Änderungen

62 Bytes hinzugefügt ,  20:14, 3. Mai 2007
Zeile 8: Zeile 8:  
Das einstige Dorf Itzling entstand aus einem kleinen Weiler an der wenig bedeutsamen Straßenverbindung zwischen Salzburg und [[Bergheim (Flachgau)|Bergheim]]. Die Hauptverkehrsader nach Norden lag stets am anderen Ufer der Salzach und führte über [[Liefering]]-Rott nach Saaldorf und Laufen.) Der Ort entwickelte sich dabei auf einer Siedlungskante, an die im Westen die Salzach mit ihren breiten Schotterbänken und vielen Nebenarmen anschloss, und wo sich zeitweise auch ein schmaler Auwald entwickeln konnte („Caspisau“) und im Osten das weite Itzlinger Moos, dessen westlicher Teil [[Schallmoos]] hieß (das Wort leitet sich vom schalen Moos her) hieß und dessen östlicher Teil das Langmoos war. Im Raum Itzling war bereits eine kleine [[bronzezeit]]liche Siedlung bekannt. Als Ortsbezeichnung (Uzilinga) geht der Begriff auf die baiuvarische Landnahme zurück und leitet sich von einer Kurzform von ''Utto'' (Udo) ab mit der typischen bajuvarischen Endsilbe für derartige Orte ''ing''. Eine Urkunde erwähnt, dass Herzog Theodebert von Bayern seinem Salzburger Bischof eine Siedlung "Uzzilinga" mit 20 Häusern schenkt. Diese Häuser lagen aber wohl weit verstreut am Rande des damals großflächigen Itzlinger Moores. Im Mittelalter lag in der Nähe des heutigen Itzling (vielleicht am Plainberg?) der Landsitz eines ministerialen Ritters.  
 
Das einstige Dorf Itzling entstand aus einem kleinen Weiler an der wenig bedeutsamen Straßenverbindung zwischen Salzburg und [[Bergheim (Flachgau)|Bergheim]]. Die Hauptverkehrsader nach Norden lag stets am anderen Ufer der Salzach und führte über [[Liefering]]-Rott nach Saaldorf und Laufen.) Der Ort entwickelte sich dabei auf einer Siedlungskante, an die im Westen die Salzach mit ihren breiten Schotterbänken und vielen Nebenarmen anschloss, und wo sich zeitweise auch ein schmaler Auwald entwickeln konnte („Caspisau“) und im Osten das weite Itzlinger Moos, dessen westlicher Teil [[Schallmoos]] hieß (das Wort leitet sich vom schalen Moos her) hieß und dessen östlicher Teil das Langmoos war. Im Raum Itzling war bereits eine kleine [[bronzezeit]]liche Siedlung bekannt. Als Ortsbezeichnung (Uzilinga) geht der Begriff auf die baiuvarische Landnahme zurück und leitet sich von einer Kurzform von ''Utto'' (Udo) ab mit der typischen bajuvarischen Endsilbe für derartige Orte ''ing''. Eine Urkunde erwähnt, dass Herzog Theodebert von Bayern seinem Salzburger Bischof eine Siedlung "Uzzilinga" mit 20 Häusern schenkt. Diese Häuser lagen aber wohl weit verstreut am Rande des damals großflächigen Itzlinger Moores. Im Mittelalter lag in der Nähe des heutigen Itzling (vielleicht am Plainberg?) der Landsitz eines ministerialen Ritters.  
   −
[[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ganz am Rand des Itzlinger Moores mit dem Schloss Altenau (heute [[Schloss Mirabell]]) die stadtnahe Gegend vor der Stadt erstmals kleinräumig urbar zu machen versuchte, gab diesen moorigen Raum zur Besiedelung frei. Zuvor waren vermutlich im Weiler Itzling (abseits des ritterlichen Landhauses und allenfalls einer Mühle am Alterbach) wohl nur wenige Fischer ansässig. [[1552]] befanden sich im gesamten Landschaftsraum vor dem Linzertor nur 12 Häuser, und diese lagen großteils nicht in Itzling, sondern an der damaligen Linzerstraße gegen [[Gnigl]] zu bzw. am [[Kapuzinerberg]].  
+
[[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|300px|[[Schloss Mirabell]]]][[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ganz am Rand des Itzlinger Moores mit dem Schloss Altenau (heute [[Schloss Mirabell]]) die stadtnahe Gegend vor der Stadt erstmals kleinräumig urbar zu machen versuchte, gab diesen moorigen Raum zur Besiedelung frei. Zuvor waren vermutlich im Weiler Itzling (abseits des ritterlichen Landhauses und allenfalls einer Mühle am Alterbach) wohl nur wenige Fischer ansässig. [[1552]] befanden sich im gesamten Landschaftsraum vor dem Linzertor nur 12 Häuser, und diese lagen großteils nicht in Itzling, sondern an der damaligen Linzerstraße gegen [[Gnigl]] zu bzw. am [[Kapuzinerberg]].  
    
Die ersten Bauerngüter entstanden vermutlich erst nach der teilweise Trockenlegung des Itzlinger Mooses (genauer dem westlichsten Teil des Schallmooses) unter Erzbischof [[Paris Graf von Lodron]]. Diese Trockenlegung erfolgte [[1625]] - [[1644]] durch die vielen hier stationierten, aber nicht unmittelbar kämpfenden Soldaten. Lodron errichtete dabei auch als schmalen fürsterzbischöflichen Fahrweg den Fürstenweg quer durch das Itzlinger Moos, die heutige Vogelweiderstraße, an dem sich nach und nach Herrenhöfe und zugehörige Meierhöfe ansiedelten, die teils dem Domkapitel, teils den Grafen Lodron, dem Hofurbar oder wenigen Freieigenen Bürgern gehörte.   
 
Die ersten Bauerngüter entstanden vermutlich erst nach der teilweise Trockenlegung des Itzlinger Mooses (genauer dem westlichsten Teil des Schallmooses) unter Erzbischof [[Paris Graf von Lodron]]. Diese Trockenlegung erfolgte [[1625]] - [[1644]] durch die vielen hier stationierten, aber nicht unmittelbar kämpfenden Soldaten. Lodron errichtete dabei auch als schmalen fürsterzbischöflichen Fahrweg den Fürstenweg quer durch das Itzlinger Moos, die heutige Vogelweiderstraße, an dem sich nach und nach Herrenhöfe und zugehörige Meierhöfe ansiedelten, die teils dem Domkapitel, teils den Grafen Lodron, dem Hofurbar oder wenigen Freieigenen Bürgern gehörte.   
1.522

Bearbeitungen