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Aufgrund des [[Coronavirus]] teilte die Festspielleitung am [[25. März]] 2020 einen dreistufigen Entscheidungsplan mit:
 
Aufgrund des [[Coronavirus]] teilte die Festspielleitung am [[25. März]] 2020 einen dreistufigen Entscheidungsplan mit:
 
* Die "Stufe 1" war am [[16. März]] bereits gesetzt worden. An diesem Tag wurden, aufgrund von behördlicher Vorschrift, alle Festspielhäuser und Werkstätten bis vorerst [[13. April]] geschlossen.
 
* Die "Stufe 1" war am [[16. März]] bereits gesetzt worden. An diesem Tag wurden, aufgrund von behördlicher Vorschrift, alle Festspielhäuser und Werkstätten bis vorerst [[13. April]] geschlossen.
* Die "Stufe 2" muss am [[15. April]] beschritten werden, teilt das Direktorium mit. Dann sei zu entscheiden, ob die [[Pfingstfestspiele]] durchgeführt werden könnten. Diese sind von [[29. Mai]] bis [[1. Juni]] geplant. [[Intendant der Salzburger Pfingstfestspiele|Intendant]]in [[Cecilia Bartoli]] denke bereits an Alternativen.
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* Die "Stufe 2" muss am [[15. April]] beschritten werden, teilt das Direktorium mit. Dann sei zu entscheiden, ob die [[Pfingstfestspiele]] durchgeführt werden könnten. Diese sind von [[29. Mai]] bis [[1. Juni]] geplant. Intendantin [[Cecilia Bartoli]] denke bereits an Alternativen.
 
* Am [[30. Mai]] muss dann bei "Stufe Nummer 3" entschieden werden, ob und in welcher Form die Salzburger Festspiele zu ihrem 100-Jahre-Jubiläum stattfinden könnten.
 
* Am [[30. Mai]] muss dann bei "Stufe Nummer 3" entschieden werden, ob und in welcher Form die Salzburger Festspiele zu ihrem 100-Jahre-Jubiläum stattfinden könnten.
    
Am [[17. April]] 2020 gab der Bundesminister für Kunst und Kultur, Werner Kogler, bekannt, dass alle Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August nicht stattfinden dürfen. [[Festspielpräsidentin]] [[Helga Rabl-Stadler]] hielt dennoch daran fest, erst am 30. Mai eine Entscheidung zu treffen und doch die Festspiele veranstalten zu können.<ref>[https://www.sn.at/salzburger-festspiele/rabl-stadler-versichert-unser-ziel-sind-nach-wie-vor-festspiele-86365036 www.sn.at], 17. April 2020</ref>
 
Am [[17. April]] 2020 gab der Bundesminister für Kunst und Kultur, Werner Kogler, bekannt, dass alle Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August nicht stattfinden dürfen. [[Festspielpräsidentin]] [[Helga Rabl-Stadler]] hielt dennoch daran fest, erst am 30. Mai eine Entscheidung zu treffen und doch die Festspiele veranstalten zu können.<ref>[https://www.sn.at/salzburger-festspiele/rabl-stadler-versichert-unser-ziel-sind-nach-wie-vor-festspiele-86365036 www.sn.at], 17. April 2020</ref>
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In der ORF-2-Diskussionssendung "Im Zentrum" erklärte Rabl-Stadler am [[26. April]] 2020, dass sie für die Festspiele keine Ausnahmen aus den geltenden Regelungen haben will. Entweder dürfen alle Kulturveranstaltungen stattfinden oder keine. Jedoch äußerte sie den Verdacht, "''dass so ziemlich allen Politikern zweit- bis drittrangig ist, was mit Kunst und Kultur ist.''" Rabl-Stadler könne sich vorstellen, dass es eine großzügigere Bestuhlung am [[Domplatz]] für den ''[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]'' oder in der [[Kollegienkirche]]  geben könnte oder ein ausschließliches Ansetzen von Stücken ohne Pausen.<ref>[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/festspiele-wollen-keine-ausnahme-86783467?emst=DSpJKlaQEa_10155_4139434_13 27. April 2020]</ref>  
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In der ORF-2-Diskussionssendung "Im Zentrum" erklärte Rabl-Stadler am [[26. April]] 2020, dass sie für die Festspiele keine Ausnahmen aus den geltenden Regelungen haben will. Entweder dürfen alle Kulturveranstaltungen stattfinden oder keine. Jedoch äußerte sie den Verdacht, "dass so ziemlich allen Politikern zweit- bis drittrangig ist, was mit Kunst und Kultur ist." Rabl-Stadler könne sich vorstellen, dass es eine großzügigere Bestuhlung am [[Domplatz]] für den ''[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]'' oder in der [[Kollegienkirche]]  geben könnte oder ein ausschließliches Ansetzen von Stücken ohne Pausen.<ref>[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/festspiele-wollen-keine-ausnahme-86783467?emst=DSpJKlaQEa_10155_4139434_13 27. April 2020]</ref>  
    
Vizekanzler Kogler verkündete am [[15. Mai]] u. a., dass ab [[1. Juli]] Kunst- und Kulturveranstaltungen bis 250 Personen, ab [[1. August]] Veranstaltungen bis zu 500 Personen stattfinden dürfen. Für 500 bis 1&nbsp;000 Personen sollen [[Event]]s nur mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen möglich sein. Hygienemaßnahmen und Regeln bezüglich Einlass und Verhaltensregeln sollen noch vorgelegt werden.  
 
Vizekanzler Kogler verkündete am [[15. Mai]] u. a., dass ab [[1. Juli]] Kunst- und Kulturveranstaltungen bis 250 Personen, ab [[1. August]] Veranstaltungen bis zu 500 Personen stattfinden dürfen. Für 500 bis 1&nbsp;000 Personen sollen [[Event]]s nur mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen möglich sein. Hygienemaßnahmen und Regeln bezüglich Einlass und Verhaltensregeln sollen noch vorgelegt werden.  
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Zu Dienstantritt bekomme ein saisonal Beschäftigter nur mit einem maximal vier Tage alten, negativen Testergebnis den Dienstausweis, ein Farbband sowie ein täglich zu führendes Kontakttagebuch. Was bedeuten die farbigen Bänder? Die Mitarbeiter seien in drei Gruppen eingeteilt: Rot seien jene, die in ihrer Berufsausübung den einen Meter Mindestabstand nicht einhalten und keinen Nasen-Mund-Schutz tragen könnten. Dazu gehörten Künstler in Proben und auf der Bühne sowie Orchester. Die "Roten" werden nach der "Initialtestung" zu Probenbeginn regelmäßig getestet.
 
Zu Dienstantritt bekomme ein saisonal Beschäftigter nur mit einem maximal vier Tage alten, negativen Testergebnis den Dienstausweis, ein Farbband sowie ein täglich zu führendes Kontakttagebuch. Was bedeuten die farbigen Bänder? Die Mitarbeiter seien in drei Gruppen eingeteilt: Rot seien jene, die in ihrer Berufsausübung den einen Meter Mindestabstand nicht einhalten und keinen Nasen-Mund-Schutz tragen könnten. Dazu gehörten Künstler in Proben und auf der Bühne sowie Orchester. Die "Roten" werden nach der "Initialtestung" zu Probenbeginn regelmäßig getestet.
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Orange Bänder tragen jene, die mit "Roten" in Kontakt kommen, wie Mitarbeiter im Betriebsbüro, Direktorium, Maskenbildner sowie Künstler, die Abstand halten können. "Gelb" sind alle anderen. "''Die [[Wiener Philharmoniker]] gehören zur roten Gruppe''", sagt [[Lukas Crepaz]]. "''Das ,Jedermann'-Ensemble ist rot, das Handke-Ensemble ist rot.''" Die Darstellerin in "''Everywoman''" gehöre zur orangen Gruppe, "''die steht ja allein auf der Bühne''". Zu Probenbeginn von "[[Così fan tutte]]" habe Regisseur Christoph Loy dem Ensemble erklärt: Spielen sei wieder ohne Maske möglich - aber nur, wenn sich alle Künstler privat so verhielten wie im ''Lockdown'', also jeden Kontakt mieden.
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Orange Bänder tragen jene, die mit "Roten" in Kontakt kommen, wie Mitarbeiter im Betriebsbüro, Direktorium, Maskenbildner sowie Künstler, die Abstand halten können. "Gelb" sind alle anderen. "Die [[Wiener Philharmoniker]] gehören zur roten Gruppe", sagt [[Lukas Crepaz]]. "Das ,Jedermann'-Ensemble ist rot, das Handke-Ensemble ist rot." Die Darstellerin in "Everywoman" gehöre zur orangen Gruppe, "die steht ja allein auf der Bühne". Zu Probenbeginn von "[[Così fan tutte]]" habe Regisseur Christoph Loy dem Ensemble erklärt: Spielen sei wieder ohne Maske möglich - aber nur, wenn sich alle Künstler privat so verhielten wie im ''Lockdown'', also jeden Kontakt mieden.
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==== Klage wegen nicht bezahlter Arbeitsverträge ====
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Die [[2022]] angekündigte Musterklage gegen die Salzburger Festspiele u. a. wegen des Vorwurfs der Verletzung der Zahlungspflicht im Zusammenhang mit Verschiebungen und Absagen 2020 wird am 15. November vor Gericht verhandelt. Das gab "art but fair UNITED", der Berufsverband für Freischaffende der Darstellenden Kunst und Musik, am [[6. November]] [[2023]] bei einer Pressekonferenz bekannt. Mit der Musterklage wolle man endgültig klären, ob die Zusatzmitglieder der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor in einem Dienstverhältnis zu den Salzburger Festspielen standen. "Bejaht das Gericht dies, so hätten die Salzburger Festspiele in weiterer Folge die Sozialversicherungspflicht über Jahrzehnte wegen Nichtversicherung der Vorprobenzeit missachtet", so Kammersänger Ablinger-Sperrhacke. Schließlich seien laut dem Theaterarbeitsgesetz (TAG) Vorproben als Dienstantritt zu werten "und natürlich auch zu entlohnen und zu versichern". Zudem sollen die Repräsentanten der Salzburger Festspiele auch zu den Umständen, die zur einseitigen Beendigung der Verträge mit 80 Zusatzmitgliedern im Corona-Jahr 2020 geführt haben, Stellung nehmen. Schließlich habe es bis dato teils keine Ausfallhonorare gegeben.<ref>[https://www.sn.at/kultur/musik/corona-absagen-musterklage-salzburger-festspiele-148140787 www.sn.at], 6. November 2023</ref>
 
   
 
   
 
== Termin der 99. Veranstaltung ==
 
== Termin der 99. Veranstaltung ==