| | Als Leopold Mozart von dem Aufbruch Adlgassers nach Italien erfuhr, kommentierte er dieses Unterfangen überschwänglich: "''Die Nachricht von der Reis''[e]'' des Herrn Adlgasser hat mir das größte Vergnügen gemacht.'' [...] ''Mich kann nichts mehrers rühren, als wenn ich sehe, daß ein Fürst'' [...]'' denen Talenten forthilft, die Gott, aus einer besonderen Gnade, in manche ehrliche Seele gepflanzet hat. So wird Salzburg ein Hof sein, der mit seinen eigenen Leuten ein erstaunliches Aufsehen in Teutschland machen wird.''" | | Als Leopold Mozart von dem Aufbruch Adlgassers nach Italien erfuhr, kommentierte er dieses Unterfangen überschwänglich: "''Die Nachricht von der Reis''[e]'' des Herrn Adlgasser hat mir das größte Vergnügen gemacht.'' [...] ''Mich kann nichts mehrers rühren, als wenn ich sehe, daß ein Fürst'' [...]'' denen Talenten forthilft, die Gott, aus einer besonderen Gnade, in manche ehrliche Seele gepflanzet hat. So wird Salzburg ein Hof sein, der mit seinen eigenen Leuten ein erstaunliches Aufsehen in Teutschland machen wird.''" |
| − | Ein paar Wochen nach seiner Italienreise mit dem Ziel, dass er "''einen italienischen Geschmack in der Musik von den Italienern erwürbe''", war Adlsgaser zur Tafel der Universität geladen, die am 7. März 1765 gegeben wurde. Er war über Venedig nach Salzburg zurückgekehrt und erzählte seinem Tischnachbarn P. Beda Hübner von St. Peter (1740–1811), er habe auf seiner Reise Parma, Trient, Mailand, Padua, Verona, Venedig, Rom, Lodi, Mantua und noch andere Orte, z.B. Bologna, den Wohnort des "Musikpapstes" Padre Martini (1706–1784), besucht. Besonderen Eindruck habe ihm Rom vermittelt, wo er Papst Clemens XIII. (reg. 1758–1769) das feierliche Amt habe dreimal absingen gesehen, nämlich zu Pfingsten, Fronleichnam und zu Peter und Paul. Neapel habe er wegen der dort herrschenden Epedemie nicht aufsuchen können, somit habe der Aufenthalt in Rom länger gedauert. | + | Ein paar Wochen nach seiner Italienreise mit dem Ziel, dass er "''einen italienischen Geschmack in der Musik von den Italienern erwürbe''", war Adlsgaser zur Tafel der Universität geladen, die am 7. März 1765 gegeben wurde. Er war über Venedig nach Salzburg zurückgekehrt und erzählte seinem Tischnachbarn P. Beda Hübner von St. Peter (1740–1811), er habe auf seiner Reise Parma, Trient, Mailand,<ref>[https://dme.mozarteum.at/DME/briefe/letter.php?mid=830&cat=1 Digitalisat]</ref> Padua, Verona, Venedig, Rom, Lodi, Mantua und noch andere Orte, z.B. Bologna, den Wohnort des "Musikpapstes" Padre Martini (1706–1784), besucht. Besonderen Eindruck habe ihm Rom vermittelt, wo er Papst Clemens XIII. (reg. 1758–1769) das feierliche Amt habe dreimal absingen gesehen, nämlich zu Pfingsten, Fronleichnam und zu Peter und Paul. Neapel habe er wegen der dort herrschenden Epedemie nicht aufsuchen können, somit habe der Aufenthalt in Rom länger gedauert. |