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[darunter mit Bleistift:] ''den 15 t[en] Eben högen'' [höre] ''ich das Otto am Dinnstag den 19 t[en] nach Wien reisen wird und Euch besuchen wird ich schreibe nur damit die Fany nicht zu sehr dadurch überrascht wird. Lebt wohl Gottes segen mit Euch.''
 
[darunter mit Bleistift:] ''den 15 t[en] Eben högen'' [höre] ''ich das Otto am Dinnstag den 19 t[en] nach Wien reisen wird und Euch besuchen wird ich schreibe nur damit die Fany nicht zu sehr dadurch überrascht wird. Lebt wohl Gottes segen mit Euch.''
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==== Brief vom 27. Juni 1877 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
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Brief [ohne Jahreszahl] von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); fragliche [?] Stellen:<br />
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''Baumkirchen den 27/6 [1877]. Meine inigstgeliebten Theuren! Wie riesig erfreute mich dein lieber Bief, mein guter Franz, wie von ganzen Herzen vergöne ich Euch die große Freude nun ein liebes Kindlein<ref>Franziska (Franzi) Spängler, * 18. Juni 1877 in Wien.</ref>, auf Euren Armen wiegen zu können, besonders froh bin ich das Fany es kann trinnken lassen, sie soll nur recht viele Milch f[h?]arfeln Kindskoch aufgebessertes [?], milchnudel feine und dergleichen essen viel Bier trüncken, und dergleichen, dan wird sie immer mehr Milch bekommen. Sieht dieses Kindlein dem ersten Gleich?<ref>Wohl im März 1876 hat Fanni Spängler ein Kind, das (namenlos) stirbt (in den Briefen vom Dezember 1875 und März/April 1876 genannt).</ref> ich bin sehr begierig dieß zu hören. Otto schrieb mir heute das das Kindlein bey dir recht nett, aber klein sey, dieß thut nichts / wachsen kann es schon auf der Welt. besonders ein Brustkind gedeiet ja ohnedies viel leichter, Heute glaube ich ist der 9 t[e] Tag vorbey, ist auch schon wider etwas gutes vorüber. Wie ist es den gegangen? habt Ihr eine Wärterin genohmen? oder habt Ihr es so zu wegen gebra[c]hat, Otto fand die Fany recht frisch. das bin ich schon sehr froh, es wird ihm freilich sehr wohl ethan haben die Fany so frisch gesehen zu haben, gegen der armmen Louise. Nun Gottlob erholt sich auch Louise schreibt sie.''
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''Uns geht es hier ganz gut, die Umgebung ist wunderschön, es sind sehr hübsche spatziergänge, wir sind fast den ganzen Tag in freyen herum, wo ein Schatten ist lassen wir uns nieder, es sind viele hübsche Wege, da gehen wir, bald dort bald da.<ref>zu Baumkirchen vgl. den Brief vom 2. Juni 1880.</ref> Wie geht es den / mit deinen Urlaub zusammen mit meiner, heimreise, ich dencke am 14 t[en] Juli von Baumkirchen wegzugehen und dan in Hall noch einige Tage zu bleiben dan über Zell am See nachhauße zu reisen, mich dort einen halben Tag bey Lürzer Otto aufzuhalten dan über Werfen wo ich mich auch einen halben Tag aufhalten werde weil ich dort wider mein Dienstmädchen abholle vieleicht bleibe ich auch in Hallein eine[n] halben Tag dan nach Hauße ich dencke bis 26 t[en] Juli vieleicht nachhauße zu kommen. Lieber Franz! ich dencke schon du wirst da du allein kömmst bey mir wohnen, ich stelle mir vor es ist für dich viel bequemer und mich freut es ja unendlich dich wider einmal bey mir zu haben. / Der Frau Patsche bitte ich mich vielmal zu empfehlen. Bey Leithe bitte ich alle von uns recht herzlich zu grüßen, sie sollen nach Baumkirchen gehen es ist ein recht gutes heilsammes Bad hier, es kommen immer recht viele Leute, es ist auch nicht sehr teuer. Die Gegend wunder schön ich bin sehr gerne hier. Therese Grüßt Euch herzlich nebst vielen Glückwünschen zu den kleinen Ankömmling. Die Therese sieht recht gut auß. Lebt nun alle recht im Herzen wohl seid inig geküßt und gesegnet,'' [gestrichen: ''und ge''] ''von Euerer Euch treu liebenden Mutter Spángler An alle Bekanten viele herzliche Grüße Rosa und Pepi werden viel zu thun haben beyde grüße ich herzlich.''
 
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