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| | Bereits im Sommer [[2023]] hatte Windhager 179 seiner knapp 400 Österreich-Mitarbeiter für drei Monate in Kurzarbeit geschickt, nachdem das Arbeitsmarktservice (AMS) einen entsprechenden Antrag des Unternehmens bewilligt hatte. Der Umsatz beim auf die Herstellung von Pelletheizungen spezialisierten Unternehmen war damals massiv eingebrochen. Das Unternehmen verlängerte die Kurzarbeit im Winter um weitere zwei Monate. Vom AMS gab es aber beim zweiten Mal kein grünes Licht - und keine Förderung. Auch diese Entscheidung traf das Unternehmen schwer. Zu schaffen machte Windhager auch die lange Debatte um das neue Heizungsgesetz in Deutschland, das bei Kunden Verunsicherung auslöste. Rund 70 Prozent seines Umsatzes macht Windhager im Export, der Hauptmarkt ist Deutschland. Hinzu kommen hohe Investitionen: Nahe Gmunden errichtet Windhager derzeit um rund 100 Millionen Euro ein neues Werk für Wärmepumpen. Eröffnet werden soll es - so waren bislang die Pläne - im Sommer 2024.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-heizungshersteller-windhager-insolvenz-151181284 www.sn.at], [[APA]]-Meldung in den "[[Salzburger Nachrichten]]" am 5. Jänner 2024</ref> | | Bereits im Sommer [[2023]] hatte Windhager 179 seiner knapp 400 Österreich-Mitarbeiter für drei Monate in Kurzarbeit geschickt, nachdem das Arbeitsmarktservice (AMS) einen entsprechenden Antrag des Unternehmens bewilligt hatte. Der Umsatz beim auf die Herstellung von Pelletheizungen spezialisierten Unternehmen war damals massiv eingebrochen. Das Unternehmen verlängerte die Kurzarbeit im Winter um weitere zwei Monate. Vom AMS gab es aber beim zweiten Mal kein grünes Licht - und keine Förderung. Auch diese Entscheidung traf das Unternehmen schwer. Zu schaffen machte Windhager auch die lange Debatte um das neue Heizungsgesetz in Deutschland, das bei Kunden Verunsicherung auslöste. Rund 70 Prozent seines Umsatzes macht Windhager im Export, der Hauptmarkt ist Deutschland. Hinzu kommen hohe Investitionen: Nahe Gmunden errichtet Windhager derzeit um rund 100 Millionen Euro ein neues Werk für Wärmepumpen. Eröffnet werden soll es - so waren bislang die Pläne - im Sommer 2024.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-heizungshersteller-windhager-insolvenz-151181284 www.sn.at], [[APA]]-Meldung in den "[[Salzburger Nachrichten]]" am 5. Jänner 2024</ref> |
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| − | KSV1870 und Alpenländischer Kreditorenverband berichten, dass das Unternehmen mit 440 Mitarbeitern Passiva von mehr als 86 Millionen Euro hat, dem stehen Aktiva von 23 Millionen gegenüber. Es gebe 354 Gläubiger in der Produktionsgesellschaft und rund 150 in der Vertriebs- und Servicegesellschaft.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/insolvenz-wie-mitarbeiter-windhager-151281331 www.sn.at], 7. Jänner 2023</ref>
| + | Am [[8. Jänner]] wurde am Salzburger Landesgericht das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über zwei Windhager-Gesellschaften eröffnet. Über eine Logistikgesellschaft wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Die Zentralheizung-Technik-Gesellschaft weist laut dem "Kreditschutzverband von 1870" Passiva in der Höhe von 78,2 Millionen Euro aus. Aktiva von 21,4 Millionen Euro stehen dem gegenüber. Auf die Windhager-Zentralheizung-Gesellschaft entfallen Passiva in der Höhe von 8,2 Millionen Euro und Aktiva von 2,2 Millionen Euro. Den über 500 Gläubigern<ref>354 Gläubiger in der Produktionsgesellschaft und rund 150 in der Vertriebs- und Servicegesellschaft. Quelle [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/insolvenz-wie-mitarbeiter-windhager-151281331 www.sn.at], 7. Jänner 2023</ref> wurde ein Sanierungsplanvorschlag unterbreitet: 20 Prozent binnen zwei Jahren. |
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| | + | Bei Windhager hofft man weiterhin auf einen Investor - laut einem Branchenkenner sei das schwierig: "Jetzt mit einem neuen Werk auf die Produktion von Wärmepumpen zu setzen ist, wie wenn man auf einen fahrenden Zug mit 100 km/h aufspringen möchte", sagt der Unternehmer. Windhager sei mit der Erschließung des neuen Wärmepumpen-Geschäftsfelds zehn Jahre zu spät dran. Für die internationalen Absatzmärkte sei das Werk in Oberösterreich viel zu klein dimensioniert. |
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| | + | Was überrascht: Das Jahr 2022 hat Windhager noch erfolgreich abgeschlossen. 5,4 Millionen Euro blieben in der Zentralheizung- und 13,2 Millionen in der Zentralheizung-Technik-Gesellschaft als Bilanzgewinn übrig.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/hat-windhager-werk-151339579 www.sn.at], 9. Jänner 2023</ref> |
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| | :''Telefon: (0 62 12) 2341 - 0 | | :''Telefon: (0 62 12) 2341 - 0 |
| | :''[[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]: +43 06212 4228 | | :''[[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]: +43 06212 4228 |
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| − | :Geschäftsführung: Manfred Faustmann
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| − | :Firmenbuchgericht: Handelsgericht Salzburg
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| − | :Umsatzsteueridentifikationsnummer: ATU 61870345
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