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| | Die Errichtung der Scheitelstrecke von [[Eben im Pongau]] bis Rennweg ([[Kärnten]] kostete 1975 rund 11,8 Milliarden Schilling. Dabei kam ein Autobahnkilometer auf 11,12 Mill. Euro Baukosten. Dazu im Vergleich: 2011 kostete derselbe Autobahnkilometer aufgrund der umfangreichen Umweltmaßnahmen rund 29 Mill. Euro. | | Die Errichtung der Scheitelstrecke von [[Eben im Pongau]] bis Rennweg ([[Kärnten]] kostete 1975 rund 11,8 Milliarden Schilling. Dabei kam ein Autobahnkilometer auf 11,12 Mill. Euro Baukosten. Dazu im Vergleich: 2011 kostete derselbe Autobahnkilometer aufgrund der umfangreichen Umweltmaßnahmen rund 29 Mill. Euro. |
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| | + | === Verkehrssituation === |
| | + | Die steigende Verkehrsfrequenz führte immer wieder zu Überlastung und Staus vor allem vor den Tunnels und dies wiederum besonders in den Sommerferien. Ein schwerer Unfall im Tauern-Tunnel im Mai [[1999]] bestätigte die Befürworter eines zweiröhrigen Ausbaus der Tunnels. Die Arbeiten an den beiden zweiten Röhren waren [[2010]] abgeschlossen. |
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| | + | Im Eröffnungsjahr 1975 fuhren 649 000 Fahrzeuge über die Tauernautobahn bei der [[Mautstelle St. Michael]], [[2017]] waren es nach einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich rund acht Millionen Fahrzeuge.<ref name="SN2018"></ref> |
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| | + | Auf der Tauernautobahn wurden 2010 im Bereich von [[Anif]] 2 155 500 Lkw gezählt, eine Steigerung von 3,4 Prozent zu 2009. Bei [[Hallein]] waren es 1,7 Millionen Lkw und beim [[Ofenauer Tunnel (Tauernautobahn)|Ofenauer Tunnel]] mehr als 1,6 Millionen Lkw. |
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| | + | Von Jänner bis April 2011 wurden um 4,14 Prozent mehr Pkw (1,27 Millionen) und um 4,75 Prozent mehr Lkw (349 000) registriert. |
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| | + | 1975, im Jahr der Eröffnung, passierten knapp 649 000 Fahrzeuge die Tauernautobahn. 2010 waren es 6,42 Millionen, zehn Mal so viel wie 1975. 1975 waren zwölf Mitarbeiter an der [[Mautstelle St. Michael]] beschäftigt, ein Jahr später schon 21 und 2010 waren es 27 Personen (Stammpersonal). Die Mautstelle ist für eine Kapazität von 2 000 bis 2 100 Fahrzeuge pro Stunde in Spitzenzeiten ausgelegt. |
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| | + | Auf der Tauernautobahn zwischen Salzburg und Kärnten wurden [[2018]] bei der Mautstelle St. Michael im Lungau 1,095 Mill. Lkw registriert, das war ein Plus von drei Prozent gegenüber 2017.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/politik/innenpolitik/vereint-gegen-lkw-transit-73918369 25. Juli 2019]</ref> |
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| | + | Die [[Ausfahrtssperren A10|Ausfahrtssperren]] entlang der A 10 waren eine Notmaßnahme, die erstmals am Wochenende [[13. Juli|13.]] bis [[15. Juli]] [[2019]] zur Anwendung kam. Stand 2023 werden diese Ausfahrtsperren immer noch an verkehrsstarken Sommerwochenenden verfügt. |
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| | ==== 2023 bis 2025: Umfangreiche Tunnelsanierungen ==== | | ==== 2023 bis 2025: Umfangreiche Tunnelsanierungen ==== |
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| | Diese Tunnelsanierungsarbeiten führten dazu, dass Autofahrer für die Wegstrecke auf der Tauernautobahn von Salzburg nach Werfen, rund 43 Kilometer, am Freitagnachmittag (17 Uhr), den [[22. Dezember]] 2023 mit fast dreieinhalb Stunden Fahrzeit rechnen mussten; Maut- und Stauflüchtlinge sorgten darüber hinaus, dass auch die [[Salzachtal Straße]] zwischen Kuchl und Golling genau wie die A 10 auf Online-Verkehrsdiensten dunkelrot markiert war.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/tauernautobahn-staufluechtlinge-verkehr-tennengauer-gemeinden-stillstand-150545758 www.sn.at], 22. Dezember 2023</ref> | | Diese Tunnelsanierungsarbeiten führten dazu, dass Autofahrer für die Wegstrecke auf der Tauernautobahn von Salzburg nach Werfen, rund 43 Kilometer, am Freitagnachmittag (17 Uhr), den [[22. Dezember]] 2023 mit fast dreieinhalb Stunden Fahrzeit rechnen mussten; Maut- und Stauflüchtlinge sorgten darüber hinaus, dass auch die [[Salzachtal Straße]] zwischen Kuchl und Golling genau wie die A 10 auf Online-Verkehrsdiensten dunkelrot markiert war.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/tauernautobahn-staufluechtlinge-verkehr-tennengauer-gemeinden-stillstand-150545758 www.sn.at], 22. Dezember 2023</ref> |
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| | + | ===== Skurrile Situationen ===== |
| | + | Unglaubliche Szenen hätten sich in den Weihnachtsferien 2023 auf dem [[Riedlweg (Hallein)|Riedlweg]] in [[Hallein]] und in [[Adnet]] abgespielt, wie Anrainerin Sigrid Rettenbacher berichtet. Die einspurige Straße, normalerweise benutzt von Anrainern und Landwirten, wurde von Google Maps als Ausweichroute für den Stau angezeigt. Von Abkürzung könne keine Rede sein, denn schnell ging auch dort nichts mehr. "Teilweise brauchte man für einen Kilometer eine halbe Stunde", sagt Rettenbacher. Ein Bild zeigt einen Autofahrer, der einfach über ein Feld mit seinem Pkw fuhr, um dem Stau auf dem Riedlweg zu entkommen. |
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| | + | Selbiges spielte sich in Hallein am [[23. Dezember]] am [[Sonnenscheinweg (Hallein)|Sonnenscheinweg]] ab: Die einspurige Straße ist Teil des [[Tauernradweg]]es. Die Stauflüchtlinge würden teils die kleinsten Ausweichrouten nutzen, heißt es aus dem Büro des Halleiner Bürgermeisters [[Alexander Stangassinger]] ([[SPÖ]]). So würden einige über den [[Ahauserweg (Hallein)|Ahauserweg]] beim Interspar fahren: Dort geht es einspurig durch eine Siedlung mit Einfamilienhäusern. Damit könne man nur einige 100 Meter abkürzen - und verstopfe den Anrainerinnen und Anrainern die Ausfahrt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/kuriose-ausweichrouten-wenn-abkuerzung-151131442 www.sn.at], 4. Jänner 2024: Querfeldein im Tennengau - wie Autofahrer dem Stau auf der A10 entkommen wollen </ref> |
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| | + | Am [[5. Jänner]] [[2024]] blockierte die Bevölkerung der Marktgemeinde [[Golling an der Salzach]] die Durchfahrt durch den Markt aus Protest der unhaltbaren Situation der Stauflüchtlinge. |
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| | == Chronologie der Eröffnungen == | | == Chronologie der Eröffnungen == |
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| | * [[3. Juli]] 1986: ASt Spittal/Drau Ost – ASt Villach West (26,195 km) | | * [[3. Juli]] 1986: ASt Spittal/Drau Ost – ASt Villach West (26,195 km) |
| | * [[28. Juni]] [[1988]]: ASt Villach West – Knoten Villach (9,864 km) | | * [[28. Juni]] [[1988]]: ASt Villach West – Knoten Villach (9,864 km) |
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| − | == Mautgebühren ==
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| − | Nach einem Bericht der [[Salzburger Nachrichten]] vom 21. Juni 1975 kostete damals eine Pkw-Einzelfahrt 180 [[Schilling]], was einem heutigen Wert von 583 Schilling oder rund 42 Euro entspräche. 2018 kostete eine Einzelfahrt 11,50 Euro.<ref name="SN2018"></ref>
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| − | == Verkehrssituation ==
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| − | Die steigende Verkehrsfrequenz führte immer wieder zu Überlastung und Staus vor allem vor den Tunnels und dies wiederum besonders in den Sommerferien. Ein schwerer Unfall im Tauern-Tunnel im Mai [[1999]] bestätigte die Befürworter eines zweiröhrigen Ausbaus der Tunnels. Die Arbeiten an den beiden zweiten Röhren waren [[2010]] abgeschlossen.
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| − | Im Eröffnungsjahr 1975 fuhren 649 000 Fahrzeuge über die Tauernautobahn bei der [[Mautstelle St. Michael]], [[2017]] waren es nach einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich rund acht Millionen Fahrzeuge.<ref name="SN2018"></ref>
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| − | Auf der Tauernautobahn wurden 2010 im Bereich von [[Anif]] 2 155 500 Lkw gezählt, eine Steigerung von 3,4 Prozent zu 2009. Bei [[Hallein]] waren es 1,7 Millionen Lkw und beim [[Ofenauer Tunnel (Tauernautobahn)|Ofenauer Tunnel]] mehr als 1,6 Millionen Lkw.
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| − | Von Jänner bis April 2011 wurden um 4,14 Prozent mehr Pkw (1,27 Millionen) und um 4,75 Prozent mehr Lkw (349 000) registriert.
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| − | 1975, im Jahr der Eröffnung, passierten knapp 649 000 Fahrzeuge die Tauernautobahn. 2010 waren es 6,42 Millionen, zehn Mal so viel wie 1975. 1975 waren zwölf Mitarbeiter an der [[Mautstelle St. Michael]] beschäftigt, ein Jahr später schon 21 und 2010 waren es 27 Personen (Stammpersonal). Die Mautstelle ist für eine Kapazität von 2 000 bis 2 100 Fahrzeuge pro Stunde in Spitzenzeiten ausgelegt.
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| − | Auf der Tauernautobahn zwischen Salzburg und Kärnten wurden [[2018]] bei der Mautstelle St. Michael im Lungau 1,095 Mill. Lkw registriert, das war ein Plus von drei Prozent gegenüber 2017.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/politik/innenpolitik/vereint-gegen-lkw-transit-73918369 25. Juli 2019]</ref>
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| − | Die [[Ausfahrtssperren A10|Ausfahrtssperren]] entlang der A 10 waren eine Notmaßnahme, die erstmals am Wochenende [[13. Juli|13.]] bis [[15. Juli]] [[2019]] zur Anwendung kam. Stand 2023 werden diese Ausfahrtsperren immer noch an verkehrsstarken Sommerwochenenden verfügt.
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| | == Schutzmaßnahmen == | | == Schutzmaßnahmen == |