| − | Für seinen Erstgeborenen aus erster Ehe musste Georg wirtschaftliche Hilfe leisten. Josef Martin begann nach abgebrochenem Studium mit einem kleinen Handelsgeschäft in Salzburg, kam jedoch bald in finanzielle Schwierigkeiten. Sein Vater, der einen Großteil seiner Schulden übernahm, vermerkte in seinem Testament, dass er die Hälfte der von den Gläubigern geforderten Summe von 2.262 Gulden gezahlt hatte. Die väterliche Handlung hatte zusätzlich 6.438 Gulden Forderung an Josef Martin, es wurde ihm allerdings - wie auch von den anderen Gläubigern - die Hälfte der Summe erlassen. Zum Vergleich: die ursprüngliche Gesamtsumme der Schulden war beinahe doppelt so hoch, wie der Preis für das Haus Getreidegasse 9. Josef Martin hatte dadurch Ansehen, Ehre, Kreditwürdigkeit und seinen Stand verloren. Als auch noch seine Frau plötzlich und früh im Jahr 1725 starb (sie wurde in St Peter begraben), verließ Josef Martin seine vier minderjährigen, halbverwaisten Kinder in Salzburg und floh in militärische Dienste. Er wurde Rechnungsoffizier in kaiserlichen Diensten und schließlich Dragoner in einem Kavallerie-Regiment des Heeres von Prinz Eugen. Dort blieb Josef Martin, obwohl die Familie stets versuchte, ihn zur Rückkehr nach Salzburg zu bewegen, bis er (laut Familienchronik) [[1732]] in Belgrad fiel. | + | Für seinen Erstgeborenen aus erster Ehe musste Georg wirtschaftliche Hilfe leisten. Josef Martin begann nach abgebrochenem Studium mit einem kleinen Handelsgeschäft in Salzburg, kam jedoch bald in finanzielle Schwierigkeiten. Sein Vater, der einen Großteil seiner Schulden übernahm, vermerkte in seinem Testament, dass er die Hälfte der von den Gläubigern geforderten Summe von 2.262 Gulden gezahlt hatte. Die väterliche Handlung hatte zusätzlich 6.438 Gulden Forderung an Josef Martin, es wurde ihm allerdings - wie auch von den anderen Gläubigern - die Hälfte der Summe erlassen. Zum Vergleich: die ursprüngliche Gesamtsumme der Schulden war beinahe doppelt so hoch wie der Preis für das Haus Getreidegasse 9. Josef Martin hatte dadurch Ansehen, Ehre, Kreditwürdigkeit und seinen Stand verloren. Als auch noch seine Frau plötzlich und früh im Jahr 1725 starb (sie wurde in St Peter begraben), verließ Josef Martin seine vier minderjährigen, halbverwaisten Kinder in Salzburg und floh in militärische Dienste. Er wurde Rechnungsoffizier in kaiserlichen Diensten und schließlich Dragoner in einem Kavallerie-Regiment des Heeres von Prinz Eugen. Dort blieb Josef Martin, obwohl die Familie stets versuchte, ihn zur Rückkehr nach Salzburg zu bewegen, bis er (laut Familienchronik) [[1732]] in Belgrad fiel. |