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| − | ! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | {{PAGENAME}} | + | ! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | Gaisberg Landesstraße |
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| − | Die '''Gaisberg Landesstraße''' (L 108) ist eine Bergstraße auf dem Gebiet der [[Stadt Salzburg]], die den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] auf das [[Gaisberg-Plateau]] führt. | + | Die '''Gaisberg Landesstraße''' (L 108) ist eine Bergstraße auf dem Gebiet der [[Stadt Salzburg]] und [[Koppl]], die auf den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] auf das [[Gaisberg-Plateau]] führt. |
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| | == Beschreibung == | | == Beschreibung == |
| − | Die Gaisberg Landesstraße ist 8,982 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 672 m. Sie zweigt in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Koppl]] in [[Guggenthal]] von der [[Wolfgangsee Straße (Landesstraße)|Wolfgangsee Straße]] ab. Bis kurz vor dem Parkplatz [[Gersberg]] verläuft sie auf Koppler Gemeindegebiet, ab dort bis zum Gaisberg-Plateau im Salzburger Stadtgebiet. | + | Die Gaisberg Landesstraße ist 8,982 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 672 m. Sie zweigt in der [[Flachgau]]er Gemeinde Koppl in [[Guggenthal]] von der [[Wolfgangsee Straße (Landesstraße)|Wolfgangsee Straße]] ab. Bis kurz vor dem Parkplatz [[Gersberg]] verläuft sie auf Koppler Gemeindegebiet, ab dort bis zum Gaisberg-Plateau im Salzburger Stadtgebiet. |
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| − | Vom Bereich der Gersberg führt sie zunächst auf zwei längeren mehr oder weniger Geraden (die anfangs noch mehrere Kurven hatten, die jedoch später begradigt wurden) vorbei an der [[Judenbergalm]] (ehemaliges [[Hotel Kobenzl]]) zur [[Rauchenbichl-Kehre]] (auf ~ 899 [[m ü. A.]]). Nach dieser Spitzkehre geht es weiter zur [[Zistelalm]] (auf ~ 985 m ü. A.) und von dort in einer weiteren langen Geraden mit leichter Rechtskurve zur zweiten Spitzkehre der Straße, zur [[Nockstein-Kehre]] (auf 1 140 m ü. A.). Von dort folgt der letzte gerade Teil der Straße bis auf das Gaisberg-Plateau (auf 1 274 m ü. A., Parkplatz-Niveau) hinauf. Hier endet die Straße in einer Wendeschleife. Die letzten Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Gaisbergs (auf 1 287 m ü. A.) kann man nur zu Fuß gehen. | + | Vom Bereich der Gersberg führt die Straße zunächst auf zwei längeren mehr oder weniger Geraden (wo es bis in die zweite Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s noch mehrere Kurven gab, die jedoch später begradigt wurden) vorbei an der [[Judenbergalm]] (hier steht das ehemaliges Nobel-[[Hotel Kobenzl]]) zur [[Rauchenbichl-Kehre]] (auf ~ 899 [[m ü. A.]]), dem südlichsten Punkt der Straße. Nach dieser Spitzkehre geht es weiter zur [[Zistelalm]] (auf ~ 985 m ü. A.) und von dort in einer weiteren langgezogenen leichten Rechtskurve zur zweiten Spitzkehre der Straße, zur [[Nockstein-Kehre]] (auf 1 140 m ü. A.). Von dort folgt der letzte gerade Teil der Straße bis auf das Gaisberg-Plateau (auf 1 274 m ü. A., Parkplatz-Niveau) hinauf. Hier endet die Straße in einer Wendeschleife. Die letzten Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Gaisbergs (auf 1 287 m ü. A.) kann man nur zu Fuß gehen. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | [[Datei:Gaisberg mit neuer Gaisbergstraße um 1930.jpg|thumb|Die neue Gaisberg-Höhenstraße um 1930.]] | | [[Datei:Gaisberg mit neuer Gaisbergstraße um 1930.jpg|thumb|Die neue Gaisberg-Höhenstraße um 1930.]] |
| | [[Datei:Gaisberg Landesstraße historische Ansichtskarte.jpg|thumb|Die neue Gaisberg-Höhenstraße, historische Ansichtskarte.]] | | [[Datei:Gaisberg Landesstraße historische Ansichtskarte.jpg|thumb|Die neue Gaisberg-Höhenstraße, historische Ansichtskarte.]] |
| − | [[Datei:Gaisbergstraße bei der Abzweigung des Georg Weikl Weges.jpg|thumb|Gaisbergstraße kurz nach dem Beginn bei der Abzweigung des [[Georg-Weikl-Weg (Koppl)|Georg-Weikl-Weges]] in Guggenthal.]]
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| | [[Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Gaisberg Strassensperre.jpg|thumb|[[Corona-Virus und das Bundesland Salzburg]]. Die Zufahrt mit Autos oder Motorrädern auf den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] wurde gesperrt.]] | | [[Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Gaisberg Strassensperre.jpg|thumb|[[Corona-Virus und das Bundesland Salzburg]]. Die Zufahrt mit Autos oder Motorrädern auf den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] wurde gesperrt.]] |
| | [[Datei:Gaisbergrennen (historisch) 1961 Gersberg Felswand.jpg|thumb|Der Felsen der Gersbergwand, 1961]] | | [[Datei:Gaisbergrennen (historisch) 1961 Gersberg Felswand.jpg|thumb|Der Felsen der Gersbergwand, 1961]] |
| | [[Datei:Rauchenbichlkurve 1929.JPG|thumb|[[Rauchenbichl-Kehre]] 1929]] | | [[Datei:Rauchenbichlkurve 1929.JPG|thumb|[[Rauchenbichl-Kehre]] 1929]] |
| | [[Datei:Gaisberg Landesstraße Gaisberg Plateau 1929.jpg|thumb|Endpunkt der Gaisberg Landesstraße am [[Gaisberg-Plateau]], im Hintergrund das [[Hotel Gaisbergspitze]], 1929]] | | [[Datei:Gaisberg Landesstraße Gaisberg Plateau 1929.jpg|thumb|Endpunkt der Gaisberg Landesstraße am [[Gaisberg-Plateau]], im Hintergrund das [[Hotel Gaisbergspitze]], 1929]] |
| − | Die Gaisbergstraße wurde als ''Höhenstraße'', die nicht dem Verkehr von Ort zu Ort, sondern die gezielt zur Förderung des (Ausflugs-)[[Fremdenverkehr]] in der Region errichtet. Obwohl die Idee für eine Höhenstraße konzeptionell zuerst in [[Wien]] und [[Kärnten]] vorangetrieben wurde, wurde die Ausflugsstraße auf den Gaisberg in Salzburg dennoch 1929 als ''Gaisbergstraße'' als erste vollständig fertiggestellte Höhenstraße in Österreich eröffnet.<ref>[[Großglockner Hochalpenstraße]] (errichtet in den Jahren [[1930]] bis Sommer [[1935]]), Wiener Höhenstraße (Baubeginn des ersten Teilabschnitts 1909, endgültige Fertigstellung Herbst 1935)</ref> Der Straßenneubau war gleichzeitig auch das Ende der [[Gaisbergbahn]] (Zahnradbahn). | + | Die Gaisbergstraße wurde als ''Höhenstraße'', die nicht dem Verkehr von Ort zu Ort, sondern die gezielt zur Förderung des (Ausflugs-)[[Fremdenverkehr]] in der Region dienen soll, errichtet. Obwohl die Idee für eine Höhenstraße konzeptionell zuerst in [[Wien]] und [[Kärnten]] vorangetrieben wurde, wurde die Ausflugsstraße auf den Gaisberg in Salzburg dennoch 1929 als ''Gaisbergstraße'' als erste vollständig fertiggestellte Höhenstraße in Österreich eröffnet.<ref>[[Großglockner Hochalpenstraße]] (errichtet in den Jahren [[1930]] bis Sommer [[1935]]), Wiener Höhenstraße (Baubeginn des ersten Teilabschnitts 1909, endgültige Fertigstellung Herbst 1935)</ref> Der Straßenneubau bedeutete gleichzeitig auch das Ende der [[Gaisbergbahn]] (Zahnradbahn). |
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| − | Salzburger Zeitungen berichteten erstmals am [[10. Februar]] 1928 von der Idee von [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]], auf den Gaisberg eine Kombination von Straße und Seilschwebebahn errichten zu wollen.<ref>Die Idee einer Seilbahn tauchte im Jahr 2010 nochmals als [[Projekt Seilbahn auf den Gaisberg]] auf.</ref> Doch die Kostenberechnungen ließen dann nur das Straßenprojekt zu und noch im Februar 1928 begann die Wiener Tiefbaufirma Redlich & Berger mit dem Baulos I (von insgesamt drei). Baulos I war von Guggenthal bis zur [[Judenbergalm|Judenbergalpe]], Baulos II von der Judenbergalpe zur [[Rauchenbichleralpe]] und das letzte Baulos ging dann zur Gaisbergspitze. Baulos III wurde von der Firma Vianova, heute Strabag, errichtet. Etwa 700 Arbeiter waren mit der Errichtung dieser Straße beschäftigt. Die Straße war 5 m breit und erhielt nach dem Vorbild von Bergstraßen in der Schweiz eine zur Bergseite geneigte Fahrbahn in Linkskurven, wogegen Rechtskurven entsprechend zur Gegenseite überhöht werden. Kurven erhielten außerdem eine Verbreiterung und wurde auch für Ausweichen an Bedarfsstellen Vorsorge getroffen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mfr&datum=19280412&query=text:%22Gaisbergstrasse%22&seite=58 ANNO], Österreichische Auto-Rundschau, 12. April 1928, Seite 58</ref> | + | [[Salzburger Zeitungsgeschichte|Salzburger Zeitungen]] berichteten erstmals am [[10. Februar]] [[1928]] von der Idee von [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]], auf den Gaisberg eine Kombination von Straße und [[Projekt Seilbahn auf den Gaisberg|Seilschwebebahn]] errichten zu wollen. Doch die Kostenberechnungen ließen dann nur das Straßenprojekt zu und noch im Februar 1928 begann die Wiener Tiefbaufirma Redlich & Berger mit dem Baulos I von insgesamt drei. Das Baulos I war von Guggenthal bis zur Judenbergalpe, das Baulos II von der Judenbergalpe zur [[Rauchenbichleralpe]] und das letzte Baulos führte zur Gaisbergspitze. Das Baulos III wurde von der Firma Vianova, heute Strabag, errichtet. Etwa 700 Arbeiter waren mit der Errichtung dieser Straße beschäftigt. Die Straße war fünf Meter breit und erhielt nach dem Vorbild von Bergstraßen in der [[Schweiz]] eine zur Bergseite geneigte Fahrbahn in Linkskurven, wogegen Rechtskurven entsprechend zur Gegenseite überhöht werden. Kurven erhielten außerdem eine Verbreiterung und es wurde auch für Ausweichen an Bedarfsstellen Vorsorge getroffen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mfr&datum=19280412&query=text:%22Gaisbergstrasse%22&seite=58 ANNO], "Österreichische Auto-Rundschau", 12. April 1928, Seite 58</ref> |
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| − | Die Gaisbergstraße wurde am [[16. Mai]] [[1929]] von Dr. Rehrl als erste Straße in Österreich eröffnet, die ausschließlich touristischen Zwecken diente. Dr. Rehrl hatte nämlich erkannt, dass die wirtschaftlich triste Situation von Österreich nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] unter anderem nur durch Zufluss von Devisen zu meistern sein wird. Um Touristen anzulocken, plante er aus dieser Überlegung heraus neben der Gaisberg-Autostraße auch die [[Großglockner Hochalpenstraße]] und unterstützte die [[Salzburger Festspiele]].
| + | Am [[24. November]] 1928 kam es zur [[Die automobilistische Erstbesteigung der neuen Gaisbergstraße 1928|"automobilistische Erstbesteigung der neuen Gaisbergstraße"]], wie es die Zeitschrift "Österreichischer/Europa Motor" nannte. Es war Dr. Rehrl, der mit einem Steyr XII, die noch nicht fertiggestellte Bergstraße befuhr. Eine solche eigenwillige "Erstbefahrung" führte der Landeshauptmann nochmals [[1934]] mit der [[Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße]] durch. |
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| − | Die Straße war in den [[1920er]]- und [[1930er]]-Jahren mautpflichtig. [[1934]] kostete die Fahrt für den Autofahrer vier [[Schilling]], jeder Mitreisende musste nochmals zwei Schilling bezahlen. | + | Die Gaisbergstraße wurde am [[16. Mai]] [[1929]] von Dr. Rehrl als erste Straße in Österreich eröffnet, die ausschließlich touristischen Zwecken diente. Dr. Rehrl hatte nämlich erkannt, dass die wirtschaftlich triste Situation von Österreich nach dem [[Ersten Weltkrieg]] unter anderem nur durch Zufluss von Devisen zu meistern sein wird. Um Touristen anzulocken, plante er aus dieser Überlegung heraus neben der Gaisberg-Autostraße auch die [[Großglockner Hochalpenstraße]] und unterstützte die [[Salzburger Festspiele 1925]]. |
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| − | Die Salzburger Firma [[Albus]] hatte eigene Busse für die Befahrung in Dienst gestellt, bei denen man das Verdeck bei Schönwetter nach hinter wegklappen konnte.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290517&query=text:%22Albus%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 17. Mai 1929, Seite 1</ref> und bot von Anfang an Ausflugsfahrten auf die Gaisbergspitze an. Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] unterbrach diese Fahrten, die dann erst wieder am [[15. Juni]] [[1950]] mit Albus begannen, mit einem regelmäßigen, nicht von der Zahl der Fahrgäste (bisher mindestens zwölf) abhängigen Linienverkehr auf den Gaisberg. | + | Die Gaisberg-Autostraße war in den [[1920er]]- und [[1930er]]-Jahren mautpflichtig. [[1934]] kostete die Fahrt für den Autofahrer vier [[Schilling]], jeder Mitreisende musste nochmals zwei Schilling bezahlen. |
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| | + | Die Salzburger Firma [[Albus]] hatte eigene Busse für die Befahrung in Dienst gestellt, bei denen man das Verdeck bei Schönwetter nach hinter wegklappen konnte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290517&query=text:%22Albus%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], "[[Salzburger Wacht]]", Ausgabe vom 17. Mai 1929, Seite 1</ref> und bot seit der Eröffnung der Straße an Ausflugsfahrten auf die [[Gaisbergspitze]] an. Der [[Zweite Weltkrieg]] unterbrach diese Ausflugfahrten, die dann erst wieder am [[15. Juni]] [[1950]] mit Albus aufgenommen werden konnten, mit einem regelmäßigen, nicht von der Zahl der Fahrgäste (bisher mindestens zwölf) abhängigen Linienverkehr auf den Gaisberg. |
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| | Am [[18. Juli]] [[1951]] wurde die Straße wegen schweren Baumängel gesperrt und konnte erst wieder am [[11. Jänner]] [[1952]] für den Verkehr freigegeben werden. | | Am [[18. Juli]] [[1951]] wurde die Straße wegen schweren Baumängel gesperrt und konnte erst wieder am [[11. Jänner]] [[1952]] für den Verkehr freigegeben werden. |
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| | === Verkehrsprobleme im 21. Jahrhundert === | | === Verkehrsprobleme im 21. Jahrhundert === |
| − | Seit etwa dem Jahr [[2000]] tauchen regelmäßig Proteste auf, wenn an schönen Tagen die Straße von unzähligen Besucher regelrecht erstürmt wird. Parkverbote werden ebenso ignoriert wie angeordnete vorübergehende Sperren heftig von den Gastronomiebetrieben am Berg bekämpft werden. Anfang November [[2015]] gab es wieder einen solchen Ausflugstag. Die zahlreichen Autos, die dort zu Staus führten und im Parkverbot standen, veranlassten den [[Salzburger Gemeinderat]] [[Bernhard Carl]] ([[Bürgerliste]]), die Forderung der Bürgerliste nach einer Gaisberg-Maut zu erneuern<ref>{{Quelle SN|2. November 2015}}</ref>. | + | Seit etwa dem Jahr [[2000]] tauchten regelmäßig Proteste auf, wenn an schönen Tagen die Straße von unzähligen Besucher regelrecht erstürmt wurde. Parkverbote wurden ebenso ignoriert wie angeordnete vorübergehende Sperren heftig von den Gastronomiebetrieben auf dem Berg bekämpft werden. Anfang November [[2015]] gab es wieder einen solchen Ausflugstag. Die zahlreichen Autos, die dort zu Staus führten und im Parkverbot standen, veranlassten den [[Salzburger Gemeinderat]] [[Bernhard Carl]] ([[Bürgerliste]]), die Forderung der Bürgerliste nach einer Gaisberg-Maut zu erneuern.<ref>{{Quelle SN|2. November 2015}}</ref> |
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| − | Zu Beginn der [[Corona Pandemie]] [[2020]], während des ersten ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|Lockdown]]'' wurde am Wochenende [[4. April|4.]]/[[5. April]] 2020 die Auffahrt mit Autos oder Motorrädern auf den Gaisberg gesperrt. Damit sollten große Menschenansammlungen verhindert, die Ausbreitung des Corona-Virus damit eingedämmt werden.
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| − | Es folgten wiederum einige Wochenende, an denen die Auffahrt aufgrund zu hohem Verkehrsaufkommen gesperrt werden musste.
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| − | Im Herbst [[2022]] nahm die Politik neuerlich das Thema einer Wochenendsperre auf. Im Rahmen der "Europäischen Mobilitätswoche" war der Gaisberg am Sonntag, [[18. September]] 2022, autofrei. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] habe das [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land]] ersucht, von 09 bis 16 Uhr ein Fahrverbot für alle Kfz ausgenommen Anrainer auf der L 108 ab Guggenthal zu erlassen.
| + | Zu Beginn der [[Corona Pandemie]] [[2020]], während des ersten ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|Lockdown]]'', wurde am Wochenende [[4. April|4.]]/[[5. April]] 2020 die Auffahrt für Autos oder Motorrädern auf den Gaisberg gesperrt. Damit sollten große Menschenansammlungen verhindert, die Ausbreitung des Corona-Virus damit eingedämmt werden. Es folgten einige Wochenende, an denen die Auffahrt aufgrund zu hohem Verkehrsaufkommen gesperrt werden musste. |
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| − | Der städtische Gaisberg-Koordinator [[Florian Kreibich]] ([[ÖVP]]) und Klubchefin [[Ingeborg Haller]] ([[GRÜNE]]) spra chen von einer gemeinsamen Idee, die keine Eintagsfliege sei und jedenfalls im nächsten Jahr wiederholt werde. Sie rufen dazu auf, den an diesem Tag - wie alle Öffis im gesamten Land - kostenlosen Gaisbergbus zu nutzen. Kreibich kündigt zudem an, dass Mitte Oktober erstmals ein Elektro-Bus einer Halleiner Firma für die Fahrt auf den Hausberg zu Testzwecken zum Einsatz kommen wird. | + | Im Herbst [[2022]] griff die Politik neuerlich das Thema einer Wochenendsperre auf. Im Rahmen der "Europäischen Mobilitätswoche" war der Gaisberg am Sonntag, [[18. September]] 2022, autofrei. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] hatte das [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land]] ersucht, von 09 bis 16 Uhr ein Fahrverbot für alle Kfz, ausgenommen Anrainer, auf der L 108 ab Guggenthal zu erlassen. Der städtische Gaisberg-Koordinator [[Florian Kreibich]] ([[ÖVP]]) und Klubchefin [[Ingeborg Haller]] ([[GRÜNE]]) sprachen von einer gemeinsamen Idee, die keine Eintagsfliege sei und jedenfalls im nächsten Jahr wiederholt werde. Sie riefen dazu auf, den an diesem Tag - wie alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Land - kostenlosen Gaisbergbus von Albus zu nutzen. Kreibich kündigte zudem an, dass Mitte Oktober 2022 erstmals ein Elektro-Bus einer Halleiner Firma für die Fahrt auf den Hausberg zu Testzwecken zum Einsatz kommen wird. Erst [[12. September]] 2022 verkündete die Stadtgemeinde Salzburg zudem, dass künftig zwischen Oktober und April an überlasteten Tagen ein Fahrverbot auf den Gaisberg ab der [[Zistel]] gelten wird. Die Maßnahme soll jedoch nur bei Bedarf in Kraft treten.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/fahrverbot-gaisberg-wird-kommenden-sonntag-autofrei-127109770 www.sn.at], 16. September 2022</ref> |
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| − | Erst [[12. September]] 2022 verkündete die Stadtgemeinde Salzburg zudem, dass es künftig zwischen Oktober und April an überlasteten Tagen zu einem Fahrverbot auf den Gaisberg ab der [[Zistel]] gelten wird. Die Maßnahme tritt jedoch nur bei Bedarf in Kraft.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/fahrverbot-gaisberg-wird-kommenden-sonntag-autofrei-127109770 www.sn.at], 16. September 2022</ref> | |
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| | == Gaststätten und Hotels == | | == Gaststätten und Hotels == |
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| | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290517&seite=1&zoom=33&query=%22Gaisbergbahn%2BAG%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 17. Mai 1929, Seite 1: Die Eröffnung der Gaisbergstraße, ein zweiseitiger Beitrag | | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290517&seite=1&zoom=33&query=%22Gaisbergbahn%2BAG%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 17. Mai 1929, Seite 1: Die Eröffnung der Gaisbergstraße, ein zweiseitiger Beitrag |
| | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dmw&datum=19291101&query=((text:gaisbergstrasse))&seite=22 ANNO], Moderne Welt, Ausgabe 1929, Seite 22 | | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dmw&datum=19291101&query=((text:gaisbergstrasse))&seite=22 ANNO], Moderne Welt, Ausgabe 1929, Seite 22 |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * Buch [[Salzburger Automobil- und Motorradgeschichte]] | | * Buch [[Salzburger Automobil- und Motorradgeschichte]] |
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| | * [https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10000936 Landesstraßenverzeichnis, [[LGBl]]. Nr. 31/1996 idgF] | | * [https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10000936 Landesstraßenverzeichnis, [[LGBl]]. Nr. 31/1996 idgF] |
| | * {{Quelle SAGIS}} | | * {{Quelle SAGIS}} |
| | + | * Grenzverlauf Koppl - Stadtgemeinde Salzburg auf [https://www.openstreetmap.org/relation/86658#map=14/47.8090/13.1230 www.openstreetmap.org] |
| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |
| | <references/> | | <references/> |
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