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Unter '''Wahrzeichengeld''' versteht man die [[Salzburger Bergwerksmarken]], die seit [[Wolf Dietrich von Raitenau]] für die einzelnen hochstiftlichen Bergbaubetriebe ausgegeben wurden.   
 
Unter '''Wahrzeichengeld''' versteht man die [[Salzburger Bergwerksmarken]], die seit [[Wolf Dietrich von Raitenau]] für die einzelnen hochstiftlichen Bergbaubetriebe ausgegeben wurden.   
 
==Hintergrund==
 
==Hintergrund==
Unter [[Leonhard von Keutschach]] kam der [[Goldbergbau]] zu seiner größten Blüte. Der Keutschacher trug dafür Sorge, dass "zum Besten der gemeinen Bergarbeiter, die zumal die unentbehrlichen Eß- und Trinkwaren stets im wohlfeilen, gleichen Preise erhalten wurden.Ein Jahrhundert später ist aus demselben Fürsorgegedanken heraus unter Wolf Dietrich von Raitenau das sog. Wahrzeichengeld in Form von Bergwerksmarken eingeführt worden.
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Unter [[Leonhard von Keutschach]] kam der [[Goldbergbau]] zu seiner größten Blüte. Der Keutschacher trug dafür Sorge, dass "zum Besten der gemeinen Bergarbeiter, die zumal die unentbehrlichen Eß- und Trinkwaren stets im wohlfeilen, gleichen Preise erhalten wurden." Ein Jahrhundert später ist aus demselben Fürsorgegedanken heraus unter Wolf Dietrich von Raitenau das sog. Wahrzeichengeld in Form von Bergwerksmarken eingeführt worden.
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==“Pfennwerte“==
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=="Pfennwerte"==
Unter Pfennwerten verstand man Waren, insbesondere Lebensmittel, die um ein billiges Geld - den "Pfennig“ - zu haben und damit auch für Arme erschwinglich  waren. Konnten diese Pfennwerte nicht oder nicht im erforderlichen Ausmaß in der Gegend selbst erzeugt werden, was in abgelegenen Bergwerksgegenden der Fall war, verursachten Einfuhr und Zwischenhandel Preissteigerungen und Übervorteilungen. Dadurch befürchtete man Unruhen oder gar Revolten, zu deren Auslösung die Knappenschaft durchaus befähigt war.
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Unter Pfennwerten verstand man Waren, insbesondere Lebensmittel, die um ein billiges Geld - den "Pfennig" - zu haben und damit auch für Arme erschwinglich  waren. Konnten diese Pfennwerte nicht oder nicht im erforderlichen Ausmaß in der Gegend selbst erzeugt werden, was in abgelegenen Bergwerksgegenden der Fall war, verursachten Einfuhr und Zwischenhandel Preissteigerungen und Übervorteilungen. Dadurch befürchtete man Unruhen oder gar Revolten, zu deren Auslösung die Knappenschaft durchaus befähigt war.
    
==Verwendungszweck==
 
==Verwendungszweck==
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Wahrzeichengeld wurde sowohl durch das Erzstift selbst als auch durch private Bergbauunternehmer, die [[Gewerke|Gewerken]] ausgegeben. Es taucht nach und nach in fast allen Bergwerksbetrieben auf und zwar vor allem dort, wo das karge Umfeld die Belegschaft der Bergwerksbetriebe nicht selbst ernähren konnte. Das erklärt auch, warum es aus dem wichtigsten der landesfürstlichen Betriebe, nämlich dem Salzbergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]], das ja inmitten einer reichen und fruchtbaren Landschaft und in unmittelbarer Nähe der [[Landeshauptstadt Salzburg]] liegt, kaum Bergwerksmarken gibt.  
 
Wahrzeichengeld wurde sowohl durch das Erzstift selbst als auch durch private Bergbauunternehmer, die [[Gewerke|Gewerken]] ausgegeben. Es taucht nach und nach in fast allen Bergwerksbetrieben auf und zwar vor allem dort, wo das karge Umfeld die Belegschaft der Bergwerksbetriebe nicht selbst ernähren konnte. Das erklärt auch, warum es aus dem wichtigsten der landesfürstlichen Betriebe, nämlich dem Salzbergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]], das ja inmitten einer reichen und fruchtbaren Landschaft und in unmittelbarer Nähe der [[Landeshauptstadt Salzburg]] liegt, kaum Bergwerksmarken gibt.  
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Ausgabestellen befanden sich vor allem in [[Bad Gastein|Gastein]], in [[Böckstein]], [[Großarl]], [[Rauris]] und [[Lend]], bestehend aus "Kostmarken“ für Fleisch mit dem Münzbild eines Rindes, als Weinhandelsmarken mit dem Münzbild Traube in Gastein, [[Mühlbach im Pinzgau]] und in Lend. Die mit einem Widder beschlagenen Marken stehen nicht für Fleisch sondern für Tuch. Im "Gebirgslande“ waren mit "Tuch" die Gewebe aus Schafwolle gemeint, während der Begriff "Zeug“ für die Gewebe aus Baumwolle verwendet wurde.
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Ausgabestellen befanden sich vor allem in [[Bad Gastein|Gastein]], in [[Böckstein]], [[Großarl]], [[Rauris]] und [[Lend]], bestehend aus "Kostmarken" für Fleisch mit dem Münzbild eines Rindes, als Weinhandelsmarken mit dem Münzbild Traube in Gastein, [[Mühlbach im Pinzgau]] und in Lend. Die mit einem Widder beschlagenen Marken stehen nicht für Fleisch sondern für Tuch. Im "Gebirgslande" waren mit "Tuch" die Gewebe aus Schafwolle gemeint, während der Begriff "Zeug" für die Gewebe aus Baumwolle verwendet wurde.
    
==Einstellung==   
 
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