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| | [[Datei:Bockharttal mit Bockhartseen vor Radhausberg.jpg|thumb|Bockharttal, Bockhartseen und Radhausberg]] | | [[Datei:Bockharttal mit Bockhartseen vor Radhausberg.jpg|thumb|Bockharttal, Bockhartseen und Radhausberg]] |
| | [[Datei:Bockhartscharte, Bergbauruinen.jpg|thumb|Gebäudereste auf der Bockhartscharte]] | | [[Datei:Bockhartscharte, Bergbauruinen.jpg|thumb|Gebäudereste auf der Bockhartscharte]] |
| − | Die '''Bockhartscharte''' (2 226 [[m ü. A.]]) befindet sich zwischen dem [[Pinzgau]]er [[Hüttwinkltal]] im Westen und dem [[Pongau]]er [[Bockharttal]] im Osten und bildet einen [[Pass|passartigen]] Übergang. | + | Die '''Bockhartscharte''' (2 226 [[m ü. A.]]) befindet sich zwischen dem [[Pinzgau]]er [[Hüttwinkltal]] im Westen und dem [[Pongau]]er [[Bockharttal]] im Osten und bildet einen [[Pass|passartigen]] Übergang. |
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| | ==Lage und Beschreibung== | | ==Lage und Beschreibung== |
| − | Die Bockhartscharte ist Grenze und Übergang zugleich. Nördlich der Scharte befinden sich die [[Baukarl Scharte]] (2 470 m ü. A.) und der [[Großer Silberpfennig|Große Silberpfennig]] (2 600 m ü. A.), südlich liegen der [[Seekopf]] (2 413 m ü. A.) und der [[Kolmkar Spitz]] (2 529 m ü. A.). Im Westen liegt das [[Raurisertal|Rauriser]] Hüttwinkltal mit [[Kolm-Saigurn]] im Talschluss und der [[Filzenalm]] als Raststation, im Osten das Bockharttal, ein Seitental des [[Gasteinertal]]es, das durch die Bockhartscharte begrenzt wird. Von beiden Seiten führt ein Weg auf die Scharte, die einen wunderschönen Ausblick auf beide Täler, u.a. auch auf den [[Oberer Bockhartsee|Oberen Bockhartsee]] und den [[Unterer Bockhartsee|Unteren Bockhartsee]], sowie auf den [[Radhausberg]] bietet. | + | Die Bockhartscharte ist Grenze und Übergang zugleich. Nördlich der Scharte befinden sich die [[Baukarl Scharte]] (2 470 m ü. A.) und der [[Großer Silberpfennig|Große Silberpfennig]] (2 600 m ü. A.), südlich liegen der [[Seekopf]] (2 413 m ü. A.) und der [[Kolmkar Spitz]] (2 529 m ü. A.). Im Westen liegt das [[Raurisertal|Rauriser]] Hüttwinkltal mit [[Kolm-Saigurn]] im Talschluss und der [[Filzenalm]] als Raststation, im Osten das Bockharttal, ein Seitental des [[Gasteinertal]]es, das durch die Bockhartscharte begrenzt wird. Von beiden Seiten führt ein Weg auf die Scharte, die einen wunderschönen Ausblick auf beide Täler, u.a. auch auf den [[Oberer Bockhartsee|Oberen Bockhartsee]] und den [[Unterer Bockhartsee|Unteren Bockhartsee]], sowie auf den [[Radhausberg]] bietet. |
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| | Die Scharte bildet auch den Kreuzungspunkt der Wege vom Gasteinertal ins Hüttwinkltal, bzw. umgekehrt, der streckenweise in Form einer [[Buchrückenpflasterung]] angelegt ist, und des Weges zur Baukarlscharte, zur [[Erzwies]] und zum Silberpfennig im Norden und zum [[Niedersachsenhaus]] im Süden. | | Die Scharte bildet auch den Kreuzungspunkt der Wege vom Gasteinertal ins Hüttwinkltal, bzw. umgekehrt, der streckenweise in Form einer [[Buchrückenpflasterung]] angelegt ist, und des Weges zur Baukarlscharte, zur [[Erzwies]] und zum Silberpfennig im Norden und zum [[Niedersachsenhaus]] im Süden. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Die Bockhartscharte liegt mitten im [[Mittelalter|spätmittelalterlichen]] und neuzeitlichen [[Goldbergbau]]gebiet und es finden sich auch noch Gebäudereste vor Ort, die auf diese Zeit zurück gehen. Bis in die Nähe der Bockhartscharte sind im Bockharttal Reste einer [[Römer|römerzeitlichen]] Straße im Gelände sichtbar, die aus dem Gasteinertal herauf führt und im Bockharttal endet. Deren Zweck konnte bisher nicht geklärt werden, hängt wohl aber am ehesten mit dem Bergbau zusammen. | | Die Bockhartscharte liegt mitten im [[Mittelalter|spätmittelalterlichen]] und neuzeitlichen [[Goldbergbau]]gebiet und es finden sich auch noch Gebäudereste vor Ort, die auf diese Zeit zurück gehen. Bis in die Nähe der Bockhartscharte sind im Bockharttal Reste einer [[Römer|römerzeitlichen]] Straße im Gelände sichtbar, die aus dem Gasteinertal herauf führt und im Bockharttal endet. Deren Zweck konnte bisher nicht geklärt werden, hängt wohl aber am ehesten mit dem Bergbau zusammen. |
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| | Das Bockharttal selbst wurde nachweislich erstmals in der [[Jungsteinzeit]] und weitere Male in der [[Bronzezeit]] und in römischer Zeit als Weidegebiet genutzt, wobei man sich keine [[Almwirtschaft]] im neuzeitlichen Sinn vorstellen, sondern von einer saisonalen Weidewirtschaft ausgehen sollte. | | Das Bockharttal selbst wurde nachweislich erstmals in der [[Jungsteinzeit]] und weitere Male in der [[Bronzezeit]] und in römischer Zeit als Weidegebiet genutzt, wobei man sich keine [[Almwirtschaft]] im neuzeitlichen Sinn vorstellen, sondern von einer saisonalen Weidewirtschaft ausgehen sollte. |
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| − | Neben den Gebäuderesten fallen die [[Schalensteine]] auf, die auf der Scharte wie eine Kette angeordnet sind und an der Geländekante zwischen dem oberen und dem unteren Bockharttalbereich eine Entsprechung haben. Somit grenzen sie jenes Gebiet ein, das - wie oben erwähnt - erstmals in der Jungsteinzeit und ein zweites Mal in der Bronzezeit genutzt wurde. | + | Neben den Gebäuderesten fallen die [[Schalensteine]] auf, die auf der [[enns:Alpines Lexikon#Sch|Scharte]] wie eine Kette angeordnet sind und an der Geländekante zwischen dem oberen und dem unteren Bockharttalbereich eine Entsprechung haben. Somit grenzen sie jenes Gebiet ein, das - wie oben erwähnt - erstmals in der Jungsteinzeit und ein zweites Mal in der Bronzezeit genutzt wurde. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |