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| | Der Zweck der Versuchsstelle war die Entwicklung und Erprobung neuer Geräte, die für militärische Zwecke nutzbar waren. U.a. wurde der erste Steyr-Dieselmotor hier auf Funktions- und Leistungsfähigkeit getestet. Im Gegensatz zu anderen Betrieben gab es hier auch während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] keinerlei Materialsorgen. Das beste Material stand jederzeit ausreichend zur Verfügung. Es gab Feldbahnlager, Seilbahnmaterial und Lokomotiven. | | Der Zweck der Versuchsstelle war die Entwicklung und Erprobung neuer Geräte, die für militärische Zwecke nutzbar waren. U.a. wurde der erste Steyr-Dieselmotor hier auf Funktions- und Leistungsfähigkeit getestet. Im Gegensatz zu anderen Betrieben gab es hier auch während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] keinerlei Materialsorgen. Das beste Material stand jederzeit ausreichend zur Verfügung. Es gab Feldbahnlager, Seilbahnmaterial und Lokomotiven. |
| | ==Errichtete Anlagen== | | ==Errichtete Anlagen== |
| − | Auf der Lend wurde eine 80 m hohe Stahlstütze errichtet und ca. 1 400 m weiter westlich Richtung [[Hollersbach]] eine ebenso hohe Holzstütze aufgestellt. Letztere war innen hohl, damit sie begehbar war. Für die Errichtung dieser Stütze benötigte man allein etwa 3 500 kg Nägel. Beide Stützen waren mit einem Drahtseil verbunden, mittels dem man erprobte, welche Lasten mit dieser Seilbahnvorrichtung zu bewältigen waren. Hintergrund war die Absicht herauszufinden, welche Lasten man in welcher Zeit über einen breiten Fluss befördern konnte, wenn die Herstellung einer Brücke nicht oder nicht mehr möglich war. | + | Auf der Lend wurde eine 80 m hohe Stahlstütze errichtet und ca. 1 400 m weiter westlich Richtung [[Hollersbach]] eine ebenso hohe Holzstütze aufgestellt. Letztere war innen hohl, um sie begehbar zu gestalten. Für die Errichtung dieser Stütze benötigte man allein etwa 3 500 kg Nägel. Beide Stützen waren mit einem Drahtseil verbunden, mittels dem man erprobte, welche Lasten mit dieser Seilbahnvorrichtung zu bewältigen waren. Hintergrund war die Absicht herauszufinden, welche Lasten man in welcher Zeit über einen breiten Fluss befördern konnte, wenn die Herstellung einer Brücke nicht oder nicht mehr möglich war. |
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| | Im Felbertal wurden Hangbahnen errichtet und eine Seilbahn bis unterhalb der [[St. Pöltner Hütte]] erbaut. Eine gleiche Anlage errichtete man von [[Matrei]] in [[Osttirol]] bis hinauf zum [[Zirbenkreuz]] unterhalb des [[Felbertauern]]passes. Die Seilbahn war als Nord-Süd-Versorgungsweg über den [[Felbertauern]] gedacht, falls alle anderen Verbindungswege ausfallen sollten. Zur Errichtung der beide Anlagen verbindenden Scheitelstrecke kam es allerdings nicht mehr. Spuren dieser Anlagen sind im Felbertal noch heute im Gelände ersichtlich. | | Im Felbertal wurden Hangbahnen errichtet und eine Seilbahn bis unterhalb der [[St. Pöltner Hütte]] erbaut. Eine gleiche Anlage errichtete man von [[Matrei]] in [[Osttirol]] bis hinauf zum [[Zirbenkreuz]] unterhalb des [[Felbertauern]]passes. Die Seilbahn war als Nord-Süd-Versorgungsweg über den [[Felbertauern]] gedacht, falls alle anderen Verbindungswege ausfallen sollten. Zur Errichtung der beide Anlagen verbindenden Scheitelstrecke kam es allerdings nicht mehr. Spuren dieser Anlagen sind im Felbertal noch heute im Gelände ersichtlich. |
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| − | In Mittersill entwickelte und erprobte Seilbahnen wurden während des Zweiten Weltkrieges einmal über den Rhein und ein andermal auch in Finnland errichtet und in Betrieb genommen. | + | In Mittersill entwickelte und erprobte Seilbahnen wurden während des Zweiten Weltkrieges einmal über den Rhein und ein andermal auch in Finnland errichtet und in Betrieb genommen. |
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| | ==Forschungspersonal== | | ==Forschungspersonal== |
| | Das Forschungspersonal bestand aus bestens qualifizierten Wissenschaftern, die hier ungestört von Partei, Gestapo und SS arbeiten konnten. Das ermöglichte auch die Bildung einer Widerstandsgruppe, die unter Einsatz von in der Heeresversuchsstelle vorrätigen Gerätes und dort zur Verfügung stehender Fahrzeuge nächtlich tätig werden konnte. So wurde gegen Kriegsende Waffen und Material, das für die Panzerbekämpfung am [[Pass Thurn]] vorgesehen war, beseitigt, wodurch die Vernichtungspläne der SS vereitelt werden konnten. | | Das Forschungspersonal bestand aus bestens qualifizierten Wissenschaftern, die hier ungestört von Partei, Gestapo und SS arbeiten konnten. Das ermöglichte auch die Bildung einer Widerstandsgruppe, die unter Einsatz von in der Heeresversuchsstelle vorrätigen Gerätes und dort zur Verfügung stehender Fahrzeuge nächtlich tätig werden konnte. So wurde gegen Kriegsende Waffen und Material, das für die Panzerbekämpfung am [[Pass Thurn]] vorgesehen war, beseitigt, wodurch die Vernichtungspläne der SS vereitelt werden konnten. |