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| | Matthäus Lang versuchte nun seine Gegnerschaft - die Bauern - im Land zu spalten. Er gewährte einige wenige Zugeständnisse an die wirtschaftlich bessergestellten Angehörigen der unteren Stände. Dadurch sahen wohlhabende Bauern keine Notwendigkeit wieder zu kämpfen. Die ärmeren Bauern aber wollten um die ihnen bereits zugesagten, aber nachher nicht gewährten Rechte kämpfen. Bei den Gewerken gab es eine ähnliche Spaltung.<ref name="Geißmayer"></ref> | | Matthäus Lang versuchte nun seine Gegnerschaft - die Bauern - im Land zu spalten. Er gewährte einige wenige Zugeständnisse an die wirtschaftlich bessergestellten Angehörigen der unteren Stände. Dadurch sahen wohlhabende Bauern keine Notwendigkeit wieder zu kämpfen. Die ärmeren Bauern aber wollten um die ihnen bereits zugesagten, aber nachher nicht gewährten Rechte kämpfen. Bei den Gewerken gab es eine ähnliche Spaltung.<ref name="Geißmayer"></ref> |
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| − | ==== Die Belagerung von Radstadt ==== | + | ==== Die Belagerung von Radstadt und der Nebenkriegsschauplatz in der angrenzenden Obersteiermark==== |
| | Die aufständischen Bauern, Gewerken und Knappen aus dem Salzburger Land, die seit dem Frühling 1526 von Michael Geißmayer geleitet wurden, hatten im Mai und Juni 1526 noch Erfolge in Gefechten gegen mehrere heranrückende Heerhaufen des Schwäbischen Bundes. Die kriegerischen Auseinandersetzungen verliefen blutiger und grausamer als jene im letzten Jahr. Diesmal gingen auch Schlösser in Flammen auf. Am [[14. April]] standen die ersten Bauern vor den Toren von Radstadt und es kam zu einer bis am [[3. Juli]] 1526 dauernden [[Belagerung von Radstadt]]. | | Die aufständischen Bauern, Gewerken und Knappen aus dem Salzburger Land, die seit dem Frühling 1526 von Michael Geißmayer geleitet wurden, hatten im Mai und Juni 1526 noch Erfolge in Gefechten gegen mehrere heranrückende Heerhaufen des Schwäbischen Bundes. Die kriegerischen Auseinandersetzungen verliefen blutiger und grausamer als jene im letzten Jahr. Diesmal gingen auch Schlösser in Flammen auf. Am [[14. April]] standen die ersten Bauern vor den Toren von Radstadt und es kam zu einer bis am [[3. Juli]] 1526 dauernden [[Belagerung von Radstadt]]. |
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| − | ==== Nebenschauplatz Obersteiermark ====
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| | Auch in der Steiermark war die Lage angespannt. Doch noch im Mai des Jahres wurden die obersteirischen Bergbauorte und Schladming zu Hauptaufstandsgebieten. Als größter Erfolg der Aufständischen gilt der Überfall auf das Lager des steirischen Landeshauptmanns <span style="color:green">Siegmund von Dietrichstein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Siegmund von Dietrichstein]]</ref> während des <span style="color:green">Schladminger Bauern- und Knappenaufstands 1525</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Schladming, die Bauernkriege im Ennstal und die Zerstörung Schladmings#Schladminger Bauern- und Knappenaufstand 1525]]</ref> am [[3. Juli]] 1525. Der siegreiche Bauernhauptmann war Michael Gruber. Nachdem Niklas Graf Salm die Aufständischen in mehreren Gefechten besiegt hatte, kapitulierten die letzten Rebellen Mitte Oktober 1526 in Eisenerz. | | Auch in der Steiermark war die Lage angespannt. Doch noch im Mai des Jahres wurden die obersteirischen Bergbauorte und Schladming zu Hauptaufstandsgebieten. Als größter Erfolg der Aufständischen gilt der Überfall auf das Lager des steirischen Landeshauptmanns <span style="color:green">Siegmund von Dietrichstein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Siegmund von Dietrichstein]]</ref> während des <span style="color:green">Schladminger Bauern- und Knappenaufstands 1525</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Schladming, die Bauernkriege im Ennstal und die Zerstörung Schladmings#Schladminger Bauern- und Knappenaufstand 1525]]</ref> am [[3. Juli]] 1525. Der siegreiche Bauernhauptmann war Michael Gruber. Nachdem Niklas Graf Salm die Aufständischen in mehreren Gefechten besiegt hatte, kapitulierten die letzten Rebellen Mitte Oktober 1526 in Eisenerz. |
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| | + | ==Der gescheiterte Aufstand von 1563 == |
| | + | 1563 begehrten etliche Bauern unter Hans Stainer und Wilhelm Egger gegen den Erzbischof auf und wollten auch den Ausbau der Burg Hohenwerfen unterbinden. Es zeigte sich aber rasch, dass die Mehrheit der Bauern und sich nicht dem neuen Aufstand anschließen wollten. Die Anführer wurden verhaftet und hingerichtet. |
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| | === Die Folgen der Bauernaufstände === | | === Die Folgen der Bauernaufstände === |