| | Unter dem Begriff LandArt (engl. für Landschaftskunst) wird eine Kunstrichtung verstanden, die sich in den 60er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts international durchsetzte. Sie war Teil des gesellschaftlichen Aufbruchs, der in den 60er Jahren Gesellschaft, Politik und Kultur geprägt und war als Gegenbewegung zur konsumorientierten Kunstszene zu verstehen. LandArt, ursprünglich auch Earth Works genannt, bedient sich der unmittelbaren Natur als Gestaltungsraum. Hierbei geht es um die bewusste Integration der Landschaft in den künstlerischen Gestaltungsprozess, bzw. um die kreative Einbindung von natürlichen Materialien in das Kunstwerk. Einer der wohl populärsten Vertreter der Kunstrichtung LandArt ist Andy Goldsworthy, der durch seine Fotobände und weltweiten Installationen diesen Kunstbereich einem breiten Publikum vorstellte. | | Unter dem Begriff LandArt (engl. für Landschaftskunst) wird eine Kunstrichtung verstanden, die sich in den 60er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts international durchsetzte. Sie war Teil des gesellschaftlichen Aufbruchs, der in den 60er Jahren Gesellschaft, Politik und Kultur geprägt und war als Gegenbewegung zur konsumorientierten Kunstszene zu verstehen. LandArt, ursprünglich auch Earth Works genannt, bedient sich der unmittelbaren Natur als Gestaltungsraum. Hierbei geht es um die bewusste Integration der Landschaft in den künstlerischen Gestaltungsprozess, bzw. um die kreative Einbindung von natürlichen Materialien in das Kunstwerk. Einer der wohl populärsten Vertreter der Kunstrichtung LandArt ist Andy Goldsworthy, der durch seine Fotobände und weltweiten Installationen diesen Kunstbereich einem breiten Publikum vorstellte. |
| | Landart hat sich zunächst als Protestbewegung gegen den etablierten Kunstbetrieb in den USA entwickelt. Im Gegensatz zu Werken der bildenden Kunst, denen die Natur als Modell diente, wurde in der Landart die Landschaft selbst zum Arbeitsfeld der Künstler. Man wollte kein neues Konsumgut liefern, sondern Bauwerke schaffen, die in keinem Museum, in keiner Galerie ausgestellt werden konnten, also weder transportabel, käuflich noch dauerhaft waren. Zu Beginn gestatteten die Künstler nicht einmal Foto- oder Filmaufnahmen ihrer vergänglichen Arbeiten, um die Vermarktung zu verhindern. Wenn jemand die Kunstwerke sehen wollte, dann musste er sich auf eine innere und äußere Reise begeben und die Skulptur direkt in der Landschaft unter freiem Himmel bei Wind und Wetter mit all seinen Sinnen erleben. Die Geschichte hat jedoch bewiesen, dass der Einsatz von Fotografie viele Momente, besonders jene des Verfalls, auf eindrucksvolle Weise verstärken und intensivieren konnte.Gerade in der Landart spielt die fotografische Dokumentation der Prozesse eine zentrale Rolle, da die wenigsten Betrachter diese mitunter langwierigen Entwicklungen mitverfolgen können. | | Landart hat sich zunächst als Protestbewegung gegen den etablierten Kunstbetrieb in den USA entwickelt. Im Gegensatz zu Werken der bildenden Kunst, denen die Natur als Modell diente, wurde in der Landart die Landschaft selbst zum Arbeitsfeld der Künstler. Man wollte kein neues Konsumgut liefern, sondern Bauwerke schaffen, die in keinem Museum, in keiner Galerie ausgestellt werden konnten, also weder transportabel, käuflich noch dauerhaft waren. Zu Beginn gestatteten die Künstler nicht einmal Foto- oder Filmaufnahmen ihrer vergänglichen Arbeiten, um die Vermarktung zu verhindern. Wenn jemand die Kunstwerke sehen wollte, dann musste er sich auf eine innere und äußere Reise begeben und die Skulptur direkt in der Landschaft unter freiem Himmel bei Wind und Wetter mit all seinen Sinnen erleben. Die Geschichte hat jedoch bewiesen, dass der Einsatz von Fotografie viele Momente, besonders jene des Verfalls, auf eindrucksvolle Weise verstärken und intensivieren konnte.Gerade in der Landart spielt die fotografische Dokumentation der Prozesse eine zentrale Rolle, da die wenigsten Betrachter diese mitunter langwierigen Entwicklungen mitverfolgen können. |
| | + | Seit 2007 bespielt der Kulturverein Kunstbox die vielfältige Landschaft des Salzburger Seelandes und lädt Landart-Künstler ein, ihre Spuren in der Landschaft zu hinterlassen. Aber auch kunstinteressierte Erwachsene und Schüler erhalten in dreitägigen Workshops die Möglichkeit, sich aktiv mit Landschaft und Landschafts-Elementen auseinanderzusetzen. Das 2011 erschienen Buch "Erzählte Landschaft" enthält Bilder beispielhafter Kunstwerke, die in den letzten Jahren entstanden sind. Erwähnswert ist auch, dass sich in den letzten Jahren vor allem im Salzburger Seenland ansässige Künstler vermehrt mit Landart auseinandersetzen, z.B. Hans Schmid, Bildhauer aus Seekirchen, oder Matthias Würfel aus Neumarkt. Sein letztes Werk trägt den doppeldeutigen Namen Seeblick. Die sehr zart und leicht angelegte Skulptur blickt wie ein Auge aus dem See, während das Auge den See fokussiert. |