicht um Normungen. Auch auf der zitierten S 58 kommt der Begriff "Knappen und Bauernaufstand" bei Dopsch (Geschichte Salzburgs II/1) nicht vor. Tatsache ist jedenfalls, dass der weit überwiegende Teil der Aufständigen Bauern waren. Die Initiative ging im Wesentlichen von den Knappen aus, sondern von den Gewerken. --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 08:52, 22. Jan. 2024 (CET)
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:Nix für Ungut. Danke für den Diskussionsbeitrag. Es wird insgesamt von keiner Seite ernsthaft bestritten, dass der Beitrag in der Überschrift "Die Salzburger Bauernaufstände" (das ist besser als "die Salzbuger Bauernkriege") schlüssig und sinnvoll ist. Auch seitens des weithin anerkannten Prof. Dopsch scheint in Überschriften nie deziziert ein "Knappen und Bauernaufstand" auf, und das hat offensichtlich gute Gründe. Dass Bergleute von diesen Aufständen teilweise maßgeblich mit erfasst waren, bleibt unbestritten. Der Vorwurf, dass Dopsch in seinen Begriffen "schwanken" würde, ist fachlich nicht zu rechtfertigen, vielmehr kann Dopsch in seiner Wortwahl sehr gezielt auf die jeweilige Gegebenheit im Textzusammenhang genau eingehen. Auch geht es in der Wissenschaft ja sicher nicht um Normungen. Selbst auf der zitierten S 58 kommt der Begriff "Knappen und Bauernaufstand" bei Dopsch (Geschichte Salzburgs II/1) nicht vor. Tatsache ist jedenfalls, dass der weit überwiegende Teil der Aufständigen Bauern waren. Die Initiative ging im Wesentlichen aber doch wohl nicht von den Knappen aus, sondern von den Gewerken, und auch von zahllosen Bauern. --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 08:52, 22. Jan. 2024 (CET)
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