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| | == Überblick Sommer 2023 == | | == Überblick Sommer 2023 == |
| | Die Temperaturen entwickelten sich im Mai und Juni eher verhalten. Mitte Juni waren einige hochsommerliche Tage mit Werten um oder über 30 °C. Die Juli-Temperaturen sanken mehrheitlich unter 30 °C (Dienstag, [[10. Juli]], knapp über 35 °C, Mittwoch, [[27. Juli]], knapp über 14 °C<ref>Wetterdaten Wetterstation Mattsee, abgerufen über [https://www.wetteronline.de/wetterdaten/neumarkt-am-wallersee?pcid=pc_rueckblick_data&gid=11152&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=11152&metparaid=TXLD&period=4&month=07&year=2023 /www.wetteronline.de/wetterdaten]</ref>). | | Die Temperaturen entwickelten sich im Mai und Juni eher verhalten. Mitte Juni waren einige hochsommerliche Tage mit Werten um oder über 30 °C. Die Juli-Temperaturen sanken mehrheitlich unter 30 °C (Dienstag, [[10. Juli]], knapp über 35 °C, Mittwoch, [[27. Juli]], knapp über 14 °C<ref>Wetterdaten Wetterstation Mattsee, abgerufen über [https://www.wetteronline.de/wetterdaten/neumarkt-am-wallersee?pcid=pc_rueckblick_data&gid=11152&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=11152&metparaid=TXLD&period=4&month=07&year=2023 /www.wetteronline.de/wetterdaten]</ref>). |
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| | + | Noch nie zuvor war es dort an einem Tag auf dem Gipfel des [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblicks]] (3 106 [[m ü. A.]]) so warm gewesen wie am [[11. Juli]] 2023. Die Temperaturmessung im [[Observatorium Sonnblick]] ergab 15,7 °C, ein neuer Höchstwert seit Messbeginn im Jahr [[1886]].<ref name="PiN">[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nach-immenser-geroelllawine-in-rauris-solche-vorfaelle-sind-leider-das-neue-normal-145542544 www.sn.at], 20. September 2023</ref> |
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| | ==== Zahl der Hitzetage stieg in Salzburg auf Rekordhöhe ==== | | ==== Zahl der Hitzetage stieg in Salzburg auf Rekordhöhe ==== |
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| | ==== 26. August: Ein schweres Unwetter führt zu einem Wettersturz ==== | | ==== 26. August: Ein schweres Unwetter führt zu einem Wettersturz ==== |
| − | Um 18 Uhr am Samstag, den [[26. August]] 2023, traf eine weitere Gewitterfront von Westen kommend den Norden des Flachgaus. Die Windgeschwindigkeit erreichte im Flachgau im Bereich von [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Neumarkt am Wallersee Spitzen von fast 79 km/h. Die Temperatur sank von 26 °C auf 18 °C. Am [[Flughafen Salzburg]] wurden kurz vor 18 Uhr Windspitzen von 83 km/h, zwischen 18 und 19 Uhr 93 km/h und am [[Kolomansberg]] 116 km/h gemessen. Laut [[Salzburg AG]] waren im Flachgau rund 3 500 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Am Samstagabend befanden sich 420 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Bundesland und vor allem im nördlichen Flachgau im Einsatz. Der [[Landesfeuerwehrverband Salzburg|Landesfeuerwehrverband]] meldete insgesamt 88 Einsätze. Es gab außerdem auf dem [[Wolfgangsee]], [[Irrsee]], [[Mondsee (See)|Mondsee]] und Holzöstersee im [[Innviertel]] mehrere Einsätze der Wasserrettung aufgrund des Gewitters. Auf dem Wolfgangsee waren ein Mann (29) und seine gleichaltrige Freundin mit ''Stand-Up-Paddles'' unterwegs. Zwischen 17:35 Uhr und 17:40 Uhr wurde von Seiten der Landeswarnzentrale die Sturmwarnung am Wolfgangsee aktiviert. Die beiden missachteten dies aber, auch war nach Angaben der Polizei die von Salzburg herannahende Wetterfront nicht zu übersehen.<ref>Daten [[Geosphere Austria]] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/erneut-gewitter-in-salzburg-mehr-als-400-feuerwehrkraefte-im-einsatz-144284266 www.sn.at], 27. August 2023</ref> | + | Um 18 Uhr am Samstag, den [[26. August]] 2023, traf eine weitere Gewitterfront von Westen kommend den Norden des Flachgaus. Die Windgeschwindigkeit erreichte im Flachgau im Bereich von [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Neumarkt am Wallersee Spitzen von fast 79 km/h. Die Temperatur sank von 26 °C auf 18 °C. Am [[Flughafen Salzburg]] wurden kurz vor 18 Uhr Windspitzen von 83 km/h, zwischen 18 und 19 Uhr 93 km/h und am [[Kolomansberg]] 116 km/h gemessen. Laut [[Salzburg AG]] waren im Flachgau rund 3 500 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Am Samstagabend befanden sich 420 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Bundesland und vor allem im nördlichen Flachgau im Einsatz. Der [[Landesfeuerwehrverband Salzburg|Landesfeuerwehrverband]] meldete insgesamt 88 Einsätze. Es gab außerdem auf dem [[Wolfgangsee]], [[Irrsee]], [[Mondsee (See)|Mondsee]] und Holzöstersee im [[Innviertel]] mehrere Einsätze der Wasserrettung aufgrund des Gewitters. Auf dem Wolfgangsee waren ein Mann (29) und seine gleichaltrige Freundin mit ''Stand-Up-Paddles'' unterwegs. Zwischen 17:35 Uhr und 17:40 Uhr wurde von Seiten der Landeswarnzentrale die Sturmwarnung am Wolfgangsee aktiviert. Die beiden missachteten dies aber, auch war nach Angaben der Polizei die von Salzburg herannahende Wetterfront nicht zu übersehen.<ref>Daten [[GeoSphere Austria]] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/erneut-gewitter-in-salzburg-mehr-als-400-feuerwehrkraefte-im-einsatz-144284266 www.sn.at], 27. August 2023</ref> |
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| | ==== Hochwassersituation ab 27. August 2023 im Land Salzburg ==== | | ==== Hochwassersituation ab 27. August 2023 im Land Salzburg ==== |
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| | In [[Rauris]]-[[Bucheben]] war die [[Hüttwinklache]] über die Ufer getreten. Im Talschluss bei [[Kolm-Saigurn]] rund 50 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre Versorgung war jedoch durch die [[Bergrettung Rauris|Bergrettung]] gesichert. Am [[30. August]] wurde an Notfallwegen gearbeitet, die mittels Quad befahren werden können. Laut [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] wurden Dienstagabend, 29. August, bereits zehn der 50 von der Außenwelt abgeschnittenen Personen aus dem Raurisertal ausgeflogen. Es handelte sich bei den meisten um Gäste des Hotels [[Ammererhof]]. Der Ammmererhof selbst lag sicher und ungefährdet, sagt Hotelier Helmut Tomasek-Mühlthaler, aber die Straße, die 150 Meter unterhalb verläuft, ist war einziger Bach. Die Straße in Kolm-Saigurn muss auf 600 Meter bis Parkplatz [[Lenzanger Parkplatz|Lenzanger]] komplett neu gemacht werden, dort ist alles zerstört. 24 Hektar also 24 Fußballfelder, sind von Geröll bedeckt und am Berg liegen noch Unmengen an Material, die bei Unwettern ins Tal donnern könnten.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/video-lokalaugenschein-in-rauris-dieser-schaden-hat-eine-neue-dimension-144793030 www.sn.at], 7. September 2023</ref> | | In [[Rauris]]-[[Bucheben]] war die [[Hüttwinklache]] über die Ufer getreten. Im Talschluss bei [[Kolm-Saigurn]] rund 50 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre Versorgung war jedoch durch die [[Bergrettung Rauris|Bergrettung]] gesichert. Am [[30. August]] wurde an Notfallwegen gearbeitet, die mittels Quad befahren werden können. Laut [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] wurden Dienstagabend, 29. August, bereits zehn der 50 von der Außenwelt abgeschnittenen Personen aus dem Raurisertal ausgeflogen. Es handelte sich bei den meisten um Gäste des Hotels [[Ammererhof]]. Der Ammmererhof selbst lag sicher und ungefährdet, sagt Hotelier Helmut Tomasek-Mühlthaler, aber die Straße, die 150 Meter unterhalb verläuft, ist war einziger Bach. Die Straße in Kolm-Saigurn muss auf 600 Meter bis Parkplatz [[Lenzanger Parkplatz|Lenzanger]] komplett neu gemacht werden, dort ist alles zerstört. 24 Hektar also 24 Fußballfelder, sind von Geröll bedeckt und am Berg liegen noch Unmengen an Material, die bei Unwettern ins Tal donnern könnten.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/video-lokalaugenschein-in-rauris-dieser-schaden-hat-eine-neue-dimension-144793030 www.sn.at], 7. September 2023</ref> |
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| − | Die Erhebungen in Rauris hätten übrigens eine immense Erosionsmenge von rund 800 000 Kubikmetern ergeben, "wovon sich 560 000 im Schwemmkegel auf rund 24 Hektar abgelagert haben", schildert Ludwig Fegerl, für den Pinzgau zuständiger Geologe seitens des Landes den "[[Pinzgauer Nachrichten]]" im September. Der Rest dürfte wohl von der Hüttwinklache fortgeschwemmt worden sein.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nach-immenser-geroelllawine-in-rauris-solche-vorfaelle-sind-leider-das-neue-normal-145542544 www.sn.at], 20. September 2023</ref> | + | Die Erhebungen in Rauris hätten übrigens eine immense Erosionsmenge von rund 800 000 Kubikmetern ergeben, "wovon sich 560 000 im Schwemmkegel auf rund 24 Hektar abgelagert haben", schildert Ludwig Fegerl, für den Pinzgau zuständiger Geologe seitens des Landes den "[[Pinzgauer Nachrichten]]" im September. Der Rest dürfte wohl von der Hüttwinklache fortgeschwemmt worden sein.<ref name="PiN"></ref> |
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| | ===== Bilder zur Wetterlage ab 28. August 2023 ===== | | ===== Bilder zur Wetterlage ab 28. August 2023 ===== |