| Zeile 2: |
Zeile 2: |
| | [[Datei:Österreichische Motorradgeschichte im fahrtraum Mattsee 03.JPG|thumb|[[Österreichische Motorradgeschichte im fahrtraum Mattsee]], die HMW Mopeds: HMW Supersport 50 cm³, Baujahr 1957, HMW 50 Z, Baujahr 1954 und eine Foxinette, Baujahr 1952.]] | | [[Datei:Österreichische Motorradgeschichte im fahrtraum Mattsee 03.JPG|thumb|[[Österreichische Motorradgeschichte im fahrtraum Mattsee]], die HMW Mopeds: HMW Supersport 50 cm³, Baujahr 1957, HMW 50 Z, Baujahr 1954 und eine Foxinette, Baujahr 1952.]] |
| | [[Datei:125 Jahre Automobilismus Motorräder 2019 02.jpg|thumb|[[125 Jahre Automobilismus]] im [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|Besucherzentrum ]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] der [[Großglockner Hochalpenstraße]] in [[Kärnten]]. Bild vom Sommer 2019, ein [[HMW]]-Moped mit einem Eiswagen.]] | | [[Datei:125 Jahre Automobilismus Motorräder 2019 02.jpg|thumb|[[125 Jahre Automobilismus]] im [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|Besucherzentrum ]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] der [[Großglockner Hochalpenstraße]] in [[Kärnten]]. Bild vom Sommer 2019, ein [[HMW]]-Moped mit einem Eiswagen.]] |
| − | Das '''Halleiner Motorenwerk''' (HMW) wurde im [[November]] [[1948]] als "''Motorenwerk Fuchs-Königer-Aktiengesellschaft Salzburg-Hallein''" gegründet, das bis [[1958]] in [[Hallein]] und dann bis [[1962]] in Kottingbrunn in [[Niederösterreich]] existierte. | + | Das '''Halleiner Motorenwerk''' (HMW) wurde im [[November]] [[1948]] als "Motorenwerk Fuchs-Königer-Aktiengesellschaft Salzburg-Hallein" gegründet. Es bestand bis [[1958]] in [[Hallein]] und dann bis [[1962]] in Kottingbrunn in [[Niederösterreich]]. |
| | | | |
| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war [[Anton Fuchs (Konstrukteur)|Anton Fuchs]] in Nürnberg, [[Bayern]], bei der [[Motorräder|Motorrad]]firma Vicotria<ref>Die Marke Victoria: Die Geschäftsleute Max Frankenburger und Max Ottenstein aus Nürnberg starteten zunächst mit der Produktion von Hochrädern, um 1890 mit Dreirädern und schließlich 1903 den ersten Motorrad-Protoype, der 1903 in Serie produziert wurde; 1904 kam dann auch noch eine Automobilproduktion dazu, die allerdings 1908 wieder eingestellt wurde. | + | Während des [[Zweiter Weltkrieg]]s war [[Anton Fuchs (Konstrukteur)|Anton Fuchs]] in Nürnberg, [[Bayern]], bei der [[Motorräder|Motorrad]]firma "Vicotria"<ref>Die Marke Victoria: Die Geschäftsleute Max Frankenburger und Max Ottenstein aus Nürnberg starteten zunächst mit der Produktion von Hochrädern, um 1890 mit Dreirädern und schließlich 1903 den ersten Motorrad-Prototyp, der 1903 in Serie produziert wurde; 1904 kam dann auch noch eine Automobilproduktion dazu, die allerdings 1908 wieder eingestellt wurde. Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] baute Victoria ihre Motorradproduktion weiter aus. Die jährliche Produktion erreichte 15 000 Fahrzeuge, die von 800 Mitarbeitern hergestellt wurden. Bekannt war die 12 PS starke und robuste "KR 3", die vor allem als zuverlässige Beiwagenmaschine eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgte Victoria nochmals für eine sportliche Sensation, als Georg Dotterweich 1951 mit einem 38 cm³ "Vicky" Fahrradhilfsmotor Weltrekord mit 79 km/h fuhr. Dann kam es 1958 zum Zusammenschluss mit DKW und EXPRESS zur ZWEIRAD UNION AG und schließlich 1966 mit den "Nürnberger Hercules Werke AG", die ebenfalls 1886 in Nürnberg gegründet worden waren.</ref> tätig, wo Alfred Roder den kleinen Fahrradhilfsmotor "FM 38" entwickelt hatte. [[1946]] kehrte Fuchs nach Österreich zurück, im Gepäck hatte er die Konstruktionspläne vom "FM 38"-Motor. |
| | | | |
| − | Nach dem Ersten Weltkrieg baute Victoria ihre Motorradproduktion weiter aus. Die jährliche Produktion erreichte 15 000 Fahrzeuge, die von 800 Mitarbeitern hergestellt wurden. Bekannt war die 12 PS starke und robuste KR 3, die vor allem als zuverlässige Beiwagenmaschine eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgte Victoria nochmals für eine sportliche Sensation, als Georg Dotterweich 1951 mit einem 38 cm³ "Vicky" Fahrradhilfsmotor Weltrekord mit 79 km/h fuhr. Dann kam es 1958 zum Zusammenschluss mit DKW und EXPRESS zur ZWEIRAD UNION AG und schließlich 1966 mit den "Nürnberger Hercules Werke AG", die ebenfalls 1886 in Nürnberg gegründet wurden</ref> tätig, wo Alfred Roder den kleinen Fahrradhilfsmotor FM 38 entwickelt hatte. [[1946]] kehrte Fuchs nach Österreich zurück, im Gepäck hatte er die Konstruktionspläne vom FM 38. Zunächst baute Fuchs bei Alexander Mayer, dem motorsportlichen "Ziehvater" von [[Rupert Hollaus]], die ersten Prototypen des - wegen Copyright-Problemen - so genannten 'FM 40 Hilfsmotor'.
| + | Zunächst baute Fuchs bei Alexander Mayer, dem motorsportlichen "Ziehvater" von [[Rupert Hollaus]], die ersten Prototypen des - wegen Copyright-Problemen - so genannten "FM 40 Hilfsmotor". Bei der Wiener Frühjahrsmesse [[1947]] hatte dieser Motor großen Erfolg und in Rabenstein (NÖ.) wurde das "Motorenwerk Ing. Fuchs Rabenstein" gegründet. Die Mitte [[1949]] freigewordenen und ungenutzten Hallen der [[Grill-Werke]] in Hallein schienen Fuchs ideal für die aufgrund der stark steigenden Nachfrage (1948: 200 Motoren) notwendig gewordene Umsiedlung des Unternehmens. Außerdem lag Rabenstein noch in der russischen Besatzungszone, was den Absatz erschwerte. |
| | | | |
| − | Bei der Wiener Frühjahrsmesse [[1947]] hatte dieser Motor großen Erfolg und in Rabenstein ([[NÖ]].) wurde das "Motorenwerk Ing. Fuchs Rabenstein" gegründet. Die Mitte [[1949]] freigewordenen und ungenutzten Hallen der [[Grill-Werke]] in Hallein schienen Fuchs ideal für die aufgrund der stark steigenden Nachfrage ([[1948]]: 200 Motoren) notwendig gewordene Umsiedlung des Unternehmens. Außerdem lag Rabenstein noch in der russischen Besatzungszone, was den Absatz erschwerte.
| + | Im November 1948 wurde die "Motorenwerk Fuchs-Königer Aktiengesellschaft Salzburg-Hallein" gegründet. Anfang [[1949]] begann man bereits mit der Produktion in Hallein. Die "[[Salzburger Volkszeitung]]" veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom [[17. März]] 1949<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19490317&query=%22Motorenwerk+Fuchs-K%c3%b6niger%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Salzburger Volkszeitung", Ausgabe vom 17. März 1949, Seite 3</ref> die Eintragung im Handelsregister:<blockquote> |
| | + | ''Motorenwerk Fuchs-Königer in Hallein gegründet. Neu eingetragen in das [[Salzburger Handelsregister]] wurde das Motorenwerk Fuchs-Königer, Aktiengesellschaft, in Hallein, [[Burgfried (Hallein)|Burgfried]] Nr. 17, Erzeugung von Motoren, Getrieben, Fahrzeugen, Maschinen. Apparaturen, maschinellen Einrichtungen und Armaturen aller Art, insbesondere des Fahrradmotors System Fuchs, Type FM 40. Grundkapital: 1,250.000 [[Schilling|S]]; Vorstand: Maximilian Königer, Kaufmann in Kirchberg a. d. Pielach; Sigrid Schuster, Handelsfrau in Attnang-Puchheim. Gründer und Inhaber der Aktien (1250 zu je 1000 S) sind u. a.: Ing. Anton Fuchs, Konstrukteur in St. Pölten; Maximilian Königer, Kaufmann in Kirchberg a. d. Pielach; Hypotheken- und Kreditinstitut Aktiengesellschaft in Wien; Franz Hintersberger, Angestellter in Wien.</blockquote> |
| | + | Eine noch detailliertere Handelsregistereintragung findet sich in der "[[Salzburger Zeitung]]" vom [[16. April]] 1949 auf Seite 2.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=19490416&query=%22Motorenwerk+Fuchs-K%c3%b6niger%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], "Salzburger Zeitung", Ausgabe vom 16. April 1949, Seite 2</ref> |
| | | | |
| − | Im November 1948 wurde die ''Motorenwerk Fuchs-Königer Aktiengesellschaft Salzburg-Hallein'' gegründet. Anfang 1949 begann man bereits mit der Produktion in Hallein.
| + | Die Firma änderte dann ihren Firmennamen, sie nannte sich "Halleiner Motorenwerk Hinterberger, Schreitl & Co. vormals Halleiner Motorenwerk AG" und hieß schließlich '''Halleiner Motorenwerk AG''' (HMW). In den Jahren [[1955]]/[[1956|56]] begann man auf Grund der guten Verkaufsergebnisse nach einem neuen Standort Ausschau zu halten. Aber auch interne Streitereien und ein Copyright-Rechtsstreit mit "Victoria" in Nürnberg gab es zu bewältigen. Dazu kam, dass [[Eugen Grill]], Besitzer der Grill-Werke, aufgrund des österreichischen Staatsvertrages die gesamte Liegenschaft zurück bekommen sollte. |
| | | | |
| − | Die Firma änderte dann ihren Firmennamen, sie nannte sich ''Halleiner Motorenwerk Hinterberger, Schreitl & Co. vormals Halleiner Motorenwerk AG'' und hieß schließlich '''Halleiner Motorenwerk AG''' (HMW). In den Jahren [[1955]]/[[1956|56]] begann man auf Grund der guten Verkaufsergebnisse nach einem neuen Standort Ausschau zu halten. Aber auch interne Streitereien und ein Copyright-Rechtsstreit mit Victoria in Nürnberg gab es zu bewältigen. Dazu kam, dass [[Eugen Grill]], Besitzer der Grill-Werke, aufgrund des österreichischen Staatsvertrages die gesamte Liegenschaft zurück bekommen sollte.
| + | Im August 1958 verließ das letzte von 107 053 in Hallein gefertigten Mopeds die Montagehallen und die Produktion wurde nach Kottingbrunn, NÖ., verlegt. 500 Personen verloren in Hallein ihre Arbeit<ref>Es dürfte der erste größere Personalabbau in Hallein gewesen sein, weitere Firmen folgten dann in den [[1970er]]- und [[1980er]]-Jahren</ref>. Aber noch während der Umsiedlung begann sich ein Absatzrückgang abzuzeichnen. [[1960]] wurde nur mehr ein Zehntel der Produktion von 1956 erreicht<ref>Wie übrigens auch bei anderen österreichischen Fahrrad- und Motorenherstellern wie [[KTM]] oder Puch</ref>. Erst im September 1958, bereits nach der Schließung, begann man auch in den Zeitungen darüber zu berichten. Der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] versuchte dann im Dezember vergeblich, [[KTM]] zur Ansiedlung in Hallein unter Beteiligung von Grill zu bewegen. Es scheiterte daran, dass Grill nicht die Freigabe der Entschädigungssumme vom Finanzminister erhielt. |
| | | | |
| − | Im August 1958 verließ das letzte von 107 053 in Hallein gefertigten Mopeds die Montagehallen und die Produktion wurde nach Kottingbrunn, Nö., verlegt. 500 Personen verloren in Hallein ihre Arbeit<ref>es dürfte der erste größere Personalabbau in Hallein gewesen sein, weitere Firmen folgten dann in den [[1970er]] und [[1980er]] Jahren</ref>. Aber noch während der Umsiedlung begann sich ein Absatzrückgang abzuzeichnen. [[1960]] wurde nur mehr ein Zehntel der Produktion von 1956 erreicht<ref>wie übrigens auch bei anderen österreichischen Fahrrad- und Motorenherstellern wie [[KTM]] oder Puch</ref>.
| + | Mittlerweile besaß die Österreichische Länderbank das Unternehmen, das das Werk Ende [[1960]] an das Stahlbauunternehmen Waagner-Biró übergab. [[1961]] konnte man bei der Wiener Frühjahrsmesse zum letzten Mal ein HMW-Modell bestaunen. Am [[16. Mai]] [[1962]] verließ das letzte der insgesamt 128 175 gebauten HMW-Mopeds das Werk. |
| | | | |
| − | Erst im September 1958, bereits nach der Schließung, begann man auch in den Zeitungen darüber zu berichten. Der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] versuchte dann im Dezember vergeblich, [[KTM]] zur Ansiedlung in Hallein unter Beteiligung von Grill zu bewegen. Es scheiterte daran, dass Grill nicht die Freigabe der Entschädigungssumme vom Finanzminister erhielt.
| + | In besten Zeiten waren bei den HMW in Hallein 1 250 Menschen beschäftigt (1956). Diese Mitarbeiter verdienten besser als die meisten Halleiner und auch deutlich über dem durchschnittlichen Lohn eines Österreichers. |
| | | | |
| − | Mittlerweile besaß die Österreichische Länderbank das Unternehmen, das das Werk Ende 1960 an das Stahlbauunternehmen Waagner-Biró übergab. [[1961]] konnte man bei der Wiener Frühjahrsmesse zum letzten Mal ein HMW-Modell bestaunen. Am [[16. Mai]] [[1962]] verließ das letzte der insgesamt 128 175 gebauten HMW-Mopeds das Werk.
| + | == Personen im Zusammenhang mit HMW == |
| − | | + | Von [[1949]] bis [[1953]] war [[Günther Uhlirz]] zeitweise für das Unternehmen tätig. |
| − | In besten Zeiten waren bei den HMW in Hallein 1 250 Menschen beschäftigt (1956). Diese Mitarbeiter verdienten besser als die meisten Halleiner und auch deutlich über dem durchschnittlichen Lohn eines Österreichers.
| |
| | | | |
| | Im Jahr 1952 unternahm Richard Wunderer mit einer ''Foxinette'' (Fahrrad mit Fuchs-Anbau-Motor) eine 12 000 km lange Tour durch Italien bis in die Sahara und über [[Spanien]] zurück. | | Im Jahr 1952 unternahm Richard Wunderer mit einer ''Foxinette'' (Fahrrad mit Fuchs-Anbau-Motor) eine 12 000 km lange Tour durch Italien bis in die Sahara und über [[Spanien]] zurück. |
| Zeile 27: |
Zeile 28: |
| | Der ehemalige Fernsehmoderator [[Karl Moik]] war im Halleiner Motorenwerk Lehrling. Seine Mutter, Anna Moik, arbeitete ebenfalls bei HMW. | | Der ehemalige Fernsehmoderator [[Karl Moik]] war im Halleiner Motorenwerk Lehrling. Seine Mutter, Anna Moik, arbeitete ebenfalls bei HMW. |
| | | | |
| − | Der [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorfer]] Gregor Rehrl sammelt, repariert und restauriert HMW- und Fuchs- Modelle (www.hmw-zweirad.at). Er ist unter der Telefonnummer 0680/322 3000 erreichbar<ref>Quelle "BZ Bezirkszeitung" Ausgabe Dezember 2014</ref>. | + | Der [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorfer]] Gregor Rehrl sammelt, repariert und restauriert HMW- und Fuchs- Modelle. Auf seiner Homepage wird die Geschichte von HWM umfassend dargestellt.<ref>[https://www.hmw-zweirad.at/ www.hmw-zweirad.at] |
| | | | |
| | == HMW Produkte== | | == HMW Produkte== |
| − | Cornelia "Conny" Froboess erhielt [[1959]] zu ihrem 16. Geburtstag ein Moped der Firma HMW – sie hatte einen Werbevertrag mit dem Unternehmen und so hieß zum Beispiel ein Moped ''Conny'' (Baujahr [[1959]], 50 cm³). Aber man spürte bereits den Rückgang - es wurden nur 4 000 Stück verkauft. | + | Cornelia "Conny" Froboess erhielt [[1959]] zu ihrem 16. Geburtstag ein Moped der Firma HMW – sie hatte einen Werbevertrag mit dem Unternehmen und so hieß zum Beispiel ein Moped ''Conny'' (Baujahr 1959, 50 cm³). Aber man spürte bereits den Rückgang - es wurden nur 4 000 Stück verkauft. |
| | | | |
| − | Zwischen 1948 und 1960 wurden an den verschiedenen Standorten rund 345 000 Motoren gefertigt, davon alleine in Hallein 321 400. Begonnen hatte die Produktion mit 35 300 Stück vom FM 40 Motor (1948 - 1952), es folgte der 50E-Motor [[1953]], eine Zweigang-Variante 50Z, ab Ende [[1954]] der N2-Motor. Im selben Jahr begann man auch mit der Produktion von 75 cm³-Motoren. Bezüglich der Produktionszahlen gibt es in Quellen unterschiedliche Angabe. Sicher scheint nur die Angabe der Mopedproduktion in Hallein zu sein. Bei den Motoren selbst reichen die Zahlen bis zu einer Million. | + | Zwischen 1948 und 1960 wurden an den verschiedenen Standorten rund 345 000 Motoren gefertigt, davon alleine in Hallein 321 400. Begonnen hatte die Produktion mit 35 300 Stück vom "FM 40"-Motor (1948–1952), es folgte der 50E-Motor 1953, eine Zweigang-Variante "50Z", ab Ende [[1954]] der N2-Motor. Im selben Jahr begann man auch mit der Produktion von 75 cm³-Motoren. Bezüglich der Produktionszahlen gibt es in Quellen unterschiedliche Angabe. Sicher scheint nur die Angabe der Mopedproduktion in Hallein zu sein. Bei den Motoren selbst reichen die Zahlen bis zu einer Million. |
| | | | |
| − | Ein anderes Moped war das ''Glockner Moped''. Die "Glockner 50 Z" wurde von der Tiroler Firma Nuruhrer, Fietz & Co in Bieberwier in geringer Stückzahl ab 1954 erzeugt. Der 49,8-cm³-Motor mit 2,2 PS wurde in Hallein bei HMW hergestellt. Scheinwerfer, Rücklicht, Sattel und Vorderbremse wurden in Deutschland produziert. Erste Produktion war noch 1953 (in Hallein?) und es gab die ''Glockner'' bis 1958. | + | Ein anderes Moped war das "Glockner Moped". Die "Glockner 50 Z" wurde von der Tiroler Firma Nuruhrer, Fietz & Co in Bieberwier in geringer Stückzahl ab 1954 erzeugt. Der 49,8-cm³-Motor mit 2,2 PS wurde in Hallein bei HMW hergestellt. Scheinwerfer, Rücklicht, Sattel und Vorderbremse wurden in [[Deutschland]] produziert. Erste Produktion war noch 1953 (in Hallein?) und es gab die ''Glockner'' bis 1958. |
| | | | |
| | ==HMW Sportergebnisse == | | ==HMW Sportergebnisse == |
| − | Bei der am [[28. Mai|28.]]–[[29. Mai]] stattgefundenen Non-Stop-Fahrt "Quer durch Österreich" mit Startort Salzburg gewannen Golser, Köstler, E. Steiner und Schnöll eine Goldmedaille auf HMW 50 cm³<ref>[[Austro-Motor]], 7/1954, Seite 281</ref> | + | Bei der am [[28. Mai|28.]]–[[29. Mai]] 1954 stattgefundenen Non-Stop-Fahrt "Quer durch Österreich" mit Startort Salzburg gewannen Golser, Köstler, E. Steiner und Schnöll eine Goldmedaille auf HMW 50 cm³<ref>"[[Austro-Motor]]", internationale Auto- und Motorrundschau, Wien, 7/1954, Seite 281</ref> |
| | | | |
| − | [[1957]] gewann HMW die schwerste Moped-Wertungsfahrt des Jahres in Belgien. Die Fahrt über 1 000 Kilometer endete mit einem sensationellen Sieg für die Moped-Markt HMW, die unter 40 Teilnehmern die ersten drei Plätze belegt.<ref>Quelle: ''Austro Motor'', internationale Auto- und Motorrundschau, Wien, Ausgabe 3/1957, aus dem Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer</ref> | + | [[1957]] gewann HMW die schwerste Moped-Wertungsfahrt des Jahres in [[Belgien]]. Die Fahrt über 1 000 Kilometer endete mit einem sensationellen Sieg für die Moped-Markt HMW, die unter 40 Teilnehmern die ersten drei Plätze belegt.<ref>"Austro Motor", internationale Auto- und Motorrundschau, Wien, Ausgabe 3/1957</ref> |
| | | | |
| | ==HMW Treffen 2010== | | ==HMW Treffen 2010== |
| | :''Hauptartikel [[HMW Treffen]] | | :''Hauptartikel [[HMW Treffen]] |
| − | [[Peter Frohnwieser junior]] - [[Technologie-Sammler- und Museumsverein]] organisierte am Samstag, den [[25. September]] [[2010]] das erste HMW-Treffen ''Zu den Halleinern kommen''. | + | [[Peter Frohnwieser junior]] vom [[Technologie-Sammler- und Museumsverein]] organisierte am Samstag, den [[25. September]] [[2010]], das erste HMW-Treffen "Zu den Halleinern kommen". |
| | | | |
| | == Ausstellungen == | | == Ausstellungen == |
| − | * "''Die Halleiner kommen.''" 11. bis 14. Juni 2009 in Kottingbrunn unter Federführung von Johann Kowalski und Walter Langenhagen. Der Titel zielte auf jene Salzburger Familien ab, die mit dem Unternehmen von Hallein nach Kottingbrunn mitübersiedelten. | + | * "Die Halleiner kommen." [[11. Juni|11.]] bis [[14. Juni]] [[2009]] in Kottingbrunn von Johann Kowalski und Walter Langenhagen. Der Titel zielte auf jene Salzburger Familien ab, die mit dem Unternehmen von Hallein nach Kottingbrunn übersiedelten. |
| − | * "Die Halleiner kommen zurück." 28. Mai bis 29. August 2010 im [[Keltenmuseum Hallein]] im Rahmen der Ausstellungsreihe "Halleiner Stadtgeschichte(n)". | + | * "Die Halleiner kommen zurück." [[28. Mai]] bis [[29. August]] [[2010]] im [[Keltenmuseum Hallein]] im Rahmen der Ausstellungsreihe "Halleiner Stadtgeschichte(n)". |
| − | * 2013 legte die österreichische Post eine Sonderbriefmarke mit der HMW Z 50 als Motiv auf. | + | * [[2013]] legte die österreichische Post eine Sonderbriefmarke mit der HMW Z 50 als Motiv auf. |
| − | * In der Sonderschau [[Österreichische Motorradgeschichte im fahrtraum Mattsee]] vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2018 sind einige Modelle zu sehen. | + | * In der Sonderschau [[Österreichische Motorradgeschichte im fahrtraum Mattsee]] vom [[1. Oktober]] [[2017]] bis [[28. Februar]] [[2018]] waren einige Modelle zu sehen. |
| | | | |
| | == Literatur == | | == Literatur == |
| Zeile 58: |
Zeile 59: |
| | * [http://www.austroclassic.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1854&Itemid=46 www.austroclassic.at], mit Schwerpunkt Ing. Anton Fuchs | | * [http://www.austroclassic.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1854&Itemid=46 www.austroclassic.at], mit Schwerpunkt Ing. Anton Fuchs |
| | * [https://www.hmw-zweirad.at/die-hmw-geschichte/ www.hmw-zweirad.at], ausführliche Firmengeschichte und am Startbild die korrekte Firmenschreibweise "Halleiner Motorenwerk" | | * [https://www.hmw-zweirad.at/die-hmw-geschichte/ www.hmw-zweirad.at], ausführliche Firmengeschichte und am Startbild die korrekte Firmenschreibweise "Halleiner Motorenwerk" |
| | + | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nos&datum=19490717&query=%22Motorenwerk+Fuchs-K%c3%b6niger%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], "Neues Österreich", ein Beitrag über Produktionszahlen und technische Daten des Motors, 1949 |
| | | | |
| | ==Quellen== | | ==Quellen== |