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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Jakob Tischler, der sogenannte "Zauberer Jackl", und seine Mutter  bestritten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Bettelei und  Opferstockdiebstähle. Anfang [[1675]] in [[Golling]] verhaftet, löste das aus  der Mutter unter der Folter erpreßte Geständnis, sie und ihr Sohn hätten  sich an Bauern, die ihnen nichts geben wollten, durch Schadenzauber  gerächt, den größten [[Hexenprozesse|Hexenprozess]] in der Salzburger Landesgeschichte und  auf dem Boden des heutigen Österreich aus. Nachdem der Zauberer-Jackl  selbst sich dem Behördenzugriff immer zu entziehen wusste, wurden  zahlreiche vermeintliche Komplizen, häufig Bettelkinder, durch Folter  gezwungen, sich der sonderbarsten Freveltaten schuldig zu bekennen. Von  insgesamt 198 Angeklagten wurden binnen sechs Jahren 133 hingerichtet,  nur Kinder von weniger als zehn Altersjahren wurden geschont.
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Jakob Tischler, der sogenannte "Zauberer Jackl", und seine Mutter  bestritten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Bettelei und  Opferstockdiebstähle. Anfang [[1675]] in [[Golling]] verhaftet, löste das aus  der Mutter unter der Folter erpresste Geständnis, sie und ihr Sohn hätten  sich an Bauern, die ihnen nichts geben wollten, durch Schadenzauber  gerächt, den größten [[Hexenprozesse|Hexenprozess]] in der Salzburger Landesgeschichte und  auf dem Boden des heutigen Österreich aus. Nachdem der Zauberer-Jackl  selbst sich dem Behördenzugriff immer zu entziehen wusste, wurden  zahlreiche vermeintliche Komplizen, häufig Bettelkinder, durch Folter  gezwungen, sich der sonderbarsten Freveltaten schuldig zu bekennen. Von  insgesamt 198 Angeklagten wurden binnen sechs Jahren 133 hingerichtet,  nur Kinder von weniger als zehn Altersjahren wurden geschont.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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* G. Mülleder, Unterschiedliche Deliktvorstellungen bei Ober- und Unterbehörden am Beispiel der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse (1675-1679), in: H. Eiden, R. Voltmer (Hg.), Hexenprozesse und Gerichtspraxis, Trier, 2002, 349-94;  
 
* G. Mülleder, Unterschiedliche Deliktvorstellungen bei Ober- und Unterbehörden am Beispiel der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse (1675-1679), in: H. Eiden, R. Voltmer (Hg.), Hexenprozesse und Gerichtspraxis, Trier, 2002, 349-94;  
 
* G. Mülleder, Salzburg, prince-archbishopric of, in: Encyclopedia (wie Anm. 3), 1000f.; W. Monter, Panics, in: Encyclopedia, 876-78; H. Rabanser, Hexenwahn, 63.
 
* G. Mülleder, Salzburg, prince-archbishopric of, in: Encyclopedia (wie Anm. 3), 1000f.; W. Monter, Panics, in: Encyclopedia, 876-78; H. Rabanser, Hexenwahn, 63.
 
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* Buch [[Als die Scheiterhaufen brannten]]
    
[[Kategorie:Geschichte|Tischler, Jakob]]
 
[[Kategorie:Geschichte|Tischler, Jakob]]