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==== Bürgerbefragung ====
 
==== Bürgerbefragung ====
Der Ausgang der Bürgerbefragung in der Stadt Salzburg am 26. November wird eine erste Richtschnur sein, wie das Megaverkehrsprojekt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Politisch bindend ist das Ergebnis nicht. Das betonten sowohl Bürgermeister [[Harald Preuner]] als auch [[LH-Stv]]. [[Stefan Schnöll]] (beide [[ÖVP]]) mehrfach. Beim [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] wird gerade eine bundeslandweite Bürgerbefragung für Mitte des Jahres 2024 vorbereitet. Die Befragung der Stadt-Salzburger bezeichnete Schnöll als "unseriös", weil sie zu früh stattfinde ("bevor alle Fakten auf dem Tisch liegen") und die übrigen Gemeinden des Landes ausschließe. Nach dem [[Regionalverband Flachgau-Nord]] hat am Montag auch der [[Regionalverband Salzburg-Stadt und Umgebungsgemeinden]] in einem offenen Brief die Teilnahme der Gemeinden [[Anif]], [[Anthering]], [[Bergheim]], [[Elixhausen]], [[Elsbethen]], [[Eugendorf]], [[Grödig]], [[Großgmain]], [[Hallwang]] und [[Wals-Siezenheim]] gefordert: "Der Bau des S-Link ist keine lokale Maßnahme."
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:'' [[Bürgerbefragung zum S-Link in der Stadt Salzburg]]
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Der Ausgang der Bürgerbefragung in der Stadt Salzburg am [[26. November]]  [[2023]] war eine erste Richtschnur, wie das Megaverkehrsprojekt bei den Bürgern ankommt. Politisch bindend ist das Ergebnis nicht. Das betonten sowohl Bürgermeister [[Harald Preuner]] als auch [[LH-Stv]]. [[Stefan Schnöll]] (beide [[ÖVP]]) mehrfach. Beim [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] wird gerade eine bundeslandweite Bürgerbefragung für Mitte des Jahres 2024 vorbereitet. Die Befragung der Stadt-Salzburger bezeichnete Schnöll als "unseriös", weil sie zu früh stattfinde ("bevor alle Fakten auf dem Tisch liegen") und die übrigen Gemeinden des Landes ausschließe. Nach dem [[Regionalverband Flachgau-Nord]] hat am Montag auch der [[Regionalverband Salzburg-Stadt und Umgebungsgemeinden]] in einem offenen Brief die Teilnahme der Gemeinden [[Anif]], [[Anthering]], [[Bergheim]], [[Elixhausen]], [[Elsbethen]], [[Eugendorf]], [[Grödig]], [[Großgmain]], [[Hallwang]] und [[Wals-Siezenheim]] gefordert: "Der Bau des S-Link ist keine lokale Maßnahme."
    
==== Mit und ohne S-Link: Aus dem Flachgau in die Stadt Salzburg ====
 
==== Mit und ohne S-Link: Aus dem Flachgau in die Stadt Salzburg ====
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: Mit S-Link: Ab Oberndorf S1-S-Link (34 Min.) bis Station Nähe Polizeidirektion = Gesamtfahrtzeit 34 Min. (Umstiege: 0)
 
: Mit S-Link: Ab Oberndorf S1-S-Link (34 Min.) bis Station Nähe Polizeidirektion = Gesamtfahrtzeit 34 Min. (Umstiege: 0)
 
: Vergleich: - 17 Min. / - 33 Prozent
 
: Vergleich: - 17 Min. / - 33 Prozent
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==== 2023: Salzburger Hoteliers befürchten Umsatzrückgang von 110 Millionen Euro  ====
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800 000 Nächtigungen weniger in drei Jahren und ein Personalabbau von mehr als 100 Mitarbeitern in Betrieben in der Stadt Salzburg - das prognostiziert eine Studie 2023, die die [[Wirtschaftskammer]] in Auftrag gegeben hat. Betroffener und Branchensprecher [[Georg Imlauer]] fordert nun "ordentliche Entschädigungen". Als Betroffene gelten hierbei jene Betriebe, die direkt an der geplanten Trasse liegen: 20 Hotelbetriebe und 45 Gastronomiebetriebe. Die Ergebnisse klingen zunächst ernüchternd: Zwischen 2025 und 2027 sollen den Prognosen zufolge die Hotels Verluste von insgesamt 800nbsp;000 Nächtigungen verzeichnen. Das sind 41,16 Prozent weniger als bei einer prognostizierten Normalerwartung. Das entspricht einem Umsatzverlust von bis zu 110 Millionen Euro (44 Prozent) für alle Betriebe. Georg Imlauer und die Wirtschaftskammer Salzburg legten einen Vorschlag für einen Entschädigungsfonds vor: Bei einem Umsatzausfall von mehr als 30 Prozent soll es eine pauschale Ersatzrate von 30 Prozent des Verlustes geben.
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[[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Stefan Schnöll]] ([[ÖVP]]) hatte bei der Diskussion um den S-Link im [[SN-Saal]] nur wenige Tage vor der Bürgerbefragung einen Entschädigungsfonds angekündigt.  Aus seinem Büro heißt es dazu: "Es gab bereits erste Gespräche mit dem WK-Präsidenten [[Peter Buchmüller]] und WK-Direktor [[Manfred Pammer]]. Heute fand außerdem ein weiterer Termin mit der Wirtschaftskammer Salzburg statt, um mögliche Unterstützungsmöglichkeiten auszuloten. Bei diesem Termin war auch ein Vertreter der Wirtschaftskammer Wien dabei, welcher den Entschädigungsfonds aus Wien präsentiert hat." Die von der Prodinger Tourismusberatungs GmbH präsentierte Studie selbst wolle man nicht bewerten. "Es gibt keine solide Datengrundlage dazu. Das Land Salzburg nimmt die Sorgen der Betroffenen ernst und wird deshalb weitere Gespräche mit der Wirtschaftskammer führen, um ein entsprechendes Modell zu prüfen."<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/s-link-baustelle-salzburger-hoteliers-umsatzrueckgang-millionen-euro-149721310 www.sn.at], 6. Dezember 2023</ref>
    
== Chronologie 40 Jahre Diskussion über ein ungebautes Jahrhundertprojekt ==
 
== Chronologie 40 Jahre Diskussion über ein ungebautes Jahrhundertprojekt ==