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<blockquote>COELO PROPITIO PARIS COMES LODRONIUS ARCHIEP(ISCOP)US SALISBURGENSIS UT SATIS PROCULO A MOENIBUS REPULSO DISCRIMINE, CIVES SUOS PACE TEGERET AETERNIORE CASTELLUM HOC, QUA URBI, QUA TOTI VICINIAE CUSTODEL(L)AM EREXIT D(OMINE) FRANCISCO, MAGNO COELITI SACRUM ANNO DOMINICO MDCXXIX</blockquote>  
 
<blockquote>COELO PROPITIO PARIS COMES LODRONIUS ARCHIEP(ISCOP)US SALISBURGENSIS UT SATIS PROCULO A MOENIBUS REPULSO DISCRIMINE, CIVES SUOS PACE TEGERET AETERNIORE CASTELLUM HOC, QUA URBI, QUA TOTI VICINIAE CUSTODEL(L)AM EREXIT D(OMINE) FRANCISCO, MAGNO COELITI SACRUM ANNO DOMINICO MDCXXIX</blockquote>  
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Übersetzung: Der gnädige Himmel gewährte, dass Paris Graf Lodron, Erzbischof zu Salzburg dieses Schloss als Schutz für die Stadt und die ganze Umgebung erbaute, damit er seinen Bürgern den ewigen Frieden erhalte (genauer dem "mehr als ewigen", also dem ewigeren Frieden), weil durch die umgebende Mauer die Gefahr genügend fern gehalten werden kann, zu Ehren des Heiligen Franziskus und als Opfer für den großen Himmel im Jahr des Herrn 1629.  
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Übersetzung: Der gnädige Himmel gewährte, dass [[Paris Graf Lodron]], Erzbischof zu Salzburg dieses Schloss als Schutz für die Stadt und die ganze Umgebung erbaute, damit er seinen Bürgern den ewigen Frieden erhalte (genauer dem "mehr als ewigen", also dem ewigeren Frieden), weil durch die umgebende Mauer die Gefahr genügend fern gehalten werden kann, zu Ehren des Heiligen Franziskus und als Opfer für den großen Himmel im Jahr des Herrn 1629.  
    
Als starke Befestigung sicherte dieses Schloss am Ostrand des Kapuzinerbergplateaus gemeinsam mit der Kapuzinerberg-Wehrmauer also nicht nur den Kapuzinerberg vor feindlichen Angriffen, sondern gemeinsam mit [[Schloss Neuhaus]] auch die Talenge von [[Gnigl]], weshalb Paris Lodron von [[Schloss Fürberg]] ja auch eine - heute verfallene - Wehrmauer vom Franziski-Schlössl über den Fürberg und seine Felsen zur Talenge von Gnigl errichten ließ.  
 
Als starke Befestigung sicherte dieses Schloss am Ostrand des Kapuzinerbergplateaus gemeinsam mit der Kapuzinerberg-Wehrmauer also nicht nur den Kapuzinerberg vor feindlichen Angriffen, sondern gemeinsam mit [[Schloss Neuhaus]] auch die Talenge von [[Gnigl]], weshalb Paris Lodron von [[Schloss Fürberg]] ja auch eine - heute verfallene - Wehrmauer vom Franziski-Schlössl über den Fürberg und seine Felsen zur Talenge von Gnigl errichten ließ.  
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Der Zugang zum kleinen Castell mit seinen - samt Keller - vier Stockwerken erfolgt von Westen über einen kleinen Wehrgraben, wo einst eine Zugbrücke vorhanden war. Gedeckt ist der Bau mit seinen beiden schrägen Seitenflügeln heute mit einem doppelt gewinkeltes Walmdach. Zu Zeiten Paris Lodrons war das Wehrgebäude aber durch ein - damals zeittypisches - niedriges Grabendach (mit Ziegeldeckung) geschützt, das vor feindlichen Beschuss mit Geschützen und mit Brandgeschoßen deutlich mehr Sicherheit bot.  
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Der Zugang zum kleinen Kastell mit seinen - samt Keller - vier Stockwerken erfolgt von Westen über einen kleinen Wehrgraben, wo einst eine Zugbrücke vorhanden war. Gedeckt ist der Bau mit seinen beiden schrägen Seitenflügeln heute mit einem doppelt gewinkeltes Walmdach. Zu Zeiten Paris Lodrons war das Wehrgebäude aber durch ein - damals zeittypisches - niedriges Grabendach (mit Ziegeldeckung) geschützt, das vor feindlichen Beschuss mit Geschützen und mit Brandgeschoßen deutlich mehr Sicherheit bot.  
    
Den Eingang sicherten aber auch die beiden im Grundriss trapezförmig nach Westen vorkragenden seitlichen Schlossteile. Sie wieder besitzen ganz im Westen im Obergeschoß auskragende wehrhafte Erker.  
 
Den Eingang sicherten aber auch die beiden im Grundriss trapezförmig nach Westen vorkragenden seitlichen Schlossteile. Sie wieder besitzen ganz im Westen im Obergeschoß auskragende wehrhafte Erker.  
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==Das Franziski-Schlössl nach dem Dreißigjährigen Krieg==  
 
==Das Franziski-Schlössl nach dem Dreißigjährigen Krieg==  
 
===Das Jagdschlösschen===
 
===Das Jagdschlösschen===
Von Max Gandolf Kuenburg wurde das wehrhafte Schloss zu einem Jagdschloss ausgebaut. Es erhielt nun anstelle der durchgehenden schmalen Schießscharten im Obergeschoß große Fenster. Im zweiten Stock befand sich jetzt eine fürsterzbischöfliche Wohnung mit schönen Holzdecken, mit einem größeren Raum im Süden sowie drei kleineren Zimmern, die vor allem den jagdlichen Vergnügungsaufenthalten späterer Fürsterzbischöfe, vor allem von Max Gandolf Kuenburg selbst dienten. Nach der Errichtung der Wehrmauer um das Kapuzinerbergplateau diente der umfriedete Wald mit seinen gut 30 ha ja auch als Jagdgehege für das fürstliche Jagdwild. Gegen Nordosten befand sich - wohl erst jetzt erreichtet - die Hauskapelle des Erzbischofs mit einem kleinen Hausaltar im nordöstlich auskragenden Erker des Oberstockes, die Kapelle war  dem Heiligen Franziskus geweiht. Nach Pillwein befand sich einst in der Kapelle als Altarbild ein Bildnis des heiligen Franziskus, das von Johann Georg Gryesser nach F. K. Palko gemalt war.  
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Von Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg|Max Gandolf Kuenburg]] wurde das wehrhafte Schloss zu einem Jagdschloss ausgebaut. Es erhielt nun anstelle der durchgehenden schmalen Schießscharten im Obergeschoß große Fenster. Im zweiten Stock befand sich jetzt eine fürsterzbischöfliche Wohnung mit schönen Holzdecken, mit einem größeren Raum im Süden sowie drei kleineren Zimmern, die vor allem den jagdlichen Vergnügungsaufenthalten späterer Fürsterzbischöfe, vor allem von Max Gandolf Kuenburg selbst dienten. Nach der Errichtung der Wehrmauer um das Kapuzinerbergplateau diente der umfriedete Wald mit seinen gut 30 ha ja auch als Jagdgehege für das fürstliche Jagdwild. Gegen Nordosten befand sich - wohl erst jetzt erreichtet - die Hauskapelle des Erzbischofs mit einem kleinen Hausaltar im nordöstlich auskragenden Erker des Oberstockes, die Kapelle war  dem Heiligen Franziskus geweiht. Nach [[Benedikt Pillwein|Pillwein]] befand sich einst in der Kapelle als Altarbild ein Bildnis des heiligen Franziskus, das von Johann Georg Gryesser nach F. K. Palko gemalt war.  
    
===Das Schlössl im frühen 19. Jahrhundert===
 
===Das Schlössl im frühen 19. Jahrhundert===
Die Bedeutung des Franziskischlössls nach dem Ende des Fürsterzbistums war lange Zeit eher bescheiden. Nach 1816 wurde das Schlösschen verpachtet, und ein Ausschank bewilligt, wo es Bier, Branntwein und Wurst zu kaufen gab. Nach Ausschreitungen musste 1825 der Zutritt zum Berg zeitweise begrenzt und das Schank-Recht eingeschränkt werden, das bald gar nicht mehr ausgeübt wurde. 1848 war das Franziski-Schlössl nur von einem alten Soldaten bewohnt. Ein Jahr später bekam dieser Soldat aber wieder das Recht zum Ausschank.  
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Die Bedeutung des Franziski-Schlössls nach dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s war lange Zeit eher bescheiden. Nach 1816 wurde das Schlösschen verpachtet, und ein Ausschank bewilligt, wo es [[Bier]], Branntwein und Wurst zu kaufen gab. Nach Ausschreitungen musste [[1825]] der Zutritt zum Berg zeitweise begrenzt und das Schankrecht eingeschränkt werden, das bald gar nicht mehr ausgeübt wurde. [[1848]] war das Franziski-Schlössl nur von einem alten Soldaten bewohnt. Ein Jahr später bekam dieser Soldat aber wieder das Recht zum Ausschank.  
    
===Die geplanten Aussichtstürme===
 
===Die geplanten Aussichtstürme===
Nach 1890 wurde nicht nur auf dem Mönchsberg (z.B. mit dem Wasserturm) sondern auch auf dem Kapuzinerberg verschiedene Aussichtsürme geplant. 1893 beschloss der Salzburger Verschönerungsverein "die Leistung eines Beitrages von 200 Gulden für eine von der Stadtgemeinde auf dem Vorplatze zum Franziskischlösschen am Kapuzinerberge aufzustellende Aussichtspyramide".  
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Nach [[1890]] wurde nicht nur auf dem [[Mönchsberg]] (z.B. mit dem [[Wasserturm am Mönchsberg|Wasserturm]]) sondern auch auf dem Kapuzinerberg verschiedene Aussichtstürme geplant. [[1893]] beschloss der [[Salzburger Verschönerungsverein]] "die Leistung eines Beitrages von 200 [[Gulden]] für eine von der Stadtgemeinde auf dem Vorplatze zum Franziskischlösschen am Kapuzinerberge aufzustellende Aussichtspyramide".  
Allerdings lehnte der Gemeinderat das Projekt aus verschiedenen Gründen ab. Ein Jahr später sollte auf der flachen Anhöhe oberhalb des Franziskisschlössls, ein im Grundriss dreieckiger hölzerner Aussichtsturm errichtet werden, dessen untere Plattform 10 m und dessen obere Aussichtsplattform 30 m hoch werden sollte. Aber auch dieses Projekt wurde aber vom Salzburger Gemeinderat letztendlich abgelehnt. Ebenso verworfen wurde das darauf folgende Ansinnen auf dem Dach des Franziskischlössls selbst eine Aussichtsplattform zu errichten und im Jahr 1901 außerdem das Vorhaben mit rein privaten Mitteln eine Aussichtsplattform zu bauen, weil keine Einigung über den genauen Umfang der dauernde Nutzung des dortigen stadteigenen Grundstückteiles erzielt werden konnte.  
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Allerdings lehnte der [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] das Projekt aus verschiedenen Gründen ab. Ein Jahr später sollte auf der flachen Anhöhe oberhalb des Franziski-Schlössls, ein im Grundriss dreieckiger hölzerner Aussichtsturm errichtet werden, dessen untere Plattform zehn Meter und dessen obere Aussichtsplattform 30 Meter hoch werden sollte. Aber auch dieses Projekt wurde aber vom Salzburger Gemeinderat letztendlich abgelehnt. Ebenso verworfen wurde das darauf folgende Ansinnen auf dem Dach des Franziski-Schlössls selbst eine Aussichtsplattform zu errichten und im Jahr [[1901]] außerdem das Vorhaben mit rein privaten Mitteln eine Aussichtsplattform zu bauen, weil keine Einigung über den genauen Umfang der dauernde Nutzung des dortigen stadteigenen Grundstückteiles erzielt werden konnte.  
    
===Die Bedeutung des Franziski-Schlössls für die Naherholung===  
 
===Die Bedeutung des Franziski-Schlössls für die Naherholung===  
Im Jahr 1872 hatte die Stadtgemeinde Salzburg den gesamten Grünraum des Kapuzinerberg (abseits des großen Besitzes um Schloss Fürberg und um [[Paschingerschlössl]] sowie Kapuzinerkloster) und damit auch das Franziski-Schlössl angekauft. Der Grünraum mit seinem Wald und einen eingestreuten verschwiegenen Wiesenflächen sollten nun verstärkt der Naherholung dienen. Der Besuch des Berges war damals übrigens jahrzehntelang gebührenpflichtig, es wurde eine Art "Wegemaut" eingehoben. Dafür wurde der alte Hauptweg zum Franziski-Schlössl (einst Kapuzinerberg-Mittelweg, heute [[Stefan-Zweig-Weg]]) damals saniert, der uralte Südweg an der [[Villa Spaur |Spaur-Villa]] vorbei auf den Berg und der Nordweg in der Nähe der Felsens des Berges wurden ebenfalls ausgebessert und an steileren Strecken mit Stufen versehen. Auch wurde vom östlichen Ausläufer des Fürberges über die Resten der dortigen Wehranlagen ein neuer Weg zum Franziski-Schlössl angelegt, der heute als [[Doblerweg]] bekannt ist. Benannt ist dieser nach einem dort an der Fürbergstraße ansässigen Fleischermeister. Der damals vom [[Rockhouse]] auf den Berg führende steile Pfad mit dem Namen "Mitterweg" ist heute aber längst wieder aufgelassen und in keiner Weise mehr begehbar. Leider wurde auch der alte Weg vom [[Großer Linzertor-Kavalier|Großen Kavalier]] über den Kapuzinerberg-Nordhang zum Doblerweg mittlerweile gesperrt.
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Im Jahr [[1872]] hatte die Stadtgemeinde Salzburg den gesamten Grünraum des Kapuzinerberg (abseits des großen Besitzes um Schloss Fürberg und um [[Paschingerschlössl]] sowie [[Kapuzinerkloster Salzburg|Kapuzinerkloster]]) und damit auch das Franziski-Schlössl angekauft. Der Grünraum mit seinem Wald und einen eingestreuten verschwiegenen Wiesenflächen sollten nun verstärkt der Naherholung dienen. Der Besuch des Berges war damals übrigens jahrzehntelang gebührenpflichtig, es wurde eine Art "Wegemaut" eingehoben. Dafür wurde der alte Hauptweg zum Franziski-Schlössl (einst Kapuzinerberg-Mittelweg, heute [[Stefan-Zweig-Weg]]) damals saniert, der uralte Südweg an der [[Villa Spaur |Spaur-Villa]] vorbei auf den Berg und der Nordweg in der Nähe der Felsens des Berges wurden ebenfalls ausgebessert und an steileren Strecken mit Stufen versehen. Auch wurde vom östlichen Ausläufer des Fürberges über die Resten der dortigen Wehranlagen ein neuer Weg zum Franziski-Schlössl angelegt, der heute als [[Doblerweg]] bekannt ist. Benannt ist dieser nach einem dort an der [[Fürbergstraße]] ansässigen Fleischermeister. Der damals vom [[Rockhouse]] auf den Berg führende steile Pfad mit dem Namen "Mitterweg" ist heute aber längst wieder aufgelassen und in keiner Weise mehr begehbar. Leider wurde auch der alte Weg vom [[Großer Linzertor-Kavalier|Großen Kavalier]] über den Kapuzinerberg-Nordhang zum Doblerweg mittlerweile gesperrt.
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Der erste Abschnitt des [[Basteiweg]]es an der Südseite des Berges zum Franziski-Schlössl wurde vom Stadtverein nach 1929 anstelle des alten verfallenen Soldatenweges wieder errichtet. Aber schon 1863 berichtete der Verschönerungsverein, dass er drei zusätzliche Aussichtswarten am Berg freischneiden hatte lassen, nämlich die "Bayrische Aussicht" im Norden, die "[[Stadtaussicht auf dem Kapuzinerberg|Obere Stadtaussicht]]" nächst dem Franziski-Schlössl und die Aussicht vom "[[Gnigler Kavaliere|Gnigler Kavalier]]" in Richtung [[Gnigl]] und [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]].  
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Der erste Abschnitt des [[Basteiweg]]es an der Südseite des Berges zum Franziski-Schlössl wurde vom [[Salzburger Stadtverein|Stadtverein]] nach [[1929]] anstelle des alten verfallenen Soldatenweges wieder errichtet. Aber schon [[1863]] berichtete der Verschönerungsverein, dass er drei zusätzliche Aussichtswarten am Berg freischneiden hatte lassen, nämlich die "Bayrische Aussicht" im Norden, die "[[Stadtaussicht auf dem Kapuzinerberg|Obere Stadtaussicht]]" nächst dem Franziski-Schlössl und die Aussicht vom "[[Gnigler Kavaliere|Gnigler Kavalier]]" in Richtung [[Gnigl]] und [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]].  
    
Ziel dieser Naherholungswege war dabei stets das Franziski-Schlössl.  
 
Ziel dieser Naherholungswege war dabei stets das Franziski-Schlössl.  
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Vor dem Franziski-Schlössl besteht bis heute einer von mehreren wichtigen [[Aussichten auf dem Kapuzinerberg|Aussichtsorten]] auf dem Kapuzinerberg mit Blick auf [[Schallmoos]] und über das nördliche [[Salzburger Becken]] in den [[Flachgau]] und den [[Bayern|bayrischen]] [[Rupertiwinkel]].
 
Vor dem Franziski-Schlössl besteht bis heute einer von mehreren wichtigen [[Aussichten auf dem Kapuzinerberg|Aussichtsorten]] auf dem Kapuzinerberg mit Blick auf [[Schallmoos]] und über das nördliche [[Salzburger Becken]] in den [[Flachgau]] und den [[Bayern|bayrischen]] [[Rupertiwinkel]].
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Leider ist der große parkartige Wiesenraum südlich des Schlosses mit seiner weiten Aussicht nach Süden und andere eingestreute, landschaftlich einst bereichernde Wiesenflächen nicht erhalten.
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Der große parkartige Wiesenraum südlich des Schlosses mit seiner weiten Aussicht nach Süden und andere eingestreute, landschaftlich einst bereichernde Wiesenflächen sind heute nicht mehr erhalten.
    
== Gastronomie im Franziski-Schlössl ==
 
== Gastronomie im Franziski-Schlössl ==
 
===Frühere Pächter des Franziskischlössls (zitiert nach Josef Eder, 1911-1930)===  
 
===Frühere Pächter des Franziskischlössls (zitiert nach Josef Eder, 1911-1930)===  
Seit 1849 besteht dort, von wenigen Kriegsjahren unterbrochen, hier ein ständiger Gasthaus-Betrieb. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Schloss grundlegend renoviert, dann wieder 1976/77 und zuletzt sehr aufwändig in den Jahren 1996 bis 98. Nach [[2011]] betrieben etliche Jahre lang Anton Gruber und Wolfgang Steinmetz das Franziskischlössl. Derzeit (Juni 2023) wird ein neuer Pächter gesucht.
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Seit [[1849]] besteht dort, von wenigen Kriegsjahren unterbrochen, hier ein ständiger Gasthaus-Betrieb. Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] wurde das Schloss grundlegend renoviert, dann wieder [[1976]]–[[1977]] und zuletzt sehr aufwändig in den Jahren [[1996]] bis [[1998]]. Nach [[2011]] betrieben etliche Jahre lang Anton Gruber und Wolfgang Steinmetz das Franziski-Schlössl.
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Franz Schadhauser aus [[Fridolfing]] in [[Bayern]] war von etwa 1850 bis 1859 Pächter gewesen. Er starb im Alter von 25 ½ Jahren im Oktober 1859 an Typhus.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18591005&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 5. Oktober 1859</ref> Um 1862 war Nikolaus Oberndorfer Wirt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18621122&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Zeitung, 22. November 1862</ref>
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Franz Schadhauser aus [[Fridolfing]] in [[Bayern]] war von etwa [[1850]] bis [[1859]] Pächter gewesen. Er starb im Alter von 25 ½ Jahren im Oktober 1859 an Typhus.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18591005&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "[[Salzburger Zeitung]]", 5. Oktober 1859</ref> Um 1862 war Nikolaus Oberndorfer Wirt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18621122&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Zeitung, 22. November 1862</ref>
    
Von [[1876]] bis [[1906]] war Johann Eder<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19011214&seite=23 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 14. Dezember 1901</ref><ref>Sein Sohn [[Hugo Eder]] war Oberlehrer und Schulleiter der [[Volksschule Bischofshofen Markt|Volksschule Bischofshofen]].</ref> der Restaurateur: ''... auf den aussichtsreichen Terrassen angenehme Ruhe, die uns der wackere Restaurateur Herr Eder mit gutem Imbiss und frischem Trunk trefflich zu würzen versteht.''<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18990817&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 17. August 1899</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19060324&seite=12 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 24. März 1906</ref> Ihm zur Seite stand seine Frau Karoline († Februar 1895).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18950214&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, 14. Februar 1895</ref> Als Restaurateur folgten Anna und Anton Weitzbauer.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19100129&seite=7 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 29. Jänner 1910</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19100622&seite=3 ANNO], "Salzburger Chronik", 22. Juni 1910</ref> [[1911]] übernahm Karl Gadermayer als Pächter die Restauration im Franziski-Schlössl.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19101106&query=%22franziski&seite=26 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 6. November 1910</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19110106&query=%22franziski%22&seite=13 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 6. Jänner 1911</ref>. [[1912]] traf sich montags hier der [[Österreichischer Touristenklub]], Sektion Salzburg.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19120603&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 3. Juni 1912</ref>
 
Von [[1876]] bis [[1906]] war Johann Eder<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19011214&seite=23 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 14. Dezember 1901</ref><ref>Sein Sohn [[Hugo Eder]] war Oberlehrer und Schulleiter der [[Volksschule Bischofshofen Markt|Volksschule Bischofshofen]].</ref> der Restaurateur: ''... auf den aussichtsreichen Terrassen angenehme Ruhe, die uns der wackere Restaurateur Herr Eder mit gutem Imbiss und frischem Trunk trefflich zu würzen versteht.''<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18990817&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 17. August 1899</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19060324&seite=12 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 24. März 1906</ref> Ihm zur Seite stand seine Frau Karoline († Februar 1895).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18950214&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, 14. Februar 1895</ref> Als Restaurateur folgten Anna und Anton Weitzbauer.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19100129&seite=7 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 29. Jänner 1910</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19100622&seite=3 ANNO], "Salzburger Chronik", 22. Juni 1910</ref> [[1911]] übernahm Karl Gadermayer als Pächter die Restauration im Franziski-Schlössl.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19101106&query=%22franziski&seite=26 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 6. November 1910</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19110106&query=%22franziski%22&seite=13 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 6. Jänner 1911</ref>. [[1912]] traf sich montags hier der [[Österreichischer Touristenklub]], Sektion Salzburg.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19120603&query=%22Kapuzinerschl%c3%b6ssl%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 3. Juni 1912</ref>
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[[1915]] übernahm Käthe Hraby die Restauration im Franziski-Schlössl.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150311&query=%22Franziski%22&seite=14 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 11. März 1915</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150401&query=%22Franziski%22&seite=6 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 1. April 1915]</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150403&query=%22Franziski%22&seite=14 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 3. April 1915</ref> [[1917]] wurde auch Emanuel Hraby, Gürtler und [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Gemeinderat]] als Kapuzinerschlösslwirt genannt, als er den [[Gasthof zum Tiger]] in der [[Linzer Gasse]] erwarb. [[1920]] übernahmen Jakob und Therese Erlinger die Restauration im Franziski-Schlössl. Nach dem Tod von Therese am 21. Februar 1928 führte Jakob Erlinger die Gastwirtschaft bis [[1938]] alleine und dann zusammen mit seiner zweiten Frau bis mindestens [[1946]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19200831&query=%22Franziski%22&seite=8 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 31. August 1920</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280222&query=%22Franziski%22&seite=10 ANNO], "Salzburger Chronik", 22. Februar 1928</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19380416&query=%22Erlinger%22&ref=anno-search&seite=28 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 16. April 1938</ref>
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[[1915]] übernahm Käthe Hraby die Restauration im Franziski-Schlössl.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150311&query=%22Franziski%22&seite=14 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 11. März 1915</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150401&query=%22Franziski%22&seite=6 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 1. April 1915]</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150403&query=%22Franziski%22&seite=14 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 3. April 1915</ref> [[1917]] wurde auch Emanuel Hraby, Gürtler und [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Gemeinderat]] als Kapuzinerschlösslwirt genannt, als er den [[Gasthof zum Tiger]] in der [[Linzer Gasse]] erwarb. [[1920]] übernahmen Jakob und Therese Erlinger die Restauration im Franziski-Schlössl. Nach dem Tod von Therese am [[21. Februar]] [[1928]] führte Jakob Erlinger die Gastwirtschaft bis [[1938]] alleine und dann zusammen mit seiner zweiten Frau bis mindestens [[1946]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19200831&query=%22Franziski%22&seite=8 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 31. August 1920</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280222&query=%22Franziski%22&seite=10 ANNO], "Salzburger Chronik", 22. Februar 1928</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19380416&query=%22Erlinger%22&ref=anno-search&seite=28 ANNO], "Salzburger Volksblatt", 16. April 1938</ref>
    
=== 2023 ===
 
=== 2023 ===

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