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Jedes Windrad könnte dann 1 200 Haushalte mit Strom versorgen.  
 
Jedes Windrad könnte dann 1 200 Haushalte mit Strom versorgen.  
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Das gescheiterte Kolo-Windpark-Projekt mit drei Windkraftanlagen von Franz Kok wurde vom [[Naturschutz]] nicht genehmigt und der Verwaltungsgerichtshof gab dem Naturschutz recht. Energie- und Naturschutz[[landesrat]] [[Josef Eisl]] ([[ÖVP]]) hatte aber nun eine Lücke in der Gesetzgebung entdeckt. Nach dem neuen [[Raumordnung]]s<nowiki>gesetz</nowiki> 2009 sind keine naturschutzrechtlichen Bewilligungen mehr notwendig, wenn die Gemeinde eine Sonderfläche ausweise. Von Sonderflächenausweisungen sind nur Flächen in [[Naturschutzgebiet]]en ausgenommen, und wenn es um den Artenschutz geht, beispielsweise den [[Vogelzug]]. Genau dieser Vogelzug war aber ein wesentlicher Grund für die Versagung des Projektes durch den Naturschutz.
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Das gescheiterte Kolo-Windpark-Projekt mit drei Windkraftanlagen von Franz Kok wurde vom [[Naturschutz]] nicht genehmigt und der Verwaltungsgerichtshof gab dem Naturschutz recht. Energie- und Naturschutz[[landesrat]] [[Josef Eisl]] ([[ÖVP]]) hatte aber nun eine Lücke in der Gesetzgebung entdeckt. Nach dem neuen [[Raumordnung]]s<nowiki>gesetz</nowiki> 2009 sind keine naturschutzrechtlichen Bewilligungen mehr notwendig, wenn die Gemeinde eine Sonderfläche ausweise. Von Sonderflächenausweisungen sind nur Flächen in [[Naturschutzgebiet]]en ausgenommen, und wenn es um den Artenschutz geht, beispielsweise den [[Vogelzug]]. Genau dieser Vogelzug war aber ein wesentlicher Grund für die bisherige Versagung des Projektes durch den Naturschutz.
    
== Chronologie ==
 
== Chronologie ==
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Der [[Vizebürgermeister]] von Neumarkt am Wallersee, [[Jan Schierl]] ([[SPÖ]]), hatte den Einspruch in Wien "immer für einen Blödsinn gehalten". Deswegen habe er auch dagegen gestimmt, "weil das Projekt so nicht zu verhindert gewesen wäre."
 
Der [[Vizebürgermeister]] von Neumarkt am Wallersee, [[Jan Schierl]] ([[SPÖ]]), hatte den Einspruch in Wien "immer für einen Blödsinn gehalten". Deswegen habe er auch dagegen gestimmt, "weil das Projekt so nicht zu verhindert gewesen wäre."
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Der unterlegene Antragsteller, Bmg. Adi Rieger (ÖVP) sieht den Beschluss nicht als Niederlage. "Wozu machen wir ein Regionalkonzept, wenn jede Gemeinde bauen kann, was sie will?'' ... ''Mich ärgert, dass ein Hotelbetreiber, der bei uns an der B 1'' [Anm.: [[Wiener Straße]]] ''unwiet der OVM-Tankstelle'' [Anm.: am [[Eggerberg]]] ''von der Raumordnungsabteilung des Landes abgewiesen wurde. Warum soll ein Hotel nicht möglich sein - ein Windrad aber schon?".
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Der unterlegene Antragsteller, Bmg. Adi Rieger (ÖVP) sieht den Beschluss nicht als Niederlage. "Wozu machen wir ein Regionalkonzept, wenn jede Gemeinde bauen kann, was sie will?'' ... ''Mich ärgert, dass ein Hotelbetreiber, der bei uns an der B 1'' [Anm.: [[Wiener Straße]]] ''unweit der OVM-Tankstelle'' [Anm.: am [[Eggerberg]]] ''von der Raumordnungsabteilung des Landes abgewiesen wurde. Warum soll ein Hotel nicht möglich sein - ein Windrad aber schon?".
    
=== April 2016: Knappe Mehrheit für Windkraft-Resolution ===
 
=== April 2016: Knappe Mehrheit für Windkraft-Resolution ===
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=== September 2023: Errichtung eines 80 Meter hohen Masten ===
 
=== September 2023: Errichtung eines 80 Meter hohen Masten ===
Östlich der [[Große Plaike|Großen Plaike]] wurde im September [[2023]] ein 80 Meter hoher Mast errichtet. Die mindestens ein Jahr dauernden Messungen sollen zuverlässige Daten über Windgeschwindigkeiten in verschiedenen Höhen ergeben. Aus Naturschutzgründen wurden auf dem Gittermast auch Beobachtungssysteme für Fledermäuse installiert. Auf Basis der Erkenntnisse soll dann die Entscheidung getroffen werden, ob der Platz geeignet ist und die Genehmigungsverfahren beginnen.
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Mittlerweile sind die [[Salzburg AG]] und "Wien Energie" gemeinsam am Werk, um ein Projekt mit bis zu 14 Windrädern zu realisieren. Das Grundstück gehört [[Landesjägermeister]] [[Max Mayr-Melnhof]]. Östlich der [[Große Plaike|Großen Plaike]] wurde im September [[2023]] ein 80 Meter hoher Mast errichtet. Für den Transport wurden bestehende Zufahrten verwendet. Die mindestens ein Jahr dauernden Messungen sollen zuverlässige Daten über Windgeschwindigkeiten in verschiedenen Höhen ergeben. Aus Naturschutzgründen wurden auf dem Gittermast auch Beobachtungssysteme für Fledermäuse installiert. Auf Basis der Erkenntnisse soll dann die Entscheidung getroffen werden, ob der Platz geeignet ist und die Genehmigungsverfahren beginnen.  
    
==Weblink==
 
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* {{Quelle SN|25. Mai 2011, 24. November, 18. Dezember 2015 und 21. September 2023}}
 
* {{Quelle SN|25. Mai 2011, 24. November, 18. Dezember 2015 und 21. September 2023}}
* {{Quelle FN|26. Juni 2014, 6. April 2016}}
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* {{Quelle FN|26. Juni 2014, 6. April 2016 und 28. September 2023}}
 
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