Änderungen

K
Textersetzung - „““ durch „"“
Zeile 12: Zeile 12:     
=== 1950er-Jahre===
 
=== 1950er-Jahre===
Die Arbeit des ÖAAB am Anfang der 50er-Jahre war von zahlreichen gesetzlichen Initiativen zur Sozialpolitik wie etwa dem Arbeitszeitgesetz, dem Mutterschutzgesetz und dem ASVG geprägt. Die Vision des "Volks von Eigentümern“ wurde mit Überlegungen zur Gewinnbeteiligung von Mitarbeitern fortgesetzt. Auch der Familienlastenausgleich und das ASVG, mit dem Arbeitnehmer bei Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit und in der Pension finanziell abgesichert werden, wurden erfolgreich durchgesetzt.
+
Die Arbeit des ÖAAB am Anfang der 50er-Jahre war von zahlreichen gesetzlichen Initiativen zur Sozialpolitik wie etwa dem Arbeitszeitgesetz, dem Mutterschutzgesetz und dem ASVG geprägt. Die Vision des "Volks von Eigentümern" wurde mit Überlegungen zur Gewinnbeteiligung von Mitarbeitern fortgesetzt. Auch der Familienlastenausgleich und das ASVG, mit dem Arbeitnehmer bei Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit und in der Pension finanziell abgesichert werden, wurden erfolgreich durchgesetzt.
    
===1960er-Jahre===
 
===1960er-Jahre===
Zeile 18: Zeile 18:     
===1970er-Jahre===
 
===1970er-Jahre===
1971 brachte dem ÖAAB einen Generationswechsel: Der erst 37-jährige Alois Mock wurde neuer Bundesobmann und setzte auf eine neu, noch stärker akzentuierte Gesellschaftspolitik. Sein Motto für den ÖAAB "Auf zu neuen Ufern“ bezog sich insbesondere auch auf eine geistige Öffnung, durch die man den Kontakt mit den Menschen in den Betrieben neu gestalten wollte und die in unzähligen Betriebsbesuchen konkret umgesetzt wurde. Mit den sogenannten "Klagenfurter Beschlüssen“ legte der ÖAAB 1972 eine Fülle an sozialpolitischen Gesetzesvorschlägen vor. Der ÖAAB versuchte, der Regierung Kreisky ein fundiertes wirtschaftspolitisches Konzept mit starken sozialen Komponenten entgegenzusetzen.
+
1971 brachte dem ÖAAB einen Generationswechsel: Der erst 37-jährige Alois Mock wurde neuer Bundesobmann und setzte auf eine neu, noch stärker akzentuierte Gesellschaftspolitik. Sein Motto für den ÖAAB "Auf zu neuen Ufern" bezog sich insbesondere auch auf eine geistige Öffnung, durch die man den Kontakt mit den Menschen in den Betrieben neu gestalten wollte und die in unzähligen Betriebsbesuchen konkret umgesetzt wurde. Mit den sogenannten "Klagenfurter Beschlüssen" legte der ÖAAB 1972 eine Fülle an sozialpolitischen Gesetzesvorschlägen vor. Der ÖAAB versuchte, der Regierung Kreisky ein fundiertes wirtschaftspolitisches Konzept mit starken sozialen Komponenten entgegenzusetzen.
 
===1980er-Jahre===
 
===1980er-Jahre===
1981 stand in Salzburg die Idee des "Arbeitnehmerschutzbriefes“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Jeder Arbeitnehmer konnte sich seine Rechte schriftlich versichern lassen, so wurde die in der [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|Arbeiterkammer]] geforderte Rechtsvertretung vorweggenommen. Der ÖAAB Salzburg initiierte zahlreiche finanzielle Verbesserungen für Arbeitnehmer, nicht zuletzt zählte dazu auch die Forderung nach Schaffung eines Mindestlohnes. Aber auch eine verbesserte Regelung der Ladenschlusszeiten, ein Jugendbeschäftigungsplan sowie die Reform der Sozialpartnerschaft standen im Mittelpunkt der Bemühungen der Landesgruppe. In schulpolitischer Hinsicht sollten die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Chancengleichheit in Salzburg starkes Gewicht bekommen.
+
1981 stand in Salzburg die Idee des "Arbeitnehmerschutzbriefes" im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Jeder Arbeitnehmer konnte sich seine Rechte schriftlich versichern lassen, so wurde die in der [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|Arbeiterkammer]] geforderte Rechtsvertretung vorweggenommen. Der ÖAAB Salzburg initiierte zahlreiche finanzielle Verbesserungen für Arbeitnehmer, nicht zuletzt zählte dazu auch die Forderung nach Schaffung eines Mindestlohnes. Aber auch eine verbesserte Regelung der Ladenschlusszeiten, ein Jugendbeschäftigungsplan sowie die Reform der Sozialpartnerschaft standen im Mittelpunkt der Bemühungen der Landesgruppe. In schulpolitischer Hinsicht sollten die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Chancengleichheit in Salzburg starkes Gewicht bekommen.
    
Der ÖAAB Salzburg sah seine Aufgaben in Belangen der Umweltpolitik, der Steuerentlastung und einer beständigen Solidarität in Fragen der Sozialpolitik. Die Forderungen des ÖAAB betrafen unter anderem auch eine flexible Arbeitszeit, die Errichtung eines Arbeitsplatzes mit Gesundheitsvorsorge, eine bessere Ausbildung und ein gleiches Einkommen für Arbeitnehmerinnen. Ein gut organisierter Arbeitsmarkt und erschwingliche Wohnungen sollten zu gerechten Rahmenbedingungen werden.
 
Der ÖAAB Salzburg sah seine Aufgaben in Belangen der Umweltpolitik, der Steuerentlastung und einer beständigen Solidarität in Fragen der Sozialpolitik. Die Forderungen des ÖAAB betrafen unter anderem auch eine flexible Arbeitszeit, die Errichtung eines Arbeitsplatzes mit Gesundheitsvorsorge, eine bessere Ausbildung und ein gleiches Einkommen für Arbeitnehmerinnen. Ein gut organisierter Arbeitsmarkt und erschwingliche Wohnungen sollten zu gerechten Rahmenbedingungen werden.